Abschlagszahlung
Eine monatliche Vorauszahlung an den Energieversorger, die sich am erwarteten Jahresverbrauch orientiert. Mit der Jahresabrechnung wird sie verrechnet, woraus eine Nachzahlung oder ein Guthaben entstehen kann.
BeispielErwartet der Versorger einen Jahresverbrauch von 18.000 kWh Gas zu einem Gesamtpreis von 1.800 EUR, ergibt das einen monatlichen Abschlag von 150 EUR.
Abschlagszahlung einfach erklärt
Eine Abschlagszahlung ist eine regelmäßige Vorauszahlung, die Sie als Kunde monatlich an Ihren Strom- oder Gasversorger leisten. Da der tatsächliche Verbrauch erst am Ende der Abrechnungsperiode feststeht, schätzt der Versorger Ihren Jahresverbrauch und teilt die erwarteten Gesamtkosten gleichmäßig auf zwölf Monate auf. So zahlen Sie über das Jahr verteilt konstante Beträge, statt einmal eine hohe Gesamtrechnung begleichen zu müssen.
Grundlage des Abschlags sind in der Regel der Verbrauch des Vorjahres sowie der aktuelle Arbeits- und Grundpreis. Bei Neukunden wird der Verbrauch anhand von Haushaltsgröße, Wohnfläche und Heizungsart geschätzt. Verändert sich der Energiepreis oder Ihr Verbrauch deutlich, kann der Versorger den Abschlag während des Jahres anpassen. Auch Sie selbst können eine Anpassung verlangen, wenn der Abschlag erkennbar zu hoch oder zu niedrig angesetzt ist.
Am Ende des Abrechnungszeitraums wird der real gemessene Verbrauch mit den geleisteten Abschlägen verrechnet. Haben Sie zu wenig gezahlt, folgt eine Nachzahlung; haben Sie zu viel gezahlt, erhalten Sie ein Guthaben zurück. Mit unserem Gasabschlag-Rechner können Sie prüfen, ob Ihr monatlicher Abschlag realistisch zu Ihrem Verbrauch passt und eine böse Überraschung bei der Jahresabrechnung vermeiden.
Häufige Fragen zu Abschlagszahlung
Wie wird die Höhe des Abschlags berechnet? ▼
Der Versorger schätzt Ihren Jahresverbrauch, meist auf Basis des Vorjahres, und multipliziert ihn mit dem Arbeitspreis. Dazu kommt der jährliche Grundpreis. Die so ermittelten erwarteten Jahreskosten werden durch zwölf geteilt und ergeben den monatlichen Abschlag.
Was passiert, wenn ich zu viel oder zu wenig gezahlt habe? ▼
Bei der Jahresabrechnung werden Ihre Abschläge mit dem tatsächlichen Verbrauch verrechnet. Lagen die Abschläge zu niedrig, müssen Sie nachzahlen. Haben Sie zu viel gezahlt, bekommen Sie die Differenz als Guthaben erstattet oder mit kommenden Abschlägen verrechnet.
Kann ich meinen Abschlag selbst ändern lassen? ▼
Ja. Wenn Sie merken, dass Ihr Abschlag nicht mehr zum tatsächlichen Verbrauch passt, können Sie beim Versorger eine Anpassung beantragen. Das ist sinnvoll, wenn sich Ihr Verbrauch verändert hat oder Sie eine hohe Nachzahlung vermeiden möchten. Der Versorger ist allerdings nicht in jedem Fall verpflichtet, jeden Wunsch eins zu eins umzusetzen.
Warum erhöht der Versorger meinen Abschlag mitten im Jahr? ▼
Steigt der Energiepreis oder zeigt sich, dass Ihr Verbrauch höher liegt als angenommen, darf der Versorger den Abschlag anpassen, um eine hohe Nachzahlung am Jahresende zu vermeiden. Eine solche Erhöhung muss er Ihnen rechtzeitig und nachvollziehbar mitteilen.
Lohnt es sich, einen niedrigeren Abschlag zu wählen? ▼
Ein bewusst niedriger Abschlag senkt zwar die monatliche Belastung, führt aber bei der Jahresabrechnung oft zu einer hohen Nachzahlung. Sinnvoller ist es, den Abschlag möglichst genau am erwarteten Verbrauch auszurichten, damit weder eine große Nachzahlung noch ein unnötig hohes Guthaben entsteht.