BMI
Der Body-Mass-Index berechnet sich aus Körpergewicht in kg geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat und dient zur Einschätzung des Körpergewichts.
Beispiel75 kg bei 1,75 m Körpergröße ergibt einen BMI von 24,5 – das gilt als Normalgewicht (18,5–24,9).
BMI einfach erklärt
Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine einfache Kennzahl zur Einschätzung des Körpergewichts in Relation zur Körpergröße. Er wurde bereits im 19. Jahrhundert vom belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet entwickelt und ist bis heute das am häufigsten verwendete Maß zur Gewichtsklassifikation. Der BMI berücksichtigt allerdings weder die Körperzusammensetzung (Muskelmasse vs. Fettmasse) noch die Fettverteilung im Körper.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt den BMI in verschiedene Kategorien ein: Untergewicht liegt bei einem BMI unter 18,5, Normalgewicht zwischen 18,5 und 24,9, Übergewicht zwischen 25 und 29,9 und Adipositas ab einem BMI von 30. In Deutschland gelten laut Robert Koch-Institut etwa 53 % der Frauen und 67 % der Männer als übergewichtig. Ein erhöhter BMI steigert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und Gelenkprobleme.
Die Berechnung ist denkbar einfach: BMI = Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat. Bei 80 kg und 1,80 m Größe ergibt sich ein BMI von 80 / (1,80 × 1,80) = 24,7. Mit unserem BMI-Rechner können Sie Ihren persönlichen BMI berechnen und erhalten eine sofortige Einordnung in die WHO-Kategorien.
Häufige Fragen zum Thema BMI (FAQ)
Welcher BMI ist für mein Alter normal? ▼
Der ideale BMI verschiebt sich mit dem Alter leicht nach oben. Für Erwachsene zwischen 19 und 24 Jahren gilt ein BMI von 19–24 als optimal, zwischen 25 und 34 Jahren liegt der Idealbereich bei 20–25, und ab 65 Jahren wird ein BMI von 24–29 als gesundheitlich günstig angesehen. Ein leicht erhöhter BMI im Alter ist normal und kann sogar schützend wirken.
Ist der BMI bei Sportlern aussagekräftig? ▼
Nein, bei Sportlern und Menschen mit viel Muskelmasse ist der BMI nur eingeschränkt aussagekräftig. Muskeln sind schwerer als Fettgewebe, weshalb trainierte Personen oft einen hohen BMI haben, obwohl ihr Körperfettanteil niedrig ist. In solchen Fällen sind ergänzende Messungen wie der Körperfettanteil oder der Taillenumfang deutlich aussagekräftiger.
Ab welchem BMI spricht man von Adipositas? ▼
Adipositas beginnt laut WHO-Definition ab einem BMI von 30. Sie wird weiter unterteilt in Grad I (BMI 30–34,9), Grad II (BMI 35–39,9) und Grad III (BMI ab 40, auch als morbide Adipositas bezeichnet). Ab Adipositas Grad I steigt das Risiko für Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Herzinfarkt deutlich an.
Wie berechnet man den BMI bei Kindern? ▼
Bei Kindern und Jugendlichen wird der BMI zwar nach der gleichen Formel berechnet, aber anders bewertet. Statt fester Grenzwerte werden alters- und geschlechtsspezifische Perzentilkurven herangezogen, da sich die Körperzusammensetzung im Wachstum stark verändert. Ein Kind gilt als übergewichtig, wenn sein BMI oberhalb der 90. Perzentile seiner Altersgruppe liegt.
Welche Alternativen zum BMI gibt es? ▼
Zu den wichtigsten Alternativen zählen der Taillenumfang (Bauchumfang), der das gesundheitlich besonders riskante Bauchfett erfasst, sowie das Taille-Hüft-Verhältnis (WHR). Auch der Körperfettanteil, gemessen per Bioimpedanzanalyse oder Hautfaltenmessung, bietet eine genauere Einschätzung. Der relativ neue Body-Shape-Index (ABSI) kombiniert BMI, Taillenumfang und Körpergröße für eine bessere Risikoeinschätzung.