COP
Der Coefficient of Performance gibt das Verhältnis von erzeugter Wärmeleistung zur eingesetzten elektrischen Leistung einer Wärmepumpe an.
BeispielEin COP von 4,5 bedeutet, dass die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom 4,5 kWh Wärme erzeugt – ein sehr guter Wert.
COP einfach erklärt
Der COP (Coefficient of Performance) ist die zentrale Kennzahl zur Bewertung der Effizienz einer Wärmepumpe. Er beschreibt das Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung zur aufgenommenen elektrischen Leistung unter festgelegten Prüfbedingungen. Ein COP von 4 bedeutet, dass die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom 4 kWh Heizwärme erzeugt – die restlichen 3 kWh stammen aus der Umweltwärme (Luft, Erde oder Grundwasser).
Für Hausbesitzer ist der COP ein entscheidender Faktor bei der Auswahl einer Wärmepumpe, denn er bestimmt maßgeblich die laufenden Stromkosten. Gute Luftwärmepumpen erreichen einen COP von 3,0–4,5, Erdwärmepumpen von 4,0–5,5 und Grundwasserwärmepumpen sogar bis zu 6,0. Bei einem Heizwärmebedarf von 15.000 kWh pro Jahr und einem COP von 4 werden nur 3.750 kWh Strom benötigt – bei einem Strompreis von 30 ct/kWh entstehen jährliche Heizkosten von nur 1.125 EUR.
Der COP wird unter standardisierten Laborbedingungen bei bestimmten Temperaturen gemessen (z. B. A2/W35 = Außentemperatur 2 °C, Vorlauftemperatur 35 °C). Im realen Betrieb schwankt die Effizienz je nach Außentemperatur, weshalb die Jahresarbeitszahl (JAZ) den tatsächlichen Durchschnittswert über ein ganzes Heizjahr besser widerspiegelt. Mit unserem Wärmepumpenrechner können Sie die voraussichtlichen Betriebskosten anhand des COP berechnen.
Häufige Fragen zum Thema COP (FAQ)
Was ist ein guter COP-Wert für eine Wärmepumpe? ▼
Ein guter COP-Wert hängt vom Wärmepumpentyp ab: Luftwärmepumpen sollten einen COP von mindestens 3,5 bei A2/W35 erreichen, Erdwärmepumpen mindestens 4,5 bei B0/W35. Für die staatliche Förderung (BEG) wird eine Jahresarbeitszahl von mindestens 2,7 (Luft) bzw. 3,5 (Erde) gefordert. Grundsätzlich gilt: Je höher der COP, desto geringer die Stromkosten und desto umweltfreundlicher die Heizung.
Was ist der Unterschied zwischen COP und Jahresarbeitszahl? ▼
Der COP ist ein Laborwert, der unter standardisierten Bedingungen bei einer bestimmten Temperaturkombination gemessen wird. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) hingegen gibt die tatsächliche durchschnittliche Effizienz über ein ganzes Heizjahr im realen Betrieb an. Die JAZ liegt in der Regel unter dem COP, da sie Schwankungen der Außentemperatur, Abtauvorgänge und Warmwasserbereitung berücksichtigt.
Warum sinkt der COP bei niedrigen Außentemperaturen? ▼
Der COP sinkt bei niedrigen Außentemperaturen, weil die Wärmepumpe einen größeren Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizsystem überbrücken muss. Je größer dieser Temperaturhub, desto mehr Strom wird benötigt. Eine Luftwärmepumpe, die bei +7 °C einen COP von 4,5 erreicht, kann bei -10 °C auf einen COP von 2,0–2,5 abfallen – deshalb ist die Vorlauftemperatur des Heizsystems entscheidend.
Welche Wärmepumpe hat den besten COP? ▼
Grundwasserwärmepumpen erzielen die höchsten COP-Werte von bis zu 6,0, da das Grundwasser ganzjährig eine konstante Temperatur von 8–12 °C hat. Erdwärmepumpen (Sole-Wasser) folgen mit COP-Werten von 4,0–5,5 dank der stabilen Erdtemperatur ab 1,5 m Tiefe. Luftwärmepumpen erreichen COP-Werte von 3,0–4,5, sind aber in der Anschaffung deutlich günstiger.
Wie kann ich den COP meiner Wärmepumpe verbessern? ▼
Der wichtigste Hebel ist eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur: Flächenheizungen (Fußbodenheizung) mit 30–35 °C Vorlauf ermöglichen einen deutlich besseren COP als Heizkörper mit 55–70 °C. Zusätzlich helfen eine gute Gebäudedämmung, regelmäßige Wartung der Anlage und die Vermeidung von elektrischer Zusatzheizung. Auch ein hydraulischer Abgleich und optimierte Heizkurven-Einstellungen steigern die Effizienz.