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Eigenkapital

Die eigenen Mittel, die ein Käufer beim Immobilienkauf selbst einbringt. Mehr Eigenkapital senkt die Darlehenshöhe und meist auch den Zins. Als Faustregel sollten mindestens die Kaufnebenkosten plus 10 bis 20 Prozent gedeckt sein.

Beispiel

Bei einem Kaufpreis von 400.000 EUR und 50.000 EUR Eigenkapital beträgt der Eigenkapitalanteil 12,5 Prozent.

Eigenkapital einfach erklärt

Als Eigenkapital bezeichnet man alle eigenen Mittel, die ein Käufer beim Immobilienkauf einsetzt, ohne sie über ein Darlehen finanzieren zu müssen. Dazu zählen Ersparnisse auf dem Konto, Tages- und Festgeld, Wertpapiere, ein bereits abbezahltes Baugrundstück oder auch Eigenleistungen beim Bau. Je mehr Eigenkapital eingebracht wird, desto kleiner fällt das benötigte Darlehen aus – und damit auch die monatliche Belastung und die Gesamtkosten der Finanzierung.

Eigenkapital wirkt sich zudem direkt auf den Zinssatz aus. Banken bewerten eine Finanzierung mit hohem Eigenkapitalanteil als risikoärmer und bieten dafür günstigere Konditionen an. Wer dagegen ohne oder mit sehr wenig Eigenkapital finanziert (Voll- oder 100-Prozent-Finanzierung), zahlt spürbar höhere Zinsen. Schon ein paar Prozentpunkte mehr Eigenkapital können über die gesamte Laufzeit mehrere tausend Euro Zinsersparnis bedeuten.

Als Faustregel gilt: Käufer sollten mindestens die Kaufnebenkosten – also Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie eine eventuelle Maklerprovision – aus eigener Tasche zahlen und darüber hinaus 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital einbringen. Wie hoch Ihr Eigenkapitalanteil ist und wie sich verschiedene Beträge auf die Finanzierung auswirken, lässt sich mit dem Eigenkapital-Rechner für den Hauskauf und dem Baufinanzierungs-Rechner durchspielen.

Häufige Fragen zu Eigenkapital

Wie viel Eigenkapital brauche ich für einen Hauskauf?

Als Faustregel sollten Sie mindestens die Kaufnebenkosten plus 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises selbst aufbringen. Bei 400.000 EUR Kaufpreis sind das neben den Nebenkosten rund 40.000 bis 80.000 EUR Eigenkapital.

Was zählt alles als Eigenkapital?

Dazu gehören Ersparnisse, Tages- und Festgeld, Wertpapiere, ein bereits bezahltes Grundstück sowie Eigenleistungen beim Bau. Auch Bausparguthaben und geschenktes oder geerbtes Geld können als Eigenkapital eingesetzt werden.

Wie wirkt sich Eigenkapital auf den Zins aus?

Je höher der Eigenkapitalanteil, desto geringer das Risiko für die Bank und desto günstiger der Zins. Eine Finanzierung mit viel Eigenkapital ist daher deutlich preiswerter als eine Voll- oder 100-Prozent-Finanzierung.

Kann man auch ohne Eigenkapital ein Haus finanzieren?

Grundsätzlich ja, manche Banken bieten Vollfinanzierungen an. Diese sind jedoch mit höheren Zinsen und strengeren Anforderungen an Einkommen und Bonität verbunden und insgesamt teurer als eine Finanzierung mit Eigenkapital.