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Grundpreis

Der feste, verbrauchsunabhängige Jahres- oder Monatsbetrag in einem Strom- oder Gastarif. Er deckt Kosten für Zähler, Messung und Abrechnung und fällt unabhängig vom Verbrauch an.

Beispiel

Bei einem Grundpreis von 12 EUR pro Monat zahlen Sie 144 EUR im Jahr allein für Zähler und Abrechnung – selbst dann, wenn Sie kaum Energie verbrauchen.

Grundpreis einfach erklärt

Der Grundpreis ist der feste Bestandteil eines Strom- oder Gastarifs, den Sie unabhängig von Ihrem tatsächlichen Verbrauch zahlen. Er wird meist als Monats- oder Jahresbetrag angegeben und deckt die laufenden Kosten, die dem Versorger auch ohne Energieverbrauch entstehen: die Bereitstellung und Wartung des Zählers, die Messung, die Abrechnung sowie einen Teil der Netzbereitstellung. Anders als der Arbeitspreis ändert sich der Grundpreis nicht, wenn Sie mehr oder weniger Energie nutzen.

Zusammen mit dem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis ergibt der Grundpreis die gesamten Energiekosten. Entscheidend ist das Verhältnis der beiden Bestandteile: Bei einem geringen Verbrauch fällt der Grundpreis stärker ins Gewicht, weil er sich auf wenige Kilowattstunden verteilt und so die durchschnittlichen Kosten pro Kilowattstunde nach oben treibt. Für Single-Haushalte oder selten genutzte Anschlüsse, etwa in Ferienwohnungen, kann der Grundpreis daher zum wichtigsten Kostenfaktor werden.

Beim Tarifvergleich lohnt es sich deshalb, Grund- und Arbeitspreis immer gemeinsam zu bewerten. Wer wenig verbraucht, sollte einen Tarif mit niedrigem Grundpreis bevorzugen; bei hohem Verbrauch zählt eher ein günstiger Arbeitspreis. Mit unserem Gasabschlag-Rechner können Sie Grund- und Arbeitspreis eingeben und erkennen sofort, wie stark der feste Anteil Ihre Gesamtkosten beeinflusst.

Häufige Fragen zu Grundpreis

Wofür zahle ich den Grundpreis?

Der Grundpreis deckt die verbrauchsunabhängigen Kosten des Versorgers, etwa für die Bereitstellung und Wartung des Zählers, die Messung des Verbrauchs sowie die regelmäßige Abrechnung. Diese Aufwände entstehen unabhängig davon, wie viel Energie Sie nutzen, und werden deshalb als fester Betrag in Rechnung gestellt.

Warum fällt der Grundpreis bei geringem Verbrauch stärker ins Gewicht?

Weil der Grundpreis fix bleibt, verteilt er sich bei wenig Verbrauch auf nur wenige Kilowattstunden. Dadurch steigen die durchschnittlichen Kosten pro Kilowattstunde stark an. Bei hohem Verbrauch verteilt sich derselbe Betrag dagegen auf viele Kilowattstunden und fällt anteilig kaum auf.

Kann ich den Grundpreis vermeiden?

Ganz vermeiden lässt sich der Grundpreis nicht, da jeder Anschluss verbrauchsunabhängige Fixkosten verursacht. Sie können ihn aber durch einen Tarifwechsel senken. Gerade für Haushalte mit niedrigem Verbrauch gibt es Tarife mit besonders günstigem Grundpreis.

Welcher Tarif lohnt sich bei niedrigem Verbrauch?

Bei geringem Verbrauch ist ein Tarif mit niedrigem Grundpreis meist günstiger, selbst wenn der Arbeitspreis etwas höher liegt. Da nur wenige Kilowattstunden verbraucht werden, schlägt der feste Anteil stärker durch als der verbrauchsabhängige. Ein Tarifvergleich auf Basis Ihres echten Jahresverbrauchs schafft Klarheit.

Wird der Grundpreis monatlich oder jährlich angegeben?

Beides ist üblich. Manche Versorger weisen den Grundpreis pro Monat aus, andere pro Jahr. Für einen Vergleich sollten Sie immer dieselbe Bezugsgröße verwenden, also etwa den Monatsbetrag mit zwölf multiplizieren, um den Jahresgrundpreis zu erhalten.