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Heizwert

Der Energiegehalt eines Brennstoffs ohne Berücksichtigung der Kondensationswärme des Wasserdampfs.

Beispiel

Heizöl hat einen Heizwert von ca. 10 kWh pro Liter, was bei 3.000 Litern Verbrauch 30.000 kWh Heizenergie ergibt.

Heizwert einfach erklärt

Der Heizwert (auch unterer Heizwert oder Hu) gibt an, wie viel thermische Energie ein Brennstoff bei der Verbrennung freisetzen kann – ohne die im Wasserdampf enthaltene Kondensationswärme zu berücksichtigen. Er wird in Kilowattstunden pro Einheit (kWh/kg, kWh/l oder kWh/m³) angegeben und ist die zentrale Kenngröße, um verschiedene Brennstoffe hinsichtlich ihres Energiegehalts miteinander zu vergleichen.

Im Gegensatz dazu berücksichtigt der Brennwert (oberer Heizwert oder Ho) auch die im Wasserdampf gespeicherte Energie, die bei der Kondensation freigesetzt wird. Der Brennwert liegt daher immer über dem Heizwert – bei Erdgas beispielsweise um etwa 10 %. Moderne Brennwertkessel nutzen diese zusätzliche Energie und erreichen dadurch Wirkungsgrade von über 100 % bezogen auf den Heizwert. Die typischen Heizwerte wichtiger Brennstoffe: Heizöl ca. 10 kWh/l, Erdgas ca. 10 kWh/m³, Holzpellets ca. 4,9 kWh/kg und Scheitholz ca. 4,0 kWh/kg.

Für Verbraucher ist der Heizwert besonders bei der Auswahl des Heizsystems und beim Kostenvergleich verschiedener Energieträger relevant. Wenn Sie beispielsweise von Heizöl auf Pellets umsteigen möchten, können Sie über den Heizwert den Mengenbedarf umrechnen: Für 3.000 Liter Heizöl (30.000 kWh) benötigen Sie rund 6.100 kg Pellets. So lässt sich der tatsächliche Kostenvergleich zwischen den Brennstoffen präzise durchführen.

Häufig gestellte Fragen zum Heizwert

Was ist der Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert?

Der Heizwert (unterer Heizwert) gibt die nutzbare Energie ohne Kondensationswärme des Wasserdampfs an. Der Brennwert (oberer Heizwert) schließt diese zusätzliche Wärmeenergie ein und ist daher immer höher. Bei Erdgas beträgt der Unterschied etwa 10 %, bei Heizöl rund 6 %.

Welcher Brennstoff hat den höchsten Heizwert?

Bezogen auf das Gewicht hat Wasserstoff mit ca. 33 kWh/kg den höchsten Heizwert. Bei gängigen Heizbrennstoffen führt Heizöl mit ca. 10 kWh/l, gefolgt von Erdgas (ca. 10 kWh/m³), Flüssiggas (ca. 6,6 kWh/l), Holzpellets (ca. 4,9 kWh/kg) und Scheitholz (ca. 4,0 kWh/kg).

Warum ist der Heizwert für den Heizkostenvergleich wichtig?

Nur über den Heizwert lassen sich verschiedene Brennstoffe fair vergleichen. Ein Liter Heizöl enthält etwa die gleiche Energie wie ein Kubikmeter Erdgas oder zwei Kilogramm Pellets. So können Sie den Preis pro Kilowattstunde berechnen und den günstigsten Energieträger für Ihre Situation ermitteln.

Was bedeutet ein Wirkungsgrad über 100 % bei Brennwertkesseln?

Der Wirkungsgrad wird traditionell auf den Heizwert bezogen. Da Brennwertkessel auch die Kondensationswärme des Wasserdampfs nutzen, übersteigt die gewonnene Wärme den Heizwert – daher rechnerisch über 100 %. Bezogen auf den Brennwert liegt der Wirkungsgrad bei realistischen 95–98 %.

Wie rechne ich Heizöl in Pellets um?

Ein Liter Heizöl hat einen Heizwert von ca. 10 kWh, ein Kilogramm Pellets ca. 4,9 kWh. Somit entspricht ein Liter Heizöl etwa 2 kg Pellets. Für 3.000 Liter Heizöl benötigen Sie also rund 6.000–6.100 kg Pellets. Beachten Sie, dass der tatsächliche Verbrauch auch vom Wirkungsgrad der Heizanlage abhängt.