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JAZ

Die Jahresarbeitszahl gibt die durchschnittliche Effizienz einer Wärmepumpe über ein ganzes Jahr an.

Beispiel

Eine JAZ von 3,5 bedeutet, dass die Wärmepumpe im Jahresmittel aus 1 kWh Strom 3,5 kWh Wärme erzeugt hat.

JAZ (Jahresarbeitszahl) einfach erklärt

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist die wichtigste Kennzahl für die Effizienz einer Wärmepumpe. Sie gibt das Verhältnis von erzeugter Wärmeenergie zu eingesetzter elektrischer Energie über ein ganzes Jahr an. Eine JAZ von 4,0 bedeutet: Für jede Kilowattstunde Strom erzeugt die Wärmepumpe im Jahresmittel 4 Kilowattstunden Wärme. Die restlichen 3 kWh stammen aus der Umwelt – aus Luft, Erdreich oder Grundwasser.

Die JAZ unterscheidet sich grundlegend von der COP-Zahl (Coefficient of Performance), die oft in Herstellerangaben zu finden ist. Der COP wird unter standardisierten Laborbedingungen bei festen Temperaturen gemessen und zeigt die maximale Effizienz. Die JAZ hingegen bildet die tatsächliche Leistung unter realen Bedingungen ab – inklusive aller Schwankungen durch Wetter, Heizverhalten und Warmwasserbereitung. Die JAZ liegt daher in der Praxis meist deutlich unter dem COP.

Welche JAZ als gut gilt, hängt von der Art der Wärmepumpe ab: Erdwärmepumpen (Sole-Wasser) erreichen typischerweise JAZ-Werte von 4,0 bis 5,0, da die Bodentemperatur ganzjährig relativ konstant ist. Grundwasserwärmepumpen (Wasser-Wasser) erzielen ähnliche Werte. Luftwärmepumpen (Luft-Wasser) liegen mit JAZ-Werten von 2,5 bis 3,5 etwas niedriger, da die Außenluft im Winter kalt ist und die Effizienz sinkt. Für die BAFA-Förderung war lange eine Mindest-JAZ von 2,7 erforderlich.

Häufig gestellte Fragen zur Jahresarbeitszahl

Was ist eine gute Jahresarbeitszahl für eine Wärmepumpe?

Bei Luftwärmepumpen gilt eine JAZ ab 3,0 als gut, ab 3,5 als sehr gut. Erdwärmepumpen sollten mindestens eine JAZ von 4,0 erreichen. Je höher die JAZ, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe und desto niedriger sind die Stromkosten. Für den wirtschaftlichen Betrieb sollte die JAZ mindestens 2,5 betragen.

Was ist der Unterschied zwischen JAZ und COP?

Der COP (Coefficient of Performance) wird unter standardisierten Laborbedingungen bei definierten Temperaturen gemessen und zeigt die Spitzeneffizienz. Die JAZ hingegen bildet die tatsächliche Effizienz über ein ganzes Betriebsjahr ab. Die JAZ ist für Verbraucher aussagekräftiger, da sie reale Bedingungen wie Wetter, Heizverhalten und Warmwasserbereitung berücksichtigt.

Wie kann ich die JAZ meiner Wärmepumpe verbessern?

Die wichtigste Maßnahme ist eine niedrige Vorlauftemperatur – Fußbodenheizungen mit 35 °C sind ideal. Gute Gebäudedämmung reduziert den Wärmebedarf und ermöglicht niedrige Vorlauftemperaturen. Regelmäßige Wartung, korrekte Einstellung der Heizkurve und ein hydraulischer Abgleich optimieren zusätzlich die Effizienz.

Wie berechne ich die JAZ meiner Wärmepumpe?

Die JAZ berechnen Sie als Quotient aus gelieferter Wärmeenergie und eingesetztem Strom: JAZ = Wärmemenge (kWh) / Strommenge (kWh). Dafür benötigen Sie einen Wärmemengenzähler und einen separaten Stromzähler für die Wärmepumpe. Lesen Sie beide Zähler nach exakt einem Jahr ab und teilen Sie die Werte.

Ab welcher JAZ lohnt sich eine Wärmepumpe finanziell?

Als Faustregel lohnt sich eine Wärmepumpe ab einer JAZ von 2,5 gegenüber einer Gasheizung – vorausgesetzt, Sie nutzen einen günstigen Wärmepumpenstromtarif. Je höher die JAZ, desto größer die Ersparnis. Bei einer JAZ von 3,5 und einem Strompreis von 30 Cent/kWh kostet die Kilowattstunde Wärme nur 8,6 Cent – deutlich weniger als bei Gas oder Öl.