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Kaufkraft

Die Gütermenge, die man mit einem Geldbetrag tatsächlich kaufen kann — sie sinkt bei Inflation, auch wenn der Betrag gleich bleibt.

Beispiel

10.000 Euro haben bei konstant 2,5 Prozent Inflation nach zehn Jahren nur noch eine Kaufkraft von 7.811,98 Euro in heutigen Preisen — ein Verlust von 21,88 Prozent.

Kaufkraft einfach erklärt

Kaufkraft beschreibt, was Geld wirklich wert ist: nicht die Zahl auf dem Konto, sondern die Menge an Waren und Dienstleistungen, die man dafür bekommt. Steigen die Preise, sinkt die Kaufkraft — derselbe Hunderter füllt den Einkaufswagen weniger voll als vor fünf Jahren.

Gemessen wird die Entwicklung über den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts, der die Preise eines repräsentativen Warenkorbs verfolgt. Aus seiner Veränderung ergibt sich die Inflationsrate — und aus ihr der Kaufkraftverlust: Realwert = Nominalbetrag geteilt durch (1 + Inflationsrate) hoch Jahre. Die Teuerung wirkt dabei wie ein Zinseszins mit umgekehrtem Vorzeichen.

Die Größenordnungen überraschen viele: Schon bei moderaten 2,5 Prozent Inflation verliert unverzinstes Geld in zehn Jahren gut ein Fünftel seiner Kaufkraft, in 28 Jahren die Hälfte. Deshalb ist die entscheidende Kennzahl für Sparer nicht der Nominalzins, sondern die Realrendite — die Differenz aus Zins und Inflationsrate.

Für Planungen gilt: Zielbeträge (Rente, Rücklagen) immer in heutiger Kaufkraft denken und mit dem Kaufkraftverlust-Rechner in nominale Zukunftswerte übersetzen — so bleibt die Vorsorge ehrlich.