Leasingfaktor
Das Verhältnis der monatlichen Leasingrate zum Bruttolistenpreis des Fahrzeugs in Prozent – je niedriger, desto günstiger.
BeispielEin Leasingfaktor unter 0,8 % gilt als gutes Angebot – bei 35.000 EUR Listenpreis wären das unter 280 EUR/Monat.
Leasingfaktor einfach erklärt
Der Leasingfaktor ist eine Kennzahl, mit der sich Leasingangebote verschiedener Fahrzeuge schnell und objektiv vergleichen lassen. Er ergibt sich aus der monatlichen Leasingrate geteilt durch den Bruttolistenpreis des Fahrzeugs, multipliziert mit 100. Das Ergebnis ist ein Prozentwert – je niedriger dieser ausfällt, desto günstiger ist das Leasingangebot im Verhältnis zum Fahrzeugwert.
Die Berechnung ist denkbar einfach: Leasingfaktor = (monatliche Rate ÷ Bruttolistenpreis) × 100. Bei einer Rate von 250 EUR und einem Listenpreis von 40.000 EUR ergibt sich ein Faktor von 0,625 %. Werte unter 0,8 % gelten allgemein als gut, unter 0,6 % als sehr gut. Allerdings sollte man beachten, ob eine Sonderzahlung vereinbart wurde, die den Faktor künstlich senkt.
Beim Vergleich von Leasingangeboten ist der Leasingfaktor besonders nützlich, weil er unterschiedliche Fahrzeugpreise und Raten auf einen gemeinsamen Nenner bringt. Achten Sie jedoch darauf, den Gesamtleasingfaktor zu betrachten, der auch eventuelle Sonderzahlungen einrechnet. Außerdem spielen Laufzeit, Kilometerleistung und Ausstattung eine Rolle – ein niedriger Faktor ist nur dann aussagekräftig, wenn die Rahmenbedingungen zu Ihrem Bedarf passen.
Häufige Fragen zum Leasingfaktor
Was ist ein guter Leasingfaktor?▼
Ein Leasingfaktor unter 0,8 % gilt als gutes Angebot, unter 0,6 % als sehr gut. Werte über 1,0 % deuten auf ein teures Angebot hin. Beachten Sie, dass der Faktor ohne Sonderzahlung berechnet werden sollte, um verschiedene Angebote fair zu vergleichen.
Wie berechne ich den Leasingfaktor selbst?▼
Teilen Sie die monatliche Leasingrate durch den Bruttolistenpreis (UVP) des Fahrzeugs und multiplizieren Sie mit 100. Beispiel: 320 EUR Rate ÷ 45.000 EUR Listenpreis × 100 = 0,71 %. Falls eine Sonderzahlung vereinbart ist, teilen Sie diese durch die Laufzeit in Monaten und addieren Sie den Betrag zur monatlichen Rate.
Warum verfälscht eine Sonderzahlung den Leasingfaktor?▼
Eine Sonderzahlung senkt die monatliche Rate und damit den einfachen Leasingfaktor, obwohl die Gesamtkosten nicht unbedingt niedriger sind. Um fair zu vergleichen, sollte man den Gesamtleasingfaktor berechnen: (Rate + Sonderzahlung ÷ Laufzeit in Monaten) ÷ Listenpreis × 100.
Unterscheidet sich der Leasingfaktor bei Privat- und Gewerbeleasing?▼
Ja. Beim Gewerbeleasing wird oft der Nettolistenpreis als Basis verwendet, beim Privatleasing der Bruttolistenpreis inklusive Mehrwertsteuer. Achten Sie beim Vergleich immer darauf, welche Preisbasis herangezogen wird, da sonst die Faktoren nicht vergleichbar sind.
Welche Faktoren beeinflussen den Leasingfaktor?▼
Der Leasingfaktor wird durch den Restwert des Fahrzeugs, die Laufzeit, die vereinbarte Kilometerlaufleistung und den aktuellen Zinssatz bestimmt. Fahrzeuge mit hohem Restwert (z. B. beliebte Modelle mit geringem Wertverlust) erzielen in der Regel niedrigere Leasingfaktoren.