Leasingrate
Die monatliche Zahlung für ein geleastes Fahrzeug, abhängig von Listenpreis, Laufzeit und Restwert.
BeispielBei einem Listenpreis von 35.000 EUR und einem Leasingfaktor von 0,8 % beträgt die monatliche Rate 280 EUR.
Leasingrate einfach erklärt
Die Leasingrate ist der monatliche Betrag, den Sie während der Laufzeit eines Leasingvertrags an die Leasinggesellschaft zahlen. Anders als beim Kauf erwerben Sie kein Eigentum am Fahrzeug, sondern bezahlen im Wesentlichen den Wertverlust während der Nutzungsdauer zuzüglich Zinsen und einer Marge des Leasinggebers. Die Rate wird bei Vertragsabschluss festgelegt und bleibt über die gesamte Laufzeit konstant.
Die Höhe der Leasingrate wird von mehreren Faktoren bestimmt: dem Bruttolistenpreis des Fahrzeugs, dem kalkulierten Restwert am Ende der Laufzeit, der Vertragsdauer, der vereinbarten Kilometerlaufleistung und dem internen Zinssatz der Leasinggesellschaft. Ein Fahrzeug mit hohem Restwert – also geringem Wertverlust – führt zu niedrigeren Raten, weil die Differenz zwischen Anschaffungspreis und Restwert geringer ausfällt.
Bei der Verhandlung Ihrer Leasingrate lohnt es sich, mehrere Angebote einzuholen und den Leasingfaktor als Vergleichskennzahl zu nutzen. Achten Sie zudem auf versteckte Kosten wie Überführung, Zulassung und GAP-Versicherung. Eine Sonderzahlung kann die monatliche Rate senken, erhöht aber das Gesamtrisiko bei Totalschaden oder Diebstahl. Prüfen Sie auch, ob die vereinbarte Kilometerleistung realistisch ist – Mehrkilometer kosten bei Rückgabe oft 5 bis 15 Cent pro Kilometer extra.
Häufige Fragen zur Leasingrate
Wie setzt sich die Leasingrate zusammen?▼
Die Leasingrate deckt hauptsächlich den Wertverlust des Fahrzeugs während der Vertragslaufzeit ab. Dazu kommen Zinskosten (der interne Leasingzins) und eine Gewinnmarge der Leasinggesellschaft. Optional können Kosten für Wartung, Versicherung oder Reifenservice in die Rate eingerechnet werden (Full-Service-Leasing).
Kann ich die Leasingrate verhandeln?▼
Ja, Verhandlungsspielraum besteht vor allem beim Fahrzeugpreis (Hauspreis des Händlers), der als Berechnungsgrundlage dient. Ein niedrigerer Kaufpreis führt direkt zu einer niedrigeren Rate. Vergleichen Sie Angebote verschiedener Händler und nutzen Sie Aktionsangebote der Hersteller, die oft subventionierte Konditionen bieten.
Lohnt sich eine Sonderzahlung beim Leasing?▼
Eine Sonderzahlung senkt die monatliche Rate, birgt aber Risiken: Bei einem Totalschaden oder Diebstahl erstattet die Versicherung nur den Zeitwert, nicht die geleistete Sonderzahlung. Ohne GAP-Versicherung kann ein finanzieller Verlust entstehen. Gewerbetreibende können die Sonderzahlung allerdings steuerlich sofort absetzen.
Was passiert bei Mehrkilometern am Vertragsende?▼
Beim Kilometerleasing zahlen Sie für jeden Kilometer über der vereinbarten Laufleistung eine Nachzahlung – üblicherweise 5 bis 15 Cent pro Mehrkilometer. Umgekehrt erhalten Sie bei Minderkilometern oft eine anteilige Rückerstattung, allerdings zu einem geringeren Cent-Betrag pro Kilometer.
Ist Leasing günstiger als Finanzierung?▼
Das lässt sich pauschal nicht sagen. Die Leasingrate ist oft niedriger als eine Finanzierungsrate, dafür gehört Ihnen das Fahrzeug am Ende nicht. Für Privatpersonen, die ihr Auto lange fahren möchten, ist eine Finanzierung meist günstiger. Für Gewerbetreibende kann Leasing durch die steuerliche Absetzbarkeit und die Planbarkeit attraktiver sein.