mAh
Die Milliamperestunde ist eine Einheit für die Ladungsmenge eines Akkus, die erst zusammen mit der Spannung die gespeicherte Energie ergibt.
BeispielEine Powerbank mit 10.000 mAh bei 3,7 V speichert 10.000 × 3,7 / 1.000 = 37 Wh.
Milliamperestunde: Ladung, nicht Energie
Die Milliamperestunde (mAh) gibt an, wie viel elektrische Ladung ein Akku aufnehmen und wieder abgeben kann. 1.000 mAh bedeuten, dass der Akku eine Stunde lang einen Strom von 1.000 Milliampere, also 1 Ampere, liefern kann, oder zwei Stunden lang 500 Milliampere. Sie finden die Angabe auf Smartphone-Akkus, Powerbanks, Akkus für Kopfhörer und Werkzeuge.
Was mAh nicht verrät, ist die gespeicherte Energie. Dafür braucht es zusätzlich die Spannung. Zwei Akkus mit gleicher mAh-Angabe, aber unterschiedlicher Spannung, speichern unterschiedlich viel Energie. Vergleichbar sind mAh-Werte deshalb nur bei gleicher Nennspannung.
Von mAh zu Wattstunden
Die Umrechnung ist einfach: Wh = mAh × V / 1.000. Eine Lithium-Ionen-Zelle hat eine Nennspannung von 3,6 bis 3,85 Volt, üblich sind 3,7 Volt. Eine Powerbank mit 10.000 mAh speichert damit 37 Wh, eine mit 20.000 mAh 74 Wh. Umgekehrt gilt mAh = Wh × 1.000 / V.
Hier liegt auch der Grund, warum eine Powerbank ein Smartphone seltener lädt, als die mAh-Zahlen vermuten lassen. Die Powerbank nennt ihre Kapazität bei Zellspannung, das Smartphone wird aber über USB mit 5 Volt oder mehr geladen. Dazu kommen Verluste im Spannungswandler, beim Laden und durch Wärme. Real kommen nur etwa 60 bis 70 Prozent der angegebenen Energie im Gerät an. Aus 37 Wh werden bei 65 Prozent rund 24 Wh. Ein Smartphone-Akku mit 4.000 mAh bei 3,85 V fasst 15,4 Wh und lässt sich damit gut eineinhalbmal laden.
Der mAh-Wh-Umrechner rechnet in beide Richtungen, schätzt die Zahl der Ladungen und ordnet den Akku auch nach den Regeln für die Mitnahme im Flugzeug ein. Dort zählen nämlich die Wattstunden: Bis 100 Wh sind Powerbanks ohne Genehmigung im Handgepäck erlaubt.
Warum Autoakkus in kWh angegeben werden
Bei großen Akkus wäre die mAh-Angabe unhandlich und wenig aussagekräftig. Elektroautos arbeiten mit Systemspannungen von mehreren Hundert Volt, und ihre Akkus speichern Energie im Bereich von Dutzenden Kilowattstunden. Ein Akku mit 60 kWh entspricht rund 1.600 Powerbanks mit je 37 Wh. Für die Ladedauer und die Kosten einer Ladung ist deshalb die Angabe in kWh maßgeblich. Wie lange ein E-Auto an Wallbox, Steckdose oder Schnelllader braucht, berechnet der Ladezeit-Rechner.
Häufige Fragen zur Milliamperestunde
Wie viele Wh hat eine Powerbank mit 20.000 mAh?▼
Bei der üblichen Zellspannung von 3,7 Volt sind es 20.000 × 3,7 / 1.000 = 74 Wh. Damit liegt sie unter der Grenze von 100 Wh für die Mitnahme im Handgepäck ohne Genehmigung.
Warum lädt meine Powerbank das Handy seltener als gedacht?▼
Die Powerbank gibt ihre Kapazität bei rund 3,7 Volt Zellspannung an, geladen wird aber über USB mit 5 Volt oder mehr. Mit Wandler-, Lade- und Wärmeverlusten kommen nur etwa 60 bis 70 Prozent der Energie im Gerät an.
Kann ich mAh-Werte verschiedener Akkus direkt vergleichen?▼
Nur wenn beide Akkus dieselbe Nennspannung haben. Für einen fairen Vergleich rechnen Sie mit Wh = mAh × V / 1.000 in Wattstunden um.