Nebenkosten
Zusätzliche Wohnkosten neben der Kaltmiete, etwa für Wasser, Müllabfuhr, Versicherungen und Grundsteuer.
BeispielNebenkosten liegen im Durchschnitt bei 2,50–3,50 EUR pro m² monatlich, also 175–245 EUR bei 70 m².
Nebenkosten einfach erklärt
Nebenkosten – oft als „zweite Miete" bezeichnet – umfassen alle zusätzlichen Kosten, die neben der Kaltmiete für eine Mietwohnung anfallen. Dazu gehören unter anderem Heizung, Wasser, Abwasser, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Gebäudeversicherung, Grundsteuer, Hausmeisterservice, Treppenhausreinigung und Aufzugwartung. In der Betriebskostenverordnung (BetrKV) sind insgesamt 17 umlagefähige Kostenarten aufgelistet, die der Vermieter auf den Mieter umlegen darf.
Der Deutsche Mieterbund beziffert die durchschnittlichen Nebenkosten auf etwa 2,50 bis 3,50 EUR pro Quadratmeter und Monat. Bei einer 70-m²-Wohnung ergibt das rund 175 bis 245 EUR monatlich, bei einer 100-m²-Wohnung bereits 250 bis 350 EUR. Der größte Einzelposten sind in der Regel die Heizkosten, die je nach Energieträger, Gebäudezustand und Heizverhalten stark schwanken können.
Mieter sollten ihre jährliche Nebenkostenabrechnung sorgfältig prüfen – Studien zeigen, dass rund jede zweite Abrechnung fehlerhaft ist. Der Vermieter muss die Abrechnung spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums vorlegen, andernfalls verfällt sein Nachforderungsanspruch. Mieter haben das Recht auf Belegeinsicht und können bei Unstimmigkeiten innerhalb von 12 Monaten Einspruch erheben. Energetische Sanierung, bewusstes Heizen und Wassersparen können die Nebenkosten langfristig deutlich senken.
Häufige Fragen zu Nebenkosten
Welche Nebenkosten darf der Vermieter umlegen?▼
Laut Betriebskostenverordnung dürfen 17 Kostenarten umgelegt werden, darunter Grundsteuer, Wasser und Abwasser, Heizung, Warmwasser, Aufzug, Straßenreinigung, Müllabfuhr, Gebäudereinigung, Gartenpflege, Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Versicherungen, Hauswart, Gemeinschaftsantenne, Waschküche und sonstige Betriebskosten (wenn vertraglich vereinbart).
Wie hoch sind durchschnittliche Nebenkosten pro Quadratmeter?▼
Im bundesweiten Durchschnitt liegen die Nebenkosten bei etwa 2,50 bis 3,50 EUR pro Quadratmeter und Monat. In Großstädten und bei unsanierten Altbauten können sie auch höher ausfallen. Die Heizkosten machen den größten Anteil aus und variieren stark je nach Energieträger und Gebäudeeffizienz.
Wie prüfe ich meine Nebenkostenabrechnung?▼
Prüfen Sie zunächst, ob der Abrechnungszeitraum korrekt ist und die Abrechnung fristgerecht vorliegt. Kontrollieren Sie dann die einzelnen Kostenarten auf Plausibilität und vergleichen Sie mit dem Vorjahr. Achten Sie auf den korrekten Verteilerschlüssel (nach Fläche, Verbrauch oder Personenzahl) und nutzen Sie Ihr Recht auf Belegeinsicht beim Vermieter.
Was ist der Unterschied zwischen Kaltmiete und Warmmiete?▼
Die Kaltmiete (auch Nettomiete) ist die reine Miete für die Nutzung der Wohnung ohne Nebenkosten. Die Warmmiete (Bruttomiete) umfasst die Kaltmiete plus die monatlichen Vorauszahlungen für Betriebs- und Heizkosten. Die Warmmiete entspricht dem Betrag, den Sie tatsächlich jeden Monat überweisen.
Wie kann ich Nebenkosten sparen?▼
Den größten Hebel bietet das Heizen: Senken Sie die Raumtemperatur um 1 °C, spart das rund 6 Prozent Heizkosten. Stoßlüften statt Kipplüften, Sparduschköpfe, LED-Beleuchtung und das Abstellen von Stand-by-Geräten tragen ebenfalls bei. Prüfen Sie zudem, ob Ihr Vermieter die Kosten korrekt abrechnet – fehlerhafte Umlagen sind häufig.