Rendite
Der prozentuale Ertrag einer Geldanlage bezogen auf das eingesetzte Kapital.
BeispielWer 1.000 EUR investiert und nach einem Jahr 1.080 EUR erhält, erzielt eine Rendite von 8 %.
Rendite einfach erklärt
Die Rendite ist die zentrale Kennzahl für den Erfolg einer Geldanlage. Sie gibt an, wie viel Prozent Gewinn oder Verlust eine Investition bezogen auf das eingesetzte Kapital innerhalb eines bestimmten Zeitraums erwirtschaftet hat. Je höher die Rendite, desto profitabler ist die Anlage. Dabei ist zu beachten, dass höhere Renditen in der Regel auch mit höheren Risiken einhergehen.
Bei der Renditeberechnung wird zwischen Bruttorendite und Nettorendite unterschieden. Die Bruttorendite berücksichtigt nur den reinen Ertrag ohne Abzüge. Die Nettorendite zieht hingegen Kosten wie Depotgebühren, Transaktionskosten und Steuern ab. Besonders die Abgeltungssteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer kann die Rendite deutlich schmälern. Auch die Inflation sollte berücksichtigt werden: Die reale Rendite ergibt sich aus der nominalen Rendite abzüglich der Inflationsrate.
Für Anleger ist es entscheidend, Renditen verschiedener Anlageformen vergleichbar zu machen. Dafür wird häufig die annualisierte Rendite verwendet, die den Ertrag auf ein Jahr normiert. Bei mehrjährigen Anlagen kommt der Zinseszinseffekt zum Tragen, sodass die durchschnittliche jährliche Rendite nicht einfach durch Division berechnet werden kann, sondern geometrisch ermittelt werden muss. Ein Renditerechner hilft, verschiedene Szenarien transparent zu vergleichen.
Häufige Fragen zur Rendite
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettorendite?▼
Die Bruttorendite ist der reine Ertrag einer Anlage ohne Abzüge. Die Nettorendite berücksichtigt alle Kosten wie Depotgebühren, Transaktionskosten und Steuern. Für die tatsächliche Bewertung einer Anlage ist immer die Nettorendite ausschlaggebend.
Was bedeutet reale Rendite?▼
Die reale Rendite ist die nominale Rendite abzüglich der Inflationsrate. Sie zeigt den tatsächlichen Kaufkraftgewinn einer Anlage. Bei 5 % nominaler Rendite und 2 % Inflation beträgt die reale Rendite etwa 3 %. Nur die reale Rendite zeigt, ob Ihr Vermögen tatsächlich wächst.
Wie berechnet man die jährliche Rendite bei mehrjährigen Anlagen?▼
Die annualisierte Rendite wird geometrisch berechnet: Jahresrendite = (Endwert / Anfangswert)^(1/Jahre) - 1. Beispiel: Aus 10.000 EUR werden in 5 Jahren 13.000 EUR. Die jährliche Rendite beträgt (13.000/10.000)^(1/5) - 1 = ca. 5,4 % pro Jahr.
Welche Rendite ist realistisch bei verschiedenen Anlageformen?▼
Tagesgeld bietet aktuell etwa 2 bis 3 % Rendite, Festgeld 3 bis 4 %. Breit gestreute Aktien-ETFs erzielen historisch im Schnitt 7 bis 9 % pro Jahr vor Inflation, allerdings mit erheblichen Schwankungen. Immobilien liegen je nach Standort bei 3 bis 6 % Gesamtrendite.
Warum bedeutet höhere Rendite auch höheres Risiko?▼
Anleger erwarten für höheres Risiko eine Entschädigung in Form höherer Rendite (Risikoprämie). Sichere Anlagen wie Staatsanleihen bieten wenig Rendite, da das Ausfallrisiko gering ist. Aktien oder Kryptowährungen können höhere Renditen bringen, aber auch zu Verlusten führen.