Restwert
Der geschätzte Wert eines Fahrzeugs am Ende der Leasinglaufzeit oder nach einer bestimmten Nutzungsdauer.
BeispielEin Neuwagen für 35.000 EUR hat nach 3 Jahren oft noch einen Restwert von 50–60 %, also 17.500–21.000 EUR.
Restwert einfach erklärt
Der Restwert bezeichnet den geschätzten Wert eines Wirtschaftsguts nach einer bestimmten Nutzungsdauer. Im Alltag begegnet der Begriff vor allem bei Fahrzeugen und Leasingverträgen. Beim Leasing wird der Restwert zu Vertragsbeginn festgelegt und bestimmt die Höhe der monatlichen Raten: Je höher der kalkulierte Restwert, desto niedriger die Leasingrate, aber desto höher das Risiko einer Nachzahlung bei Vertragsende.
Bei Fahrzeugen spricht man auch vom Wertverlust, der die Differenz zwischen Neupreis und Restwert darstellt. Der größte Wertverlust tritt in den ersten drei Jahren auf: Neuwagen verlieren im ersten Jahr häufig 20 bis 30 Prozent ihres Werts. Nach drei Jahren liegt der Restwert typischerweise bei 50 bis 60 Prozent des Neupreises. Marke, Modell, Laufleistung, Zustand und Ausstattung beeinflussen den Restwert maßgeblich. Premium-Marken und beliebte SUV-Modelle halten ihren Wert in der Regel besser.
In der Buchhaltung spielt der Restwert bei der Abschreibung eine Rolle. Er gibt den Wert an, den ein Vermögensgegenstand am Ende seiner betrieblichen Nutzungsdauer voraussichtlich noch hat. Die Differenz zwischen Anschaffungskosten und Restwert wird über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Elektrofahrzeugen hat sich die Restwertentwicklung in den letzten Jahren stark verändert, da technologische Fortschritte bei Batterien ältere Modelle schneller entwerten können.
Häufige Fragen zum Restwert
Was passiert, wenn der tatsächliche Wert unter dem Restwert liegt?▼
Bei Restwert-Leasingverträgen müssen Sie die Differenz zwischen kalkuliertem Restwert und tatsächlichem Marktwert bei Rückgabe ausgleichen. Ist das Fahrzeug weniger wert als der vereinbarte Restwert, droht eine Nachzahlung. Bei Kilometerleasing entfällt dieses Risiko.
Welche Autos haben den besten Restwert?▼
Fahrzeuge mit hoher Nachfrage auf dem Gebrauchtwagenmarkt halten ihren Wert am besten. Dazu zählen beliebte SUV-Modelle, Fahrzeuge von Premium-Marken wie Porsche oder Land Rover sowie Modelle mit sparsamen Antrieben. Auch seltene Ausstattungsvarianten und niedrige Laufleistung stützen den Restwert.
Wie wird der Restwert beim Leasing berechnet?▼
Der Restwert wird anhand von Erfahrungswerten, Marktprognosen und der geplanten Laufleistung kalkuliert. Die Leasingrate ergibt sich vereinfacht aus: (Neupreis - Restwert + Zinsen) / Laufzeit in Monaten. Ein niedrig angesetzter Restwert erhöht die Monatsrate, schützt aber vor Nachzahlungen.
Wie unterscheiden sich Restwert- und Kilometerleasing?▼
Beim Restwertleasing tragen Sie das Risiko, falls das Fahrzeug bei Rückgabe weniger wert ist als kalkuliert. Beim Kilometerleasing zahlen Sie nur für die tatsächlich gefahrenen Kilometer und tragen kein Restwertrisiko. Kilometerleasing ist für Privatpersonen daher meist die sicherere Variante.
Haben Elektroautos einen schlechteren Restwert?▼
Der Restwert von Elektroautos war anfangs niedriger als bei Verbrennern, verbessert sich aber zunehmend. Entscheidend ist die Batterielebensdauer und die Reichweite im Vergleich zu neueren Modellen. Fahrzeuge mit großer Reichweite und guter Ladeinfrastruktur-Unterstützung halten ihren Wert besser.