Schadenfreiheitsklasse
Die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) gibt an, wie viele Jahre ein Fahrer unfallfrei gefahren ist. Sie bestimmt den Beitragssatz in der Kfz-Versicherung – je höher die SF-Klasse, desto günstiger der Beitrag.
BeispielIn SF-Klasse 1 zahlt man rund 100 % des Grundbeitrags, in SF-Klasse 25 oft nur noch etwa 20 % – bei 1.000 EUR Grundbeitrag also nur 200 EUR statt 1.000 EUR.
Schadenfreiheitsklasse einfach erklärt
Die Schadenfreiheitsklasse, kurz SF-Klasse, ist das zentrale Bonus-System der Kfz-Versicherung. Sie spiegelt wider, wie viele Jahre ein Fahrer ohne Schaden gefahren ist. Mit jedem unfallfreien Jahr steigt man eine Stufe nach oben – von SF 0 oder SF ½ als Einsteiger bis hinauf zu SF 35 und mehr. Je höher die Klasse, desto niedriger ist der sogenannte Schadenfreiheitsrabatt-Prozentsatz und damit der Beitrag.
Der Effekt ist erheblich: Während Fahranfänger in niedrigen Klassen oft 100 % oder mehr des Grundbeitrags zahlen, sinkt der Satz mit den Jahren auf 20 % bis 30 %. Bei einem Grundbeitrag von 1.000 EUR bedeutet das eine Ersparnis von mehreren Hundert Euro pro Jahr. Die Schadenfreiheitsklasse ist personen- und nicht fahrzeugbezogen und kann beim Versicherungswechsel mitgenommen werden.
Kommt es zu einem selbst verschuldeten Schaden, erfolgt eine Rückstufung – man rutscht meist mehrere Klassen nach unten und zahlt dann wieder einen höheren Beitrag. Deshalb lohnt es sich, kleine Schäden gegebenenfalls selbst zu zahlen. Mit unserem Autoversicherung-Selbstbehalt-Rechner können Sie abwägen, wann sich eine Schadenmeldung trotz Rückstufung lohnt.
Häufige Fragen zu Schadenfreiheitsklasse
Was ist die Schadenfreiheitsklasse? ▼
Die Schadenfreiheitsklasse gibt an, wie viele Jahre ein Fahrer unfallfrei gefahren ist. Sie bestimmt über den Schadenfreiheitsrabatt, wie viel Prozent des Grundbeitrags man in der Kfz-Versicherung zahlt. Je höher die SF-Klasse, desto günstiger wird der Beitrag.
Wie steigt man in eine höhere SF-Klasse auf? ▼
Für jedes schadenfreie Kalenderjahr rückt man eine SF-Klasse nach oben. Wer das ganze Jahr ohne gemeldeten Schaden fährt, profitiert im Folgejahr von einem niedrigeren Beitragssatz. So sinkt der Beitrag mit den Jahren immer weiter.
Was passiert bei einem Schaden mit der SF-Klasse? ▼
Bei einem selbst verschuldeten Schaden wird man zurückgestuft und fällt meist mehrere SF-Klassen nach unten. Dadurch steigt der Beitragssatz und damit der Jahresbeitrag, oft über mehrere Jahre hinweg. Nur Schäden in der Vollkasko und Haftpflicht führen zur Rückstufung.
Kann man die SF-Klasse beim Versicherungswechsel mitnehmen? ▼
Ja, die Schadenfreiheitsklasse ist personengebunden und wird beim Wechsel des Versicherers übertragen. Der bisherige Anbieter meldet die SF-Klasse an den neuen. So bleibt der über Jahre erarbeitete Rabatt erhalten.
Hat die SF-Klasse Einfluss auf die Kfz-Steuer? ▼
Nein, die Kfz-Steuer richtet sich nach Hubraum und CO2-Ausstoß des Fahrzeugs, nicht nach der Schadenfreiheitsklasse. Die SF-Klasse beeinflusst ausschließlich den Beitrag zur Kfz-Versicherung. Für die Gesamtkosten eines Autos sind aber beide Posten relevant.