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Selbstbehalt

Der Selbstbehalt ist der vereinbarte Eigenanteil, den ein Versicherter im Schadenfall selbst trägt – vor allem in der Kfz-Kaskoversicherung. Ein höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag, erhöht aber die Eigenkosten je Schaden.

Beispiel

Bei einem Vollkaskoschaden von 2.000 EUR und 500 EUR Selbstbehalt zahlt die Versicherung 1.500 EUR, die restlichen 500 EUR trägt der Versicherte selbst.

Selbstbehalt einfach erklärt

Der Selbstbehalt – oft auch Selbstbeteiligung genannt – ist der Betrag, den ein Versicherter im Schadenfall aus eigener Tasche zahlt, bevor die Versicherung den Rest übernimmt. Am bekanntesten ist der Selbstbehalt in der Kfz-Kaskoversicherung: Übliche Beträge liegen bei 150 EUR in der Teilkasko und 300 EUR oder 500 EUR in der Vollkasko. Tritt ein Schaden ein, zieht die Versicherung diesen Eigenanteil von der Erstattung ab.

Der Selbstbehalt ist ein direkter Hebel auf den Versicherungsbeitrag. Wer einen höheren Eigenanteil akzeptiert, signalisiert der Versicherung, dass er kleine Schäden selbst trägt – und wird mit einem niedrigeren Beitrag belohnt. Der Wechsel von 150 EUR auf 500 EUR Selbstbehalt kann den Jahresbeitrag um 20 % oder mehr senken. Im Gegenzug zahlt man bei jedem Schaden entsprechend mehr selbst.

Die richtige Höhe hängt vom eigenen Fahrverhalten und der finanziellen Lage ab. Wer selten Schäden hat und einen Notgroschen zur Verfügung hat, fährt mit einem hohen Selbstbehalt meist günstiger. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt einen niedrigeren Eigenanteil. Mit unserem Autoversicherung-Selbstbehalt-Rechner finden Sie heraus, welcher Selbstbehalt sich für Ihre Situation rechnet.

Häufige Fragen zu Selbstbehalt

Was bedeutet Selbstbehalt bei der Kfz-Versicherung?

Der Selbstbehalt ist der Anteil eines Kaskoschadens, den der Versicherte selbst zahlt. Bei einem Schaden von 2.000 EUR und 500 EUR Selbstbehalt erstattet die Versicherung 1.500 EUR, die übrigen 500 EUR trägt der Fahrzeughalter. Er gilt pro Schadenfall.

Welcher Selbstbehalt ist sinnvoll?

Bewährt haben sich 150 EUR in der Teilkasko und 300 EUR in der Vollkasko. Wer selten Schäden hat und die Eigenkosten problemlos stemmen kann, profitiert von einem höheren Selbstbehalt durch den niedrigeren Beitrag. Entscheidend ist das individuelle Verhältnis von Beitragsersparnis und Schadenrisiko.

Wie stark senkt ein höherer Selbstbehalt den Beitrag?

Je nach Versicherer und Tarif kann ein höherer Selbstbehalt den Jahresbeitrag deutlich senken. Der Wechsel von 150 EUR auf 500 EUR Selbstbehalt bringt oft 20 % oder mehr Ersparnis. Die genaue Höhe hängt vom Anbieter und vom Fahrzeug ab.

Gibt es Teilkasko und Vollkasko mit unterschiedlichem Selbstbehalt?

Ja, Teilkasko und Vollkasko haben in der Regel getrennte Selbstbehalte. Üblich sind 150 EUR in der Teilkasko und 300 EUR bis 500 EUR in der Vollkasko. Man kann beide Werte oft unabhängig voneinander wählen.

Lohnt sich ein Schaden unterhalb des Selbstbehalts zu melden?

Nein. Liegt der Schaden unter dem Selbstbehalt, zahlt die Versicherung ohnehin nichts. Zusätzlich würde eine Meldung in der Vollkasko die Schadenfreiheitsklasse zurückstufen. Kleine Schäden zahlt man daher meist besser selbst.