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Wärmepumpe

Ein Heizsystem, das Umgebungswärme aus Luft, Erde oder Wasser nutzt und mit Strom auf Heiztemperatur bringt.

Beispiel

Eine Wärmepumpe mit COP 4 erzeugt aus 1 kWh Strom ganze 4 kWh Heizwärme.

Wärmepumpe einfach erklärt

Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank: Sie entzieht der Umgebung (Luft, Erdreich oder Grundwasser) Wärme und hebt diese mithilfe von Strom auf ein höheres Temperaturniveau, um Gebäude zu heizen und Warmwasser zu bereiten. Der große Vorteil liegt in der Effizienz – aus einer Kilowattstunde Strom werden je nach Typ und Bedingungen drei bis fünf Kilowattstunden Wärme erzeugt.

Es gibt drei Haupttypen: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist am weitesten verbreitet und einfach zu installieren, da keine Erdbohrungen nötig sind. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) nutzt die konstante Temperatur des Erdreichs über Erdsonden oder Flächenkollektoren und arbeitet besonders effizient. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt Grundwasser als Wärmequelle und erreicht die höchste Effizienz, erfordert aber eine wasserrechtliche Genehmigung.

Die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe liegen 2026 je nach Typ zwischen 15.000 und 35.000 EUR inklusive Installation. Der Staat fördert den Einbau über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit Zuschüssen von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten. Im laufenden Betrieb sind Wärmepumpen durch die hohe Effizienz deutlich günstiger als Gas- oder Ölheizungen, insbesondere in gut gedämmten Gebäuden mit Flächenheizungen wie Fußbodenheizung.

Häufige Fragen zur Wärmepumpe

Welche Wärmepumpe ist die beste für mein Haus?

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe eignet sich für die meisten Bestandsgebäude, da sie keinen großen Garten oder Erdbohrungen benötigt. Bei Neubauten mit Gartenfläche lohnt sich eine Sole-Wasser-Wärmepumpe wegen der höheren Effizienz. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist ideal, wenn Grundwasser in geeigneter Tiefe und Qualität vorhanden ist. Ein Energieberater kann die optimale Lösung für Ihre Situation ermitteln.

Was kostet eine Wärmepumpe im Betrieb?

Die jährlichen Stromkosten für eine Wärmepumpe in einem typischen Einfamilienhaus liegen bei 800 bis 1.500 EUR, abhängig von der Effizienz (COP/JAZ), dem Dämmstandard und dem Stromtarif. Zum Vergleich: Eine Gasheizung verursacht bei aktuellen Gaspreisen Kosten von 1.500 bis 2.500 EUR. Mit einem Wärmepumpen-Stromtarif oder einer eigenen PV-Anlage lassen sich die Kosten weiter senken.

Funktioniert eine Wärmepumpe auch im Altbau?

Ja, Wärmepumpen funktionieren auch im Altbau, sofern einige Voraussetzungen erfüllt sind. Ideal ist eine gute Dämmung und Flächenheizungen, aber auch mit Heizkörpern kann eine Wärmepumpe effizient arbeiten, wenn die Vorlauftemperatur unter 55 °C bleibt. Gegebenenfalls müssen einzelne Heizkörper gegen größere Modelle getauscht werden, um niedrigere Vorlauftemperaturen zu ermöglichen.

Welche Förderung gibt es für Wärmepumpen?

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet einen Grundzuschuss von 30 % der förderfähigen Kosten. Dazu kommen ein Klimageschwindigkeitsbonus von bis zu 20 % für den frühzeitigen Austausch fossiler Heizungen und ein Einkommensbonus von 30 % für Haushalte mit einem Einkommen unter 40.000 EUR. Insgesamt sind bis zu 70 % Förderung möglich, gedeckelt auf maximal 30.000 EUR förderfähige Kosten.

Was bedeutet COP und Jahresarbeitszahl bei der Wärmepumpe?

Der COP (Coefficient of Performance) gibt die Effizienz unter genormten Laborbedingungen an – ein COP von 4 bedeutet, aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist der reale Durchschnittswert über ein ganzes Jahr im tatsächlichen Betrieb und liegt typischerweise etwas unter dem COP. Eine gute JAZ liegt bei Luft-Wasser-Wärmepumpen bei 3 bis 4, bei Erdwärmepumpen bei 4 bis 5.