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Weihnachtsgeld

Weihnachtsgeld ist eine jährliche Sonderzahlung des Arbeitgebers, meist gegen Jahresende. Steuerlich gilt es als sonstiger Bezug und wird voll mit Lohnsteuer und Sozialabgaben belastet.

Beispiel

Von 2.000 Euro brutto Weihnachtsgeld bleiben je nach Steuerklasse und Beiträgen oft nur rund 1.100 bis 1.300 Euro netto übrig, weil der Betrag zusätzlich zum laufenden Lohn versteuert wird.

Weihnachtsgeld einfach erklärt

Weihnachtsgeld ist eine jährliche Sonderzahlung, die viele Arbeitnehmer zusätzlich zum normalen Gehalt erhalten, meist im November oder Dezember. Es gibt darauf keinen automatischen gesetzlichen Anspruch. Ob und in welcher Höhe Weihnachtsgeld gezahlt wird, ergibt sich aus Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag oder einer sogenannten betrieblichen Übung, also einer wiederholten freiwilligen Zahlung in der Vergangenheit.

Steuerlich zählt Weihnachtsgeld zu den sonstigen Bezügen. Anders als beim laufenden Monatslohn wird es als Einmalzahlung behandelt und in voller Höhe mit Lohnsteuer und in der Regel auch mit Sozialabgaben belastet. Weil die Sonderzahlung den Jahresverdienst erhöht, kann sie in einen höheren Steuerbereich rutschen. Das ist der Grund, warum vom Weihnachtsgeld oft spürbar weniger netto übrig bleibt, als der Bruttobetrag zunächst vermuten lässt.

Wie viel netto am Ende ankommt, hängt von Steuerklasse, bisherigem Jahreseinkommen, Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen ab. Wer realistisch planen möchte, sollte nicht vom Brutto ausgehen. Mit dem passenden Rechner lässt sich der Netto-Betrag für verschiedene Bruttobeträge und Steuerklassen unkompliziert abschätzen.

Häufige Fragen zu Weihnachtsgeld

Habe ich Anspruch auf Weihnachtsgeld?

Ein gesetzlicher Anspruch besteht nicht automatisch. Er kann sich aus Tarifvertrag, Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder betrieblicher Übung ergeben.

Warum bleibt vom Weihnachtsgeld so wenig netto übrig?

Weihnachtsgeld ist ein sonstiger Bezug und wird voll mit Lohnsteuer und Sozialabgaben belastet. Da es das Jahreseinkommen erhöht, fällt der Steuerabzug oft relativ hoch aus.

Sind auf Weihnachtsgeld Sozialabgaben fällig?

In der Regel ja, solange die Beitragsbemessungsgrenze nicht überschritten ist. Liegt das Einkommen darüber, fallen auf den übersteigenden Teil keine Beiträge mehr an.

Wann wird Weihnachtsgeld ausgezahlt?

Üblich ist eine Auszahlung mit der November- oder Dezemberabrechnung. Der genaue Zeitpunkt ergibt sich aus der jeweiligen vertraglichen oder tariflichen Regelung.

Hinweis: Dies ist eine vereinfachte Erklärung. Steuersätze, Grenzen und Regelungen können sich ändern.