Werktag
Werktage sind alle Tage von Montag bis Samstag, die kein gesetzlicher Feiertag sind. Arbeitstage umfassen dagegen nur die Tage, an denen tatsächlich gearbeitet wird.
BeispielDas Jahr 2026 hat bundesweit 304 Werktage, aber nur 254 Arbeitstage. Der Unterschied sind die Samstage, die als Werktag zählen, auch wenn an ihnen niemand arbeitet.
Werktag, Arbeitstag, Kalendertag
Im Alltag werden Werktag und Arbeitstag oft gleich verwendet, rechnerisch meinen sie aber verschiedene Zahlen. Das Bundesurlaubsgesetz legt in § 3 Absatz 2 fest, dass als Werktage alle Kalendertage gelten, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind. Der Samstag ist also ein Werktag, auch wenn in den meisten Büros an diesem Tag niemand arbeitet. Arbeitstage sind dagegen die Tage, an denen laut Arbeitsvertrag gearbeitet wird, bei der üblichen Fünf-Tage-Woche also Montag bis Freitag ohne Feiertage. Kalendertage schließlich sind schlicht alle Tage, einschließlich Wochenende und Feiertag.
Der Unterschied wird beim Urlaub sichtbar. Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage, gemeint sind vier Wochen bei einer Sechs-Tage-Woche. Wer fünf Tage pro Woche arbeitet, rechnet den Anspruch mit dem Faktor fünf Sechstel um: 24 Werktage entsprechen 20 Arbeitstagen, 30 Werktage entsprechen 25 Arbeitstagen. Die Urlaubsdauer bleibt gleich, nur die Zähleinheit ändert sich.
Wann der Samstag zählt und wann nicht
Bei Lieferzeiten und Zahlungszielen kann die Wahl der Einheit einen ganzen Tag ausmachen. Zehn Werktage ab dem 1. Oktober 2026 enden am 14. Oktober, zehn Arbeitstage erst am 15. Oktober, weil der Samstag als Werktag mitzählt, als Arbeitstag aber nicht. Der 3. Oktober 2026 fällt als Feiertag auf einen Samstag und zählt in keiner der beiden Varianten.
Bei gesetzlichen Fristen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch gilt eine eigene Regel. § 193 BGB bestimmt: Fällt das Ende einer Frist auf einen Samstag, einen Sonntag oder einen am Erklärungsort staatlich anerkannten Feiertag, endet sie erst mit dem Ablauf des nächsten Werktags. Für diese Verschiebung wird der Samstag also ausdrücklich wie ein freier Tag behandelt. Endet eine Frist am Samstag, dem 31. Oktober 2026, bleibt bis Montag, den 2. November, Zeit.
Weil Feiertage Ländersache sind, hängt die Zahl der Werktage auch vom Bundesland ab. Fronleichnam, Reformationstag oder Allerheiligen sind nur in einem Teil der Länder arbeitsfrei. Ein Feiertag am Samstag kostet einen Werktag, aber keinen Arbeitstag, so wie 2026 der Tag der Deutschen Einheit und der 2. Weihnachtstag.
Werktage mit Rechnern bestimmen
Der Arbeitstage-Rechner zählt für jeden Zeitraum die Arbeitstage von Montag bis Freitag und die Werktage von Montag bis Samstag und zieht die Feiertage Ihres Bundeslands ab. Wer sechs Tage pro Woche arbeitet, stellt die Arbeitstage pro Woche auf sechs, dann entsprechen die Arbeitstage den Werktagen.
Mit Datum addieren rechnen Sie von einem Stichtag aus eine bestimmte Zahl von Werktagen oder Arbeitstagen vorwärts oder rückwärts und erhalten das Enddatum mit Wochentag und Kalenderwoche.
Der Fristenrechner wendet die Regeln der §§ 187 bis 193 BGB an. Er lässt den Ereignistag nicht mitzählen, bestimmt das rechnerische Fristende und verschiebt es auf den nächsten Werktag, wenn es auf ein Wochenende oder einen Feiertag fällt.
Häufige Fragen zum Werktag
Ist der Samstag ein Werktag?▼
Ja, nach § 3 Absatz 2 Bundesurlaubsgesetz ist jeder Tag ein Werktag, der kein Sonntag und kein gesetzlicher Feiertag ist. Für das Fristende nach § 193 BGB wird der Samstag aber wie ein freier Tag behandelt.
Wie viele Werktage hat das Jahr 2026?▼
Bundesweit 304 Werktage von Montag bis Samstag und 254 Arbeitstage von Montag bis Freitag, jeweils ohne die gesetzlichen Feiertage. In Ländern mit zusätzlichen Feiertagen sind es weniger.
Wie rechne ich Urlaub von Werktagen in Arbeitstage um?▼
Bei einer Fünf-Tage-Woche multiplizieren Sie die Werktage mit fünf Sechsteln. 24 Werktage gesetzlicher Mindesturlaub entsprechen so 20 Arbeitstagen, 30 Werktage entsprechen 25 Arbeitstagen.