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Destatis 2025: Erwachsene in Deutschland wiegen im Schnitt 78,3 Kilo - 53,4 Prozent gelten als übergewichtig

Das Statistische Bundesamt meldet für 2025 durchschnittlich 1,73 Meter Körpergröße und 78,3 Kilo Gewicht bei Erwachsenen. Nach WHO-Grenzwerten galten 53,4 Prozent als übergewichtig und 17,9 Prozent als adipös.

RE
Redaktion
4. Juni 2026
Destatis 2025: Erwachsene in Deutschland wiegen im Schnitt 78,3 Kilo - 53,4 Prozent gelten als übergewichtig

Erwachsene in Deutschland sind laut Destatis im Jahr 2025 im Schnitt 1,73 Meter groß und 78,3 Kilo schwer. Nach denselben Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 galten 53,4 Prozent der Erwachsenen als übergewichtig und 17,9 Prozent als adipös. Für den Alltag ist das mehr als eine Statistik: Die Zahlen zeigen, wie nah viele Menschen an den bekannten BMI-Grenzen liegen oder bereits darüber.

Wichtig dabei: Die WHO stuft Erwachsene mit einem BMI ab 25 als übergewichtig und ab 30 als adipös ein. Rein rechnerisch ergeben die beiden von Destatis veröffentlichten Durchschnittswerte zusammen einen BMI von rund 26,2. Das ist keine offizielle Durchschnitts-BMI-Zahl, sondern eine Ableitung aus den gemeldeten Mittelwerten für Größe und Gewicht.

Was die offiziellen Zahlen genau zeigen

Das Statistische Bundesamt nennt für Erwachsene ab 18 Jahren nach Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 diese Kerndaten:

  • Durchschnittliche Körpergröße: 1,73 Meter
  • Durchschnittliches Gewicht: 78,3 Kilo
  • Übergewichtig nach BMI über 25: 53,4 Prozent
  • Adipös nach BMI über 30: 17,9 Prozent

Zusätzlich nennt Destatis weitere alltagsnahe Unterschiede:

  • Frauen waren im Schnitt 1,66 Meter groß
  • Männer waren im Schnitt 1,79 Meter groß
  • Frauen waren laut Destatis im Schnitt 13 Zentimeter kleiner und 16,8 Kilo leichter als Männer
  • Am schwersten war die Altersgruppe 50 bis 59 Jahre mit durchschnittlich 81,3 Kilo
  • Am leichtesten waren 18- bis 24-Jährige mit durchschnittlich 72,5 Kilo

Warum das für Verbraucher relevant ist

1. Die Grenze zu “übergewichtig” ist oft schneller erreicht als gedacht

Die WHO setzt die Schwelle für Übergewicht bei Erwachsenen bei einem BMI von 25. Viele Menschen schätzen ihr Gewicht eher nach Gefühl ein. Die neuen Destatis-Zahlen zeigen aber, dass die offizielle Grenze statistisch sehr präsent ist.

Wenn Sie Ihre eigenen Werte prüfen möchten, hilft unser BMI-Rechner. Die Grundlagen dazu erklären wir auch im Glossar beim Begriff BMI.

2. Durchschnittswerte sind kein Urteil über den Einzelfall

Ein BMI ist nur eine grobe Kennzahl. Er sagt nichts darüber aus, wie viel Muskelmasse jemand hat oder wie das Gewicht verteilt ist. Genau deshalb sollte niemand aus einer allgemeinen Zahl wie 78,3 Kilo direkt auf die eigene Gesundheit schließen.

Gerade bei sportlichen Menschen, älteren Erwachsenen oder bei starken Gewichtsschwankungen im Alltag lohnt sich immer der Blick auf die eigene Körpergröße und das eigene Gewicht statt auf den Landesdurchschnitt.

3. Männer und mittlere Altersgruppen liegen laut Destatis häufiger höher

Destatis meldet, dass 62,6 Prozent der Männer im Jahr 2025 einen BMI über 25 hatten. Bei den Frauen waren es 43,8 Prozent. Außerdem lag das höchste Durchschnittsgewicht bei den 50- bis 59-Jährigen.

Für viele Haushalte ist das ein praktischer Hinweis: Wer seit Jahren mit ähnlichen Gewohnheiten lebt, sollte Veränderungen bei Gewicht, Bewegung oder Ernährung nicht nur nach Bauchgefühl beurteilen.

4. Die Daten haben methodische Grenzen

Destatis weist ausdrücklich darauf hin, dass die Angaben auf Selbstauskünften beruhen. Nur 51 Prozent der Befragten machten Angaben zu Größe und Gewicht. Außerdem handelt es sich um Erstergebnisse des Mikrozensus 2025.

Die Zahlen sind damit sehr nützlich für den Überblick, ersetzen aber keine medizinische Diagnose und auch keine individuelle Beratung.

Was Sie jetzt konkret mit den Zahlen anfangen können

Aus den offiziellen Angaben ergeben sich vier einfache Schritte:

  1. Eigene Größe und eigenes Gewicht einmal aktuell notieren statt mit alten Werten zu rechnen.
  2. Den eigenen BMI prüfen, wenn Sie Ihre Einordnung grob nachvollziehen möchten.
  3. Nicht nur auf Kilos schauen, sondern Veränderungen über mehrere Monate beobachten.
  4. Durchschnittswerte als Orientierung nutzen, aber nicht als Urteil über die eigene Gesundheit missverstehen.

Auf rechnerportal.net hilft dafür vor allem der BMI-Rechner. Wenn Sie nur eine schnelle Verhältnisrechnung brauchen, können auch der Prozentrechner und unser Glossarbeitrag zu BMI nützlich sein.

Unsere Einordnung

Die Destatis-Zahlen sind kein Fitnesstrend und keine medizinische Empfehlung. Sie zeigen aber sehr klar, dass Übergewicht in Deutschland statistisch die Regel für viele Erwachsene geworden ist. Für Verbraucher ist die wichtigste Konsequenz deshalb schlicht: Die eigene Einordnung sollte nicht geschätzt, sondern nachgerechnet werden.

Gerade weil der BMI nur eine grobe Kennzahl ist, hilft er am meisten als nüchterner Startpunkt und nicht als Endurteil.

Quellen

Häufige Fragen zu den Destatis-Zahlen zu Größe, Gewicht und BMI

Wie groß und schwer sind Erwachsene in Deutschland laut Destatis im Schnitt?

Nach Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 sind Erwachsene in Deutschland im Schnitt 1,73 Meter groß und 78,3 Kilo schwer.

Wie viele Erwachsene gelten laut Destatis als übergewichtig?

Destatis nennt für 2025 einen Anteil von 53,4 Prozent der Erwachsenen mit einem BMI über 25. Als adipös galten 17,9 Prozent.

Ab welchem BMI gilt man laut WHO als übergewichtig?

Die WHO definiert Erwachsene mit einem BMI ab 25 als übergewichtig. Ab einem BMI von 30 gilt man als adipös.

Ist der aus Größe und Gewicht berechnete Wert 26,2 ein offizieller Durchschnitts-BMI?

Nein. Der Wert 26,2 ist nur eine rechnerische Ableitung aus den veröffentlichten Durchschnittswerten 1,73 Meter und 78,3 Kilo. Destatis veröffentlicht in der Meldung keinen offiziellen Durchschnitts-BMI.

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