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Destatis-Preismonitor: Heizöl im April 2026 um 186,5 Prozent über dem 2020er-Durchschnitt

Der Destatis-Preismonitor zeigt für April 2026 ein sehr hohes Preisniveau bei Energie: leichtes Heizöl liegt 186,5 Prozent, Erdgas 82,7 Prozent und Strom 18,9 Prozent über dem Jahresdurchschnitt 2020. Was Haushalte daraus praktisch ableiten können.

RE
Redaktion
28. Mai 2026
Destatis-Preismonitor: Heizöl im April 2026 um 186,5 Prozent über dem 2020er-Durchschnitt

Der aktuelle Preismonitor von Destatis zeigt, wie hoch das Preisniveau bei wichtigen Energieträgern zuletzt geblieben ist. Für April 2026 meldet das Statistische Bundesamt im Bereich Energie und Wasser folgende Werte im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2020:

  • Leichtes Heizöl: +186,5 Prozent
  • Erdgas ohne Betriebskosten: +82,7 Prozent
  • Strom: +18,9 Prozent

Der stärkste Ausschlag kommt damit klar vom Heizöl. Für Verbraucher ist das ein nützlicher Realitätscheck, auch wenn der Preismonitor keine persönliche Strom-, Gas- oder Heizölrechnung ersetzt. Er zeigt aber sehr deutlich, welche Energieträger 2026 im historischen Vergleich weiter teuer sind.

Was der Destatis-Preismonitor genau zeigt

Destatis erklärt den Preismonitor als monatlich aktualisierte Auswertung ausgewählter Verbraucherpreise. Ein Wert von +18,9 Prozent bei Strom bedeutet also nicht, dass Strom im April 2026 gegenüber März 2026 um 18,9 Prozent teurer wurde. Gemeint ist: Der Verbraucherpreis für Strom lag im April 2026 18,9 Prozent über dem Jahresdurchschnitt 2020.

Genau deshalb eignet sich der Preismonitor vor allem für zwei Fragen:

  1. Wie weit liegt das aktuelle Preisniveau noch über einer früheren Normalphase?
  2. Welcher Energieträger belastet Haushalte historisch gesehen besonders stark?

Die wichtigsten Zahlen für April 2026

Aus der Destatis-Grafik “Energie, Wasser” ergeben sich für April 2026 diese Werte:

  • Strom: +18,9 Prozent gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2020
  • Erdgas ohne Betriebskosten: +82,7 Prozent
  • Leichtes Heizöl: +186,5 Prozent
  • Frischwasser: +29,2 Prozent

Auffällig ist auch die kurzfristige Bewegung im Vergleich zum Vormonat innerhalb derselben Destatis-Reihe:

  • Strom sank leicht von +19,2 Prozent im März auf +18,9 Prozent im April.
  • Erdgas stieg leicht von +82,4 Prozent auf +82,7 Prozent.
  • Leichtes Heizöl sprang von +173,7 Prozent auf +186,5 Prozent.

Gerade beim Heizöl zeigt das, wie deutlich einzelne Energieträger selbst Jahre nach 2020 noch von einem erhöhten Preisniveau geprägt sind.

Warum das für Haushalte wichtig ist

1. Heizöl bleibt der größte Preisrisikofaktor

Wer mit Heizöl heizt, sieht im Destatis-Preismonitor den mit Abstand höchsten Ausschlag. Das heißt nicht automatisch, dass jeder Händler exakt denselben Preis verlangt. Es heißt aber: Heizöl bleibt 2026 der Energieträger mit dem größten historischen Preisabstand zum Jahr 2020.

Für Eigentümer mit Ölheizung lohnt sich deshalb ein nüchterner Kostencheck statt eines Bauchgefühls. Mit unserem Heizölrechner können Sie Ihren Jahresbedarf und Ihre Kosten grob einordnen. Wenn ein Heizungswechsel ein Thema ist, hilft auch der Rechner zur Umrechnung von Heizöl in kWh für die Wärmepumpe.

2. Auch Gas liegt weiter deutlich über früheren Niveaus

Mit +82,7 Prozent gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2020 bleibt auch Gas laut Destatis auf einem klar erhöhten Niveau. Für viele Haushalte ist das wichtig, weil Gasverträge und Abschläge oft nicht regelmäßig mit älteren Vergleichswerten abgeglichen werden.

Wenn Sie Ihren eigenen Verbrauch prüfen möchten, passt unser Gasrechner. Für die Grundlagen ist außerdem unser Glossarbeitrag zum Gasverbrauch hilfreich.

3. Strom wirkt im Vergleich moderater, ist aber kein kleiner Posten

Im Preismonitor liegt Strom mit +18,9 Prozent deutlich unter Gas und Heizöl. Für Verbraucher bedeutet das aber nicht, dass Strom billig wäre. Schon ein moderater prozentualer Abstand kann bei mehreren tausend Kilowattstunden pro Jahr spürbare Haushaltskosten auslösen.

Wenn Sie Ihren Tarif oder Ihren Jahresverbrauch einordnen möchten, helfen unser Stromkostenrechner und der Stromkostenrechner kWh. Für die Einordnung des Arbeitspreises passt auch unser Glossarbeitrag zum Strompreis.

Was Verbraucher jetzt konkret tun können

Aus den aktuellen Destatis-Daten lassen sich drei sinnvolle Schritte ableiten:

Preisniveau nicht mit dem eigenen Vertrag verwechseln

Der Preismonitor ist eine amtliche Orientierungsgröße, aber kein individueller Tarifrechner. Entscheidend bleiben Ihr Arbeitspreis, Ihr Grundpreis, Ihr Verbrauch und bei Heizöl der konkrete Bestellzeitpunkt.

Alte Annahmen aus 2020 oder 2021 nicht fortschreiben

Wer noch mit deutlich älteren Preisvorstellungen rechnet, unterschätzt die laufenden Energiekosten schnell. Gerade bei Gas und Heizöl zeigen die Destatis-Werte, wie weit das Niveau weiter von der Vorkrisenphase entfernt ist.

Alternativen und Einsparpotenziale durchrechnen

Wenn Öl- oder Gaskosten dauerhaft belasten, ist ein Vergleich mit anderen Lösungen sinnvoll. Für Eigentümer passen vor allem unser Wärmepumpen-Rechner sowie der Wärmepumpe Leistung Rechner.

Was bei Preisänderungen im Vertrag wichtig ist

Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass Preisänderungen bei Strom und Gas in der Regel einen Monat vor Wirksamwerden mitgeteilt werden müssen. Außerdem müssen Anbieter über Grund, Voraussetzungen und Umfang der Änderung informieren. In der Regel besteht auch ein Sonderkündigungsrecht.

Für Verbraucher heißt das: Wenn Abschläge oder Arbeitspreise steigen, sollte das Schreiben nicht nur abgeheftet, sondern aktiv geprüft werden.

Unsere Einordnung

Der Destatis-Preismonitor für April 2026 ist vor allem deshalb nützlich, weil er das aktuelle Preisniveau in einen längeren Vergleich stellt. Die deutlichste Botschaft lautet: Heizöl liegt historisch weiter besonders hoch, Gas ebenfalls klar, Strom spürbar, aber weniger extrem.

Für Haushalte ersetzt das keine individuelle Rechnung. Es liefert aber einen belastbaren Maßstab dafür, bei welchen Energieträgern ein neuer Kostencheck oder ein Technologiewechsel besonders naheliegt.

Quellen

Häufige Fragen zum Destatis-Preismonitor Energie im April 2026

Was bedeutet der Destatis-Wert von plus 186,5 Prozent bei Heizöl?

Er bedeutet, dass leichtes Heizöl im April 2026 laut Destatis 186,5 Prozent über dem Jahresdurchschnitt 2020 lag. Es geht um ein historisches Vergleichsniveau, nicht um eine einzelne Händlerrechnung.

Sind das automatisch meine aktuellen Strom- oder Gaspreise?

Nein. Der Preismonitor ist eine amtliche Orientierung. Ihr persönlicher Tarif kann je nach Region, Vertrag, Grundpreis und Verbrauch deutlich davon abweichen.

Welcher Energieträger lag im April 2026 laut Destatis am höchsten über dem 2020er-Durchschnitt?

Leichtes Heizöl lag mit plus 186,5 Prozent am weitesten über dem Jahresdurchschnitt 2020. Erdgas folgte mit plus 82,7 Prozent, Strom mit plus 18,9 Prozent.

Was kann ich mit diesen Daten praktisch anfangen?

Sie können Ihren eigenen Vertrag, Ihren Verbrauch und mögliche Alternativen realistischer einordnen. Besonders sinnvoll ist das bei Heizöl, Gas und bei geplanten Heizungsentscheidungen.

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