Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) waren zum 1. Januar 2026 erstmals mehr als zwei Millionen reine Elektroautos (BEV) in Deutschland zugelassen: exakt 2.034.260 Fahrzeuge, ein Plus von 23,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Meilenstein von zwei Millionen zugelassenen Elektrofahrzeugen ist auch steuerlich und finanziell relevant: Wer ein Elektroauto dienstlich nutzt oder als Firmenwagen versteuert, profitiert von besonderen Regelungen bei der Dienstwagenbesteuerung. Je mehr Fahrzeuge auf den Straßen sind, desto mehr Halter sind von diesen Vorschriften betroffen. Für Privatpersonen und Unternehmen lohnt es sich daher, die aktuellen steuerlichen Rahmenbedingungen rund um Elektromobilität genau zu kennen.
Erstmals über zwei Millionen Elektroautos in Deutschland zugelassen
Zum 1. Januar 2026 waren laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) insgesamt 2.034.260 Personenkraftwagen mit reinem Elektroantrieb (BEV) in Deutschland zugelassen. Damit überschreitet der BEV-Bestand erstmals die Zwei-Millionen-Marke. Gegenüber dem Vorjahresstichtag entspricht das einem Zuwachs von 23,2 Prozent, wie das e-mobil BW Datencenter ausweist. Der Anteil der Elektrofahrzeuge am gesamten Pkw-Bestand liegt damit bei 4,1 Prozent.
Zum Vergleich: Im Jahr 2017 waren laut KBA lediglich 34.022 BEV zugelassen. Bis 2026 hat sich die Zahl damit um knapp das 60-Fache erhöht. Die Millionen-Marke wurde erstmals im Jahr 2023 überschritten.
Was bedeutet das für Verbraucher?
1. Regionale Unterschiede beim Angebot beachten
Die Verteilung der Elektrofahrzeuge ist regional sehr unterschiedlich. Die höchsten absoluten Bestände verzeichnen laut KBA die bevölkerungsreichen Bundesländer: Nordrhein-Westfalen führt mit 454.782 Fahrzeugen, gefolgt von Bayern (395.271) und Baden-Württemberg (322.060). Auch Niedersachsen (221.823) und Hessen (179.213) weisen hohe Zahlen auf. Wer ein gebrauchtes Elektrofahrzeug sucht, findet in diesen Bundesländern tendenziell eine größere Auswahl auf dem Gebrauchtwagenmarkt.
2. Ladeinfrastruktur und Alltagstauglichkeit prüfen
Ein wachsender BEV-Bestand geht in der Regel mit einem steigenden Bedarf an Ladeinfrastruktur einher. Verbraucher, die einen Umstieg auf ein Elektrofahrzeug erwägen, sollten vorab prüfen, ob am Wohnort oder Arbeitsplatz geeignete Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die regionale Versorgung mit Ladepunkten variiert deutlich.
3. Steuerliche Rahmenbedingungen kennen
Wer ein Elektrofahrzeug dienstlich oder privat nutzt, kann unter bestimmten Voraussetzungen von steuerlichen Regelungen profitieren, etwa bei der Dienstwagenbesteuerung oder beim Abzug von Ladekosten. Die genauen Bedingungen hängen von der individuellen Nutzungssituation ab. Auf rechnerportal.de finden Sie weiterführende Informationen zur steuerlichen Behandlung von Dienstfahrzeugen.
4. Förderstopp als Marktsignal einordnen
Das Wachstum hatte sich in den Vorjahren spürbar verlangsamt. Laut Statista war dies unter anderem auf den Rückgang der Neuzulassungen im Jahr 2024 zurückzuführen, der mit dem Ende der staatlichen Kaufförderung Ende 2023 zusammenfiel. Das erneute Anziehen des Wachstums im Jahr 2025 zeigt, dass sich der Markt auch ohne Förderprämie weiterentwickelt. Verbraucher sollten Kaufentscheidungen daher nicht ausschließlich an möglichen Förderkulissen ausrichten.
Quellen
- Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), Pressemitteilung vom 27. Februar 2026: Zahl der in Deutschland zugelassenen reinen Elektrofahrzeuge überschreitet erstmals die Zwei-Millionen-Marke
- e-mobil BW Datencenter: Pkw-Bestand in Deutschland am 01.01.2026 nach Kraftstoffen
- Statista: Anzahl der Elektroautos in Deutschland 2026
Häufige Fragen
Wie viele Elektroautos sind in Deutschland aktuell zugelassen?
Zum 1. Januar 2026 waren in Deutschland insgesamt 2.034.260 reine Elektrofahrzeuge (BEV) zugelassen. Das hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am 27. Februar 2026 offiziell bestätigt. Damit überschritt der Bestand erstmals die Zwei-Millionen-Marke.
Um wie viel Prozent ist der Elektroauto-Bestand gegenüber dem Vorjahr gewachsen?
Der Bestand an reinen Elektrofahrzeugen ist gegenüber dem 1. Januar 2025 um 23,2 Prozent gestiegen. Das ist das erste deutliche Wachstum seit 2021, nachdem sich das Wachstum in den Vorjahren spürbar verlangsamt hatte. Als wesentlicher Grund für die frühere Schwäche gilt das unerwartete Ende der staatlichen Förderung Ende 2023.
Welchen Anteil haben Elektroautos am gesamten Pkw-Bestand in Deutschland?
Elektrofahrzeuge (BEV) machen zum 1. Januar 2026 einen Anteil von 4,1 Prozent am gesamten Pkw-Bestand in Deutschland aus. Der überwiegende Teil der zugelassenen Fahrzeuge wird also weiterhin mit anderen Antrieben betrieben.
In welchen Bundesländern sind die meisten Elektroautos zugelassen?
Die höchsten Bestände verzeichnen bevölkerungsreiche und wirtschaftsstarke Bundesländer. An der Spitze steht Nordrhein-Westfalen mit 454.782 Fahrzeugen, gefolgt von Bayern mit 395.271 und Baden-Württemberg mit 322.060 Fahrzeugen. Auch Niedersachsen (221.823) und Hessen (179.213) weisen hohe Zahlen auf.
Seit wann übersteigt der Elektroauto-Bestand in Deutschland die Millionenmarke?
Die Millionenmarke wurde laut KBA erstmals im Jahr 2023 überschritten. Ende 2022 überstieg die Zahl zugelassener Elektroautos nach Statista-Daten erstmals die Millionenschwelle. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 waren erst 34.022 BEV in Deutschland zugelassen, was einer Verzwanzigfachung bis 2023 und einer Verzehnfachung seit 2020 entspricht.