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Elektromobilität setzt Straßenfinanzierung unter Druck

Wachsende E-Auto-Zahlen schmälern die Einnahmen aus Kraftstoffsteuern. Was das für die Finanzierung von Straßen und Infrastruktur in Deutschland bedeutet.

RE
Redaktion
23. August 2026
Elektromobilität setzt Straßenfinanzierung unter Druck

Laut einer EY-Analyse vom Januar 2026 kostet der Hochlauf der Elektromobilität den deutschen Staat bis 2030 mehr als 39 Milliarden Euro: Allein wegbrechende Einnahmen aus Energiesteuern schlagen mit rund 30 Milliarden Euro zu Buche, die geringere Besteuerung von Elektro-Dienstwagen mit weiteren elf Milliarden Euro. Straßen, Brücken und der öffentliche Nahverkehr werden zu einem großen Teil aus Kraftstoff- und Kfz-Steuern finanziert. Fallen diese Einnahmen weg, entsteht eine Finanzierungslücke, die künftig entweder durch neue Abgaben, höhere Maut oder Kürzungen bei der Infrastruktur geschlossen werden muss. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das: Wer heute ein Elektroauto kauft, profitiert von Kaufprämien und Steuervorteilen. Mittel- bis langfristig dürfte die Politik jedoch nach Wegen suchen, E-Autos stärker zur Straßenfinanzierung heranzuziehen.

Straßenfinanzierung in Gefahr: Wie die Elektromobilität das staatliche Steueraufkommen unter Druck setzt

Der Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland kostet den Staat laut einer aktuellen EY-Analyse bis zum Jahr 2030 mehr als 39 Milliarden Euro an entgangenen Einnahmen. Dieser Betrag setzt sich aus mehreren Einzelpositionen zusammen: sinkende Energiesteuern aus dem Verbrennergeschäft, steuerliche Vorteile bei elektrischen Dienstwagen sowie die weiterhin geltende Kfz-Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Nach EY-Prognosen steigt die Zahl der Elektroautos und Plug-in-Hybride (PHEV) in Deutschland von derzeit 3,2 Millionen bis 2030 im wahrscheinlichsten Szenario auf 9,4 Millionen. Allein im laufenden Jahr 2026 soll die Zahl um rund 600.000 Fahrzeuge zulegen. Gleichzeitig hat die Bundesregierung beschlossen, Haushalte mit niedrigen bis mittleren Einkommen beim Kauf eines Elektroautos mit einem Zuschuss von bis zu 5.000 Euro zu unterstützen. Für diese Kaufprämien sind in den kommenden zwei Jahren insgesamt drei Milliarden Euro eingeplant.

Die größten Einnahmeausfälle entstehen laut EY durch den Rückgang der Energiesteuereinnahmen: Da Elektroautos keinen Kraftstoff tanken, brechen die Einnahmen aus der früheren Mineralölsteuer bis 2030 um rund 30 Milliarden Euro ein. Hinzu kommen elf Milliarden Euro, die dem Staat durch die niedrigere Besteuerung von elektrischen Dienstwagen entgehen. Die Kfz-Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge trägt ebenfalls zur Finanzierungslücke bei.

Was das für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet

1. Förderbedingungen genau prüfen Die neue Kaufprämie von bis zu 5.000 Euro richtet sich gezielt an Haushalte mit niedrigen bis mittleren Einkommen. Wer ein Elektroauto anschafft oder bereits eines besitzt, sollte die tatsächlichen Gesamtkosten realistisch einschätzen. Der Auto-Unterhaltskosten-Rechner hilft dabei, laufende Kosten wie Strom, Versicherung und Wartung im Blick zu behalten.

2. Ladekosten als laufenden Kostenfaktor einplanen Wer vom Verbrenner auf Elektro umsteigt, tauscht Kraftstoffkosten gegen Stromkosten. Wie viel das Laden eines Elektroautos tatsächlich kostet, lässt sich mit dem Ladekosten-E-Auto-Rechner ermitteln. Auch die Wallbox zu Hause verursacht Investitionskosten, die mit dem Wallbox-Kosten-Rechner kalkuliert werden können.

3. Dienstwagen-Vorteil kennen und richtig versteuern Die niedrigere Besteuerung von elektrischen Dienstwagen ist ein wesentlicher Treiber der Steuerausfälle. Wer einen E-Dienstwagen nutzt, sollte den geldwerten Vorteil korrekt berechnen. Der Dienstwagen-1-Prozent-Rechner gibt einen schnellen Überblick über die steuerliche Belastung.

4. Kfz-Steuerbefreiung nicht als dauerhaft gesichert betrachten Aktuell sind Elektrofahrzeuge von der Kfz-Steuer befreit. Angesichts der erheblichen Einnahmeverluste, die die EY-Analyse beziffert, ist nicht ausgeschlossen, dass diese Regelung langfristig angepasst wird. Wer die aktuellen Kfz-Steuerregeln nachvollziehen möchte, findet beim Kfz-Steuer-Rechner aktuelle Berechnungsgrundlagen. Auch die THG-Quote kann als zusätzlicher finanzieller Vorteil für E-Auto-Besitzer relevant bleiben, solange die entsprechenden Rahmenbedingungen bestehen.


Quellen

Häufige Fragen

Wie viel Steuereinnahmen entgehen dem deutschen Staat durch den Hochlauf der Elektromobilität bis 2030?

Laut einer Analyse der Unternehmensberatung EY summieren sich die staatlichen Einnahmeverluste durch die Elektromobilität bis zum Jahr 2030 auf mehr als 39 Milliarden Euro. Dieser Betrag setzt sich aus mehreren Posten zusammen: sinkende Einnahmen aus Energiesteuern, geringere Steuerbelastung bei elektrischen Dienstwagen sowie die Befreiung von Elektroautos von der Kfz-Steuer.

Warum brechen die Einnahmen aus der Energiesteuer so stark ein?

Benzin und Diesel werden deutlich höher besteuert als Strom. Je mehr Elektroautos auf deutschen Straßen fahren, desto weniger Kraftstoff wird verkauft, und desto geringer fallen die Einnahmen aus der Energiesteuer aus. EY schätzt, dass diese Einnahmen bis 2030 um rund 30 Milliarden Euro sinken werden, da Strom im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einem niedrigeren Steuersatz unterliegt.

Welche Rolle spielen Elektro-Dienstwagen bei den Steuerausfällen?

Elektrisch betriebene Dienstwagen werden steuerlich deutlich geringer belastet als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Diese Begünstigung kostet den Staat laut EY-Analyse bis 2030 rund elf Milliarden Euro. Da Dienstwagen in Deutschland einen erheblichen Anteil der Fahrzeugzulassungen ausmachen, wirkt sich diese Regelung besonders stark auf das gesamte Steueraufkommen aus.

Wie viele Elektroautos werden bis 2030 in Deutschland erwartet, und welche Kaufförderung ist geplant?

Nach EY-Prognosen steigt die Zahl der Elektroautos einschließlich Plug-in-Hybriden bis 2030 von derzeit 3,2 Millionen auf rund 9,4 Millionen Fahrzeuge. Allein im laufenden Jahr wird ein Zuwachs von rund 600.000 Fahrzeugen erwartet. Haushalte mit niedrigen bis mittleren Einkommen können beim Kauf eines Elektroautos einen staatlichen Zuschuss von bis zu 5.000 Euro erhalten. Für die Kaufprämien sind in den kommenden zwei Jahren insgesamt drei Milliarden Euro eingeplant.

Gefährdet der Steuerausfall durch Elektroautos langfristig die Finanzierung von Straßen und Infrastruktur?

Die Energiesteuer und die Kfz-Steuer gehören zu den klassischen Einnahmequellen, aus denen unter anderem Straßenbau und Infrastrukturprojekte mitfinanziert werden. Brechen diese Einnahmen bis 2030 um mehr als 39 Milliarden Euro ein, entsteht eine erhebliche Finanzierungslücke. Wie diese Lücke künftig geschlossen werden soll, etwa durch neue Abgabenmodelle oder eine veränderte Besteuerung von Strom für Fahrzeuge, ist derzeit noch nicht abschließend geregelt.


Dieser Artikel wurde von einem KI-System automatisiert erstellt. Kennzeichnung gemäß Art. 50 der EU-KI-Verordnung.

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