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Energie · Analyse

Energiepreisschock: Strom und Gas verteuern sich vor der Heizperiode

Strom- und Gaspreise steigen massiv kurz vor der Heizperiode. Was Verbraucher jetzt über aktuelle Tarife, Kosten und Alternativen wissen sollten.

RE
Redaktion
24. September 2026
Energiepreisschock: Strom und Gas verteuern sich vor der Heizperiode

Hohe Gaspreise infolge des Iran-Kriegs verteuern über das Merit-Order-Prinzip auch deutschen Strom. Laut EWI und IMK ließen sich die Stromkosten durch gezielte Markteingriffe um bis zu 7 Milliarden Euro jährlich senken. Das Merit-Order-Prinzip sorgt dafür, dass sich der Strompreis an der Börse stets an der teuersten Energiequelle orientiert, derzeit Gas. Das bedeutet: Selbst günstig erzeugter Strom aus Wind oder Sonne wird teurer, obwohl die Produktionskosten dort nicht gestiegen sind. Für Verbraucherinnen und Verbraucher schlägt sich das direkt in höheren Abschlägen auf der Stromrechnung nieder. Spanien und Portugal haben mit dem sogenannten iberischen Modell bereits gezeigt, wie ein gezielter Eingriff in die Preisbildung diese Kopplung aufbrechen kann. Ob und wann Deutschland einen ähnlichen Weg

Energiepreisschock vor der Heizperiode: Strom und Gas verteuern sich massiv

Hohe Gaspreise infolge des Iran-Kriegs treiben die Strompreise in Deutschland in die Höhe. Das liegt am sogenannten Merit-Order-Prinzip: An der Strombörse richtet sich der Preis immer nach der teuersten eingesetzten Energiequelle. Aktuell ist das Gas. Das bedeutet: Selbst Strom aus Wind- oder Sonnenkraft wird teurer berechnet, obwohl die Erzeugungskosten dort nicht gestiegen sind. Laut Berechnungen des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität Köln (EWI) und des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung ließen sich die Strompreise durch gezielte Eingriffe um bis zu 7 Milliarden Euro jährlich senken. Ein Modell dafür existiert bereits in der Praxis: Spanien und Portugal haben es in vergleichbarer Form umgesetzt.


Was das für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet

1. Strom- und Gaskosten steigen gleichzeitig

Durch die Verdoppelung der Gaspreise infolge des Iran-Kriegs steigen nicht nur die direkten Gaskosten, sondern über das Merit-Order-Prinzip auch die Strompreise. Wer also sowohl eine Gasheizung als auch einen Haushaltsstromvertrag hat, wird auf beiden Seiten belastet. Wie hoch Ihre monatlichen Gaskosten aktuell ausfallen, können Sie mit dem Gasabschlag-Rechner abschätzen. Einen Gesamtüberblick über aktuelle Gastarife bietet der Gas-Vergleichsrechner.

2. Heizkosten realistisch kalkulieren

Gerade vor der Heizperiode lohnt es sich, die eigenen Heizkosten vorausschauend zu prüfen. Wer eine Gasheizung betreibt, sollte die zu erwartenden Mehrkosten einplanen. Der Heizkosten-Rechner für das Haus und der Heizkosten-Rechner für die Wohnung helfen dabei, den individuellen Verbrauch und die damit verbundenen Kosten einzuschätzen.

3. Alternativen zur Gasheizung neu bewerten

Die anhaltend hohen Gaspreise rücken alternative Heizsysteme wieder stärker in den Fokus. Wer überlegt, ob ein Wechsel zu einer Wärmepumpe wirtschaftlich sinnvoll ist, findet mit dem Gasheizung-vs.-Wärmepumpe-Rechner eine konkrete Vergleichsgrundlage. Ergänzend bietet der Wärmepumpen-Ratgeber einen strukturierten Einstieg in die wichtigsten Entscheidungsfaktoren.

4. Stromkosten im Haushalt unter die Lupe nehmen

Da die Strompreise durch den Gaspreisanstieg strukturell erhöht bleiben, lohnt ein genauerer Blick auf den eigenen Verbrauch. Mit dem Stromkostenrechner (kWh) lässt sich der Verbrauch einzelner Geräte beziffern. Wer über eine eigene Solaranlage nachdenkt, um sich unabhängiger von Börsenstrompreisen zu machen, kann mit dem Photovoltaik-Rechner den möglichen Ertrag ermitteln. Auch ein Balkonkraftwerk kann einen Teil der Haushaltslast abfedern.


Hintergrund: Das iberische Modell

Spanien und Portugal haben zeitweise einen staatlich regulierten Gaspreisdeckel für die Stromerzeugung eingeführt. Dadurch wurde verhindert, dass der hohe Gaspreis über das Merit-Order-Prinzip den gesamten Börsenstrompreis nach oben zog. EWI und IMK zeigen in ihrer Analyse auf, dass ein vergleichbares Vorgehen auch in Deutschland die Stromkosten um bis zu 7 Milliarden Euro pro Jahr reduzieren könnte. In der deutschen Energiepolitik findet dieser Ansatz nach aktuellem Stand keinen Anklang.


Quellen

Häufige Fragen

Warum steigt der Strompreis, obwohl Strom auch aus Wind und Solar erzeugt wird?

Das liegt am sogenannten Merit-Order-Prinzip. An der Strombörse richtet sich der Strompreis immer nach der teuersten eingesetzten Energiequelle, die nötig ist, um die gesamte Nachfrage zu decken. Aktuell ist das Gas. Das bedeutet: Auch Strom aus Wind, Sonne oder Wasser wird zum Gaspreis abgerechnet, obwohl seine Erzeugungskosten deutlich niedriger sind. Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen also selbst für günstig erzeugten Strom den hohen Gaspreis mit.

Warum sind die Gaspreise gerade so hoch?

Die Gaspreise haben sich infolge des Iran-Kriegs nahezu verdoppelt. Der Konflikt sorgt für Unsicherheiten auf den globalen Energiemärkten und treibt die Großhandelspreise für Gas in die Höhe. Da Gas in Deutschland nach wie vor ein zentraler Bestandteil der Stromerzeugung und Wärmeversorgung ist, wirkt sich das direkt auf die Strom- und Heizkosten der Haushalte aus.

Gibt es Modelle, die den Strompreis trotz hoher Gaspreise senken könnten?

Ja. Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität Köln (EWI) und das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung haben Ansätze erarbeitet, mit denen die Strompreise jährlich um bis zu 7 Milliarden Euro gesenkt werden könnten. Ein bekanntes Beispiel ist das sogenannte iberische Modell, das Spanien und Portugal bereits angewendet haben. Es sieht vor, den Gaspreis für die Stromerzeugung gezielt zu subventionieren, um den Effekt des Merit-Order-Prinzips abzumildern.

Was ist das iberische Modell und wie funktioniert es?

Das iberische Modell wurde von Spanien und Portugal entwickelt, um die Auswirkungen hoher Gaspreise auf den Strompreis zu begrenzen. Dabei wird der Preis, zu dem Gas in der Stromerzeugung eingesetzt wird, staatlich gedeckelt oder subventioniert. Dadurch steigt der an der Börse festgestellte Strompreis nicht mehr automatisch mit dem Weltmarktgaspreis. In Deutschland findet dieses Modell bislang keinen Anklang in der Energiepolitik.

Was können Verbraucherinnen und Verbraucher jetzt konkret tun, um sich vorzubereiten?

Angesichts der steigenden Strom- und Gaspreise vor der Heizperiode empfiehlt es sich, bestehende Verträge zu prüfen und Tarife zu vergleichen. Wer noch einen variablen Tarif hat, sollte aktuelle Angebote mit Preisgarantie sondieren. Außerdem kann es sinnvoll sein, den Energieverbrauch durch einfache Maßnahmen wie das Absenken der Raumtemperatur oder den Einsatz energieeffizienter Geräte zu reduzieren. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema schützt vor bösen Überraschungen auf der Jahresabrechnung.


Dieser Artikel wurde von einem KI-System automatisiert erstellt. Kennzeichnung gemäß Art. 50 der EU-KI-Verordnung.

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