Laut einer Schätzung der Plattform Jacasa gehört rund 32 Prozent des gesamten Wohneigentums in Deutschland der Babyboomer-Generation. Zwischen 2040 und 2050 könnten bis zu 4,8 Millionen Immobilien allein in Landkreisen auf den Markt kommen, wenn diese Generation altert oder in Pflegeeinrichtungen zieht. Für Käufer und Eigentümer von Ferienimmobilien an der deutschen Küste bedeutet dieser demografische Wandel: Das Angebot könnte in bestimmten Regionen deutlich steigen, während die Nachfrage schrumpft. Vor allem in ländlichen und touristischen Lagen droht ein Überangebot mit spürbarem Preisdruck. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt jedoch, dass der Effekt nicht als plötzliche Verkaufswelle eintrifft, sondern sich über viele Jahre verteilt. Wer eine Ferienimmobilie besitzt, sollte die Marktentwicklung in seiner Region genau beobachten.
Babyboomer verkaufen: Droht ein Preisrutsch bei Ferienimmobilien in Deutschland?
Rund 32 Prozent des gesamten Wohneigentums in Deutschland gehört laut einer Schätzung der Maklerplattform Jacasa der Generation der Babyboomer (Jahrgänge 1946 bis 1964). Wenn diese Generation in Pflegeeinrichtungen umzieht oder verstirbt, könnten Millionen Immobilien auf den Markt kommen. In der Branche kursiert dafür der Begriff “Silver Tsunami”. Ob sich dieser Begriff auch auf Ferienimmobilien an der deutschen Küste übertragen lässt, wird aktuell diskutiert.
Was der “Silver Tsunami” für den Immobilienmarkt bedeutet
Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) stuft den Begriff “Silver Tsunami” laut Medienberichten als irreführend ein. Freiwerdende Immobilien kämen nicht auf einmal auf den Markt, sondern über viele Jahre verteilt. Das Potenzial sei jedoch real.
Laut Jacasa könnten zwischen 2040 und 2050 bundesweit bis zu 4,8 Millionen Immobilien in Landkreisen freiwerden. Besonders in ländlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten rechnet die Plattform mit einem Überangebot, das auf schrumpfende Nachfrage trifft. Dort könnte Preisdruck entstehen.
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) prognostiziert laut Quellenlage, dass der mittlere Quadratmeterpreis für Wohnimmobilien in Deutschland ausgehend von aktuell rund 3.024 Euro längerfristig steigen wird. Eine pauschale Aussage über Preisrückgänge an der Küste lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht ableiten.
Praktische Implikationen für Verbraucher
1. Kaufzeitpunkt sorgfältig abwägen
Jacasa empfiehlt, mit einem Verkauf in Regionen mit hohem Angebot und schrumpfender Nachfrage nicht zu lange zu warten. Zinsexperten hingegen tendieren generell zu einem schnelleren Immobilienkauf. Wer einen Kauf plant, sollte beide Perspektiven einbeziehen und die Finanzierungskosten konkret durchrechnen. Der Baufinanzierungsrechner hilft dabei, monatliche Raten und Gesamtkosten realistisch einzuschätzen.
2. Eigenkapital und Nebenkosten einplanen
Gerade bei Ferienimmobilien entstehen über den Kaufpreis hinaus erhebliche Nebenkosten: Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklergebühren. Mit dem Eigenkapital-Hauskauf-Rechner lässt sich ermitteln, wie viel Eigenkapital für einen Kauf benötigt wird. Die anfallenden Kaufnebenkosten können vorab mit dem Nebenkosten-Immobilien-Rechner kalkuliert werden.
3. Mietrendite bei Ferienimmobilien prüfen
Wer eine Ferienimmobilie als Kapitalanlage erwägt, sollte die Mietrendite realistisch einschätzen. Saisonale Vermietung kann attraktiv sein, unterliegt aber starken regionalen Schwankungen. Der Mietrendite-Rechner gibt einen ersten Überblick über die zu erwartende Rendite im Verhältnis zum Kaufpreis.
4. Erbschaft und Schenkung im Blick behalten
Da ein erheblicher Teil der freiwerdenden Immobilien über Erbschaften oder Schenkungen den Eigentümer wechseln wird, sind steuerliche Aspekte relevant. Der Erbschaftsteuer-Rechner und der Schenkungsteuer-Rechner helfen, mögliche Abgaben frühzeitig zu kalkulieren.
Quellen
- Babyboomer verkaufen: Werden Immobilien jetzt günstiger? (BR)
- Wo Babyboomer-Häuser den Markt fluten (Haufe)
- Video: Babyboomer verkaufen – Silver Tsunami (YouTube)
Häufige Fragen
Was ist der sogenannte 'Silver Tsunami' und was bedeutet er für den Immobilienmarkt?
Mit ‘Silver Tsunami’ beschreibt die Immobilienbranche das Phänomen, dass die Generation der Babyboomer (Jahrgänge 1946 bis 1964) zunehmend altert, in Pflegeeinrichtungen umzieht oder verstirbt. Dadurch werden Häuser und Wohnungen frei und könnten auf den Markt kommen. Laut einer Schätzung der Plattform Jacasa gehört dieser Generation rund 32 Prozent des gesamten Wohneigentums in Deutschland. Fachleute des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) warnen jedoch davor, den Begriff wörtlich zu nehmen: Die Objekte kommen nicht auf einmal, sondern über viele Jahre verteilt auf den Markt.
Wie viele Immobilien könnten durch den demografischen Wandel frei werden?
Laut Datenauswertungen der Maklerplattform Jacasa könnten zwischen 2040 und 2050 bundesweit rund 4,8 Millionen Immobilien in den Landkreisen frei werden. Besonders in ländlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten dürfte das Angebot deutlich steigen, während die Nachfrage dort gleichzeitig sinkt. Das könnte in diesen Regionen zu einem spürbaren Preisdruck führen.
Werden Immobilien durch den Babyboomer-Effekt insgesamt günstiger?
Einer Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge wird der mittlere Quadratmeterpreis für Wohnimmobilien in Deutschland von aktuell rund 3.024 Euro nicht flächendeckend sinken. Günstigere Preise sind vor allem in ländlichen Regionen zu erwarten, wo viele Objekte gleichzeitig auf eine schrumpfende Nachfrage treffen. In gefragten städtischen Lagen dürfte der Preisdruck deutlich geringer ausfallen, da dort weiterhin ein erheblicher Wohnungsmangel besteht. Laut Schätzungen fehlen in Deutschland aktuell rund 1,4 Millionen Wohnungen.
Sollten Eigentümer ihr Haus jetzt verkaufen oder besser warten?
Die Maklerplattform Jacasa empfiehlt Eigentümern in Regionen, wo künftig viel Angebot auf schrumpfende Nachfrage trifft, nicht zu lange mit dem Verkauf zu warten. Je mehr Objekte gleichzeitig auf den Markt kommen, desto größer wird der Preisdruck. Zinsexperten tendieren hingegen generell zu einem zeitnahen Immobilienkauf und sehen den Markteinstieg nicht unbedingt als Grund zum Abwarten. Die Entscheidung hängt stark von der jeweiligen Lage und Region ab.
Lohnt es sich für Käufer, auf günstigere Ferienhäuser oder Landimmobilien zu warten?
Insbesondere für junge und flexible Familien könnte es sich lohnen, auf günstigere Einstiegspreise in ländlichen Regionen zu warten, so die Einschätzung von Jacasa. Dort ist mittel- bis langfristig mit einem steigenden Angebot und möglichem Preisdruck zu rechnen. Allerdings warnen Zinsexperten davor, den Kauf zu lange aufzuschieben, da Zinsentwicklungen die Ersparnis durch sinkende Kaufpreise wieder aufwiegen können. Wer in begehrten Küsten- oder Stadtlagen sucht, dürfte deutlich weniger von diesem Effekt profitieren.
Dieser Artikel wurde von einem KI-System automatisiert erstellt. Kennzeichnung gemäß Art. 50 der EU-KI-Verordnung.