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Gasspeicher Deutschland: Speicherstände vor Heizperiode unter Druck

Die deutschen Gasspeicher zeigen vor der Heizperiode niedrigere Füllstände als im Vorjahr. Was das für Verbraucher und Energiepreise bedeutet.

RE
Redaktion
6. September 2026
Gasspeicher Deutschland: Speicherstände vor Heizperiode unter Druck

Deutschlands Gasspeicher waren am 25. Mai 2026 laut Statista zu rund 35 Prozent gefüllt – deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Bundesnetzagentur stuft die Lage als ernst ein und hat seit dem 1. Juli 2025 die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas aktiviert. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet ein unterdurchschnittlicher Speicherstand vor der Heizperiode ein erhöhtes Risiko steigender Gaspreise. Die Versorgungssicherheit hängt laut Bundesnetzagentur vom Zusammenspiel aus Pipelineimporten (vor allem aus Norwegen und den Niederlanden), LNG-Einfuhren und den Speicherfüllständen ab. Eine akute Mangellage besteht derzeit nicht, doch die Befüllung der Speicher bis zum Herbst bleibt entscheidend.

Gasspeicher in Deutschland: Speicherstände vor der Heizperiode unter Druck

Am 25. Mai 2026 lagen die deutschen Gasspeicher bei rund 35 bis 38 Prozent Füllstand. Damit befinden sich die Vorräte deutlich unter den Werten vergleichbarer Vorjahreszeiträume. Die Bundesnetzagentur stuft diese Entwicklung als ernstzunehmend ein.

Aktuelle Lage: Was die Zahlen bedeuten

Laut Bundesnetzagentur gilt seit dem 1. Juli 2025 die sogenannte Frühwarnstufe des nationalen Notfallplans Gas. Die zuvor seit Juni 2022 geltende Alarmstufe war damit zwar aufgehoben worden, die Behörde betont jedoch, dass die aktuellen Füllstände im Vergleich zu vergangenen Jahren auffällig niedrig liegen.

Der Branchenverband DVGW stufte den damaligen Füllstand von rund 37,8 Prozent Anfang 2026 als ausreichend ein, um bei normaler Witterung bis mindestens Ende April zu kommen. Eine akute Versorgungsmangellage bestand laut aktuellen Daten nicht.

Deutschland verfügt innerhalb der Europäischen Union über die größten Erdgasspeicherkapazitäten. Da die heimische Produktion den nationalen Bedarf nicht deckt, ist das Land auf Importe angewiesen. Wichtigste Lieferanten sind derzeit Norwegen und die Niederlande über Pipelines sowie seit Dezember 2022 auch LNG-Terminals für flüssiges Erdgas auf dem Seeweg.

Warum die Speicherstände jetzt relevant sind

Die Befüllung der Gasspeicher erfolgt typischerweise im Frühjahr und Sommer, um für den Winter vorzusorgen. Je niedriger der Ausgangsstand zu Beginn der Befüllungssaison, desto mehr Gas muss bis Oktober eingekauft werden. Händler, Stadtwerke und Versorger tragen laut Bundesnetzagentur die Verantwortung für diese Wintervorsorge. Sie greifen dabei auf Pipelineimporte, LNG-Importe und Speicherbestände zurück.

Die Gasspeicherumlage, die die Bundesregierung im Rahmen des Energiewirtschaftsgesetzes zum 1. Oktober 2022 eingeführt hatte, wurde zum 1. Januar 2026 wieder abgeschafft.

Praktische Hinweise für Verbraucher

1. Gaskosten im Blick behalten: Niedrige Speicherstände können den Einkauf größerer Gasmengen im Sommer nötig machen. Ob und wie sich das auf Haushaltstarife auswirkt, hängt von den jeweiligen Verträgen ab. Mit dem Gasabschlag-Rechner lässt sich der monatliche Abschlag auf Basis des eigenen Verbrauchs einschätzen. Aktuelle Gastarife und Marktentwicklungen finden Sie im Gas-Ratgeber.

2. Heizkosten kalkulieren: Wer wissen möchte, wie sich veränderte Gaspreise auf die eigenen Heizkosten auswirken, kann dies mit dem Heizkosten-Rechner für die Wohnung oder dem Heizkosten-Rechner für das Haus durchrechnen.

3. Alternativen vergleichen: Angesichts unsicherer Gasversorgungslagen kann ein Vergleich mit alternativen Heizsystemen sinnvoll sein. Der Gasheizung-vs-Wärmepumpe-Rechner hilft dabei, die langfristigen Kostenunterschiede abzuschätzen. Wer eine Wärmepumpe erwägt, findet weitere Informationen im Wärmepumpen-Ratgeber.

4. Nebenkosten im Blick behalten: Steigende Energiekosten schlagen sich häufig in der Nebenkostenabrechnung nieder. Mit dem Nebenkosten-Rechner lässt sich abschätzen, welche Beträge auf Mieter und Eigentümer zukommen können.

Quellen

Häufige Fragen

Wie hoch ist der aktuelle Füllstand der deutschen Gasspeicher?

Am 25. Mai 2026 lagen die deutschen Gasspeicher bei rund 35 bis 38 Prozent Füllstand. Damit liegt der Füllstand deutlich niedriger als in den Vergleichszeiträumen der Vorjahre. Die Bundesnetzagentur nimmt diese Entwicklung nach eigenen Angaben sehr ernst und beobachtet die Lage fortlaufend.

Droht Deutschland 2026 eine Gasmangellage?

Nach aktueller Einschätzung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) reichen die vorhandenen Füllstände bei normaler Witterung aus, um die Versorgung bis mindestens Ende April zu sichern. Eine akute Mangellage ist derzeit nicht in Sicht. Entscheidend für die Versorgungssicherheit ist das Zusammenspiel aus Pipelineimporten, LNG-Lieferungen, Speicherständen und der tatsächlichen Nachfrage.

Welche Alarmstufe gilt aktuell für die Gasversorgung in Deutschland?

Seit dem 1. Juli 2025 gilt in Deutschland die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas. Die zuvor seit Juni 2022 geltende Alarmstufe wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgehoben. Die Frühwarnstufe bedeutet, dass die Behörden die Lage genau beobachten, jedoch noch keine unmittelbare Versorgungsgefährdung besteht.

Woher bezieht Deutschland sein Erdgas, wenn nicht mehr aus Russland?

Seit dem Ende der russischen Gaslieferungen sind Norwegen und die Niederlande die wichtigsten Erdgaslieferanten für Deutschland. Der Transport erfolgt ausschließlich per Pipeline. Zusätzlich importiert Deutschland seit Dezember 2022 auch Flüssigerdgas (LNG) über den Seeweg, um die Versorgung weiter zu diversifizieren.

Wer ist dafür verantwortlich, die Gasspeicher vor dem Winter zu füllen?

Die Befüllung der Gasspeicher zur Wintervorsorge ist grundsätzlich Aufgabe der Gashändler. Diese haben Lieferverpflichtungen gegenüber Stadtwerken, Versorgern und der Industrie und müssen sich eigenständig absichern. Dazu nutzen sie Pipelineimporte, LNG-Lieferungen sowie vorhandene Speicherkapazitäten. Deutschland verfügt innerhalb der Europäischen Union über die größten Erdgasspeicherkapazitäten.


Dieser Artikel wurde von einem KI-System automatisiert erstellt. Kennzeichnung gemäß Art. 50 der EU-KI-Verordnung.

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