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Gasspeicher vor dem Winter: Preise steigen, Betreiber fordern Hilfe

Die Gasspeicher-Füllstände bereiten Betreibern Sorgen: Sie fordern staatliche Unterstützung, während Verbraucher höhere Gaspreise im Winter befürchten müssen.

RE
Redaktion
7. September 2026
Gasspeicher vor dem Winter: Preise steigen, Betreiber fordern Hilfe

Deutschlands Gasspeicher sind am 5. September 2026 nur zu 54 Prozent gefüllt – das sind 19 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr und rund 27 Prozentpunkte unter dem langjährigen Mittel. Bis zum gesetzlichen Mindestfüllstand von 80 Prozent zum 1. November fehlen noch erhebliche Mengen. Für Verbraucher bedeutet das konkret: Wer Gas zum Heizen nutzt, muss sich auf spürbar höhere Preise einstellen. Durch den Iran-Krieg haben sich die Gaspreise bereits etwa verdoppelt. Füllen sich die Speicher nicht schnell genug, drohen Engpässe in der Heizperiode. Das Einspeichertempo müsste sich laut Branchenexperten mehr als verdoppeln, um die gesetzliche Vorgabe noch zu erreichen.

Gasspeicher zu 54 Prozent gefüllt: Was steigende Winterpreise für Verbraucher bedeuten

Die deutschen Gasspeicher sind Anfang September 2026 zu rund 54 Prozent gefüllt. Das sind laut GIE AGSI+ rund 133,2 TWh gespeichertes Gas (Datenstand: 5. September 2026). Im Vergleich zum Vorjahreswert von 73,1 Prozent liegt der Füllstand damit 19 Prozentpunkte darunter. Laut NDR-Daten sind das zugleich etwa 27 Prozentpunkte weniger als im Mittel der Jahre 2017 bis 2021.

Die gesetzliche Vorgabe ist eindeutig: Die Gasspeicherfüllstandsverordnung schreibt 80 Prozent zum 1. November 2026 vor, und zwar für jede einzelne Anlage, nicht als bundesweiter Durchschnitt. Mitte August betrug das tägliche Einspeichertempo laut cleanthinking.de lediglich 0,16 Prozentpunkte, während bis zum Stichtag noch 76 Tage verblieben. Um das Ziel zu erreichen, müsste sich das Tempo mehr als verdoppeln.

Hinzu kommt ein weiterer Preisfaktor: Durch den Iran-Krieg sind die Gaspreise deutlich gestiegen und liegen laut NDR etwa doppelt so hoch wie zuvor.


Was das für Verbraucher konkret bedeutet

1. Höhere Gasabschläge im Herbst wahrscheinlich

Wer mit Gas heizt, sollte sich auf steigende Abschläge einstellen. Energieversorger passen ihre Vorauszahlungen in der Regel an veränderte Einkaufspreise an. Weil die Speicher deutlich leerer als üblich sind und die Beschaffungskosten gestiegen sind, dürften sich diese Anpassungen im Herbst 2026 bemerkbar machen. Mit dem Gasabschlag-Rechner lässt sich der eigene monatliche Abschlag nachvollziehen und einordnen.

2. Heizkosten frühzeitig kalkulieren

Wer seine Heizkosten für die kommende Saison realistisch einschätzen möchte, sollte jetzt handeln. Der Heizkosten-Rechner für Wohnungen oder der Heizkosten-Rechner für Häuser helfen dabei, den Verbrauch auf Basis der eigenen Wohnfläche abzuschätzen. Wer auf Heizöl als Alternative setzt, findet auf der Heizöl-Seite aktuelle Informationen zum Preisniveau.

3. Alternativen zur Gasheizung im Blick behalten

Der vergleichsweise niedrige Speicherstand und die angespannte Versorgungslage rücken Alternativen zur Gasheizung erneut in den Fokus. Ein direkter Kostenvergleich zwischen Gasheizung und Wärmepumpe ist mit dem Gasheizung-vs-Wärmepumpe-Rechner möglich. Wer eine Wärmepumpe plant, kann zudem die passende Anlagengröße mit dem Wärmepumpen-Größen-Rechner ermitteln.

4. Warmmiete im Blick halten

Mieterinnen und Mieter, deren Heizkosten über die Betriebskostenabrechnung laufen, sollten prüfen, wie stark steigende Gaspreise ihre Warmmiete beeinflussen können. Der Warmmiete-Rechner gibt einen Überblick über die Gesamtbelastung aus Kaltmiete und Nebenkosten.


Quellen

Häufige Fragen

Wie voll sind die deutschen Gasspeicher aktuell?

Mit Stand 5. September 2026 sind die deutschen Gasspeicher zu 54 Prozent gefüllt. Das entspricht einer gespeicherten Gasmenge von rund 133,2 TWh. Damit liegt der Füllstand um 19 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 73,1 Prozent und rund 27 Prozentpunkte unter dem langjährigen Mittelwert der Jahre 2017 bis 2021.

Wie hoch ist der gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Füllstand, und wird er erreicht werden?

Die Gasspeicherfüllstandsverordnung vom Mai 2025 schreibt vor, dass jede einzelne Anlage bis zum 1. November 2026 zu mindestens 80 Prozent gefüllt sein muss. Mitte August lag das Einspeichertempo bei nur 0,16 Prozentpunkten pro Tag. Um die Vorgabe noch zu erfüllen, müsste sich dieses Tempo mehr als verdoppeln. Ein Erreichen der 80-Prozent-Marke gilt daher nur bei gleichzeitig günstigeren Marktbedingungen und beschleunigter Einspeisung als realistisch.

Warum sind die Speicher in diesem Sommer so viel leerer als sonst?

Im vergangenen Jahr wurden die gesetzlichen Mindest-Füllstandsvorgaben gelockert, woraufhin deutlich weniger Erdgas eingelagert wurde als in den Vorjahren. Seit Ende des Winters steigen die Füllstände zwar wieder an, aber nur in langsamem Tempo. Hinzu kommt, dass der Konflikt im Nahen Osten (Iran-Krieg) die Gaspreise deutlich in die Höhe getrieben hat, was die Wiederbefüllung der Speicher erheblich verteuert.

Was bedeutet der niedrige Füllstand für die Gaspreise im Herbst und Winter?

Da die Speicher auf einem historisch niedrigen Niveau liegen und Gas zum aktuell gestiegenen Marktpreis eingekauft werden muss, dürften die Gaspreise im Herbst und Winter 2026/27 deutlich höher ausfallen als in den Vorjahren. Berichten zufolge liegen die Gaspreise bereits etwa doppelt so hoch wie zuvor. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich frühzeitig über ihre Versorgerverträge informieren.

Droht Deutschland im Winter 2026/27 eine Gasmangellage?

Eine Gasmangellage ist nicht ausgeschlossen, hängt aber stark von der Wintertemperatur ab. Bei einem milden Winter könnten die derzeit niedrigen Füllstände ausreichen, um die Versorgung zu sichern. Bei einem kalten Winter wäre die Lage deutlich angespannter. Entscheidend ist, wie schnell die Einspeisung in den verbleibenden Wochen bis November zunimmt und ob zusätzliche Gasmengen beschafft werden können.


Dieser Artikel wurde von einem KI-System automatisiert erstellt. Kennzeichnung gemäß Art. 50 der EU-KI-Verordnung.

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