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Immobilienpreise steigen: Was Käufer jetzt wissen müssen

Die Immobilienpreise ziehen 2025 wieder spürbar an. Welche Faktoren die Entwicklung treiben und worauf Käufer beim Kauf jetzt besonders achten sollten.

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Redaktion
4. Juli 2026
Immobilienpreise steigen: Was Käufer jetzt wissen müssen

Immobilienpreise in Deutschland steigen wieder: Laut Immoscout24 verzeichnen Bestandswohnungen im zweiten Quartal 2026 den zweithöchsten Jahrespreisanstieg seit der Zinswende, und der Verhandlungsspielraum für Käufer ist auf nur noch 5,8 Prozent gesunken. Wer derzeit eine Wohnung oder ein Haus kaufen möchte, steht vor einer veränderten Marktlage: Die Angebotspreise für Bestands- und Neubauwohnungen ziehen weiter an, während der Spielraum für Preisverhandlungen gegenüber dem Vorjahr spürbar geschrumpft ist. Konstante Bauzinsen stützen die Nachfrage, besonders in Ballungsräumen. Kaufinteressierte sollten ihre Finanzierung frühzeitig planen und realistische Preiserwartungen mitbringen, da sich das Marktumfeld zunehmend zugunsten der Verkäufer verschiebt.

Immobilienpreise steigen: Was Käufer jetzt wissen müssen

Der deutsche Immobilienmarkt sendet im zweiten Quartal 2026 klare Erholungssignale: Laut einer Auswertung von Immoscout24 verzeichnen Bestandswohnungen den zweithöchsten Jahrespreisanstieg seit der Zinswende, und Neubauwohnungen erreichen wieder das Preisniveau von 2022. Gleichzeitig schrumpft der Verhandlungsspielraum für Käufer spürbar.

Was die aktuellen Zahlen bedeuten

Der Verhandlungsspielraum, definiert als Differenz zwischen Angebotspreis und tatsächlichem Kaufpreis, lag laut Immoscout24 im Mai 2026 bei 5,8 Prozent. Vor einem Jahr betrug er noch 6,9 Prozent. Wer heute kauft, kann also im Schnitt weniger vom Angebotspreis abweichen als noch vor zwölf Monaten. Das ist ein konkretes Signal dafür, dass die Nachfrage anzieht.

In den acht größten Metropolen stieg das Suchaufkommen zu Jahresbeginn leicht um zwei Prozent. Konstante Bauzinsen stützen die Nachfrage laut Immoscout24 sowohl in Ballungsräumen als auch im ländlichen Raum. Das Vermittlungsportal bewertet die Lage als “klare Stabilisierung” des Kaufmarkts im zweiten Quartal.

4 praktische Hinweise für Kaufinteressierte

1. Finanzierung frühzeitig planen Steigende Angebotspreise erhöhen den Kapitalbedarf. Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte die monatliche Belastung frühzeitig durchrechnen. Mit dem Baufinanzierungsrechner lässt sich ermitteln, welche Darlehenssumme bei gegebenem Eigenkapital und aktuellem Zinsniveau tragbar ist.

2. Eigenkapital realistisch einschätzen Je höher der Kaufpreis, desto mehr Eigenkapital wird in der Regel erwartet. Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar und Makler kommen zum Kaufpreis hinzu und müssen in der Planung berücksichtigt werden. Der Eigenkapital-Hauskauf-Rechner hilft dabei, den tatsächlichen Bedarf einzuschätzen. Wer den Quadratmeterpreis einer konkreten Immobilie einordnen möchte, findet dafür den Quadratmeterpreisrechner hilfreich.

3. Nebenkosten nicht unterschätzen Grunderwerbsteuer, Notargebühren und eventuelle Maklerkosten können je nach Bundesland mehrere Prozent des Kaufpreises ausmachen. Mit dem Grunderwerbsteuerrechner und dem Notarkosten-Hauskauf-Rechner lassen sich diese Posten im Voraus kalkulieren. Einen Gesamtüberblick über alle Kaufnebenkosten bietet der Nebenkosten-Immobilien-Rechner.

4. Kaufen oder Mieten abwägen Wer unsicher ist, ob ein Kauf gegenüber dem Weitermieten sinnvoll ist, kann beide Szenarien mit dem Kauf-vs.-Miete-Rechner gegenüberstellen. Darin fließen Kaufpreis, Zinsen, Mietentwicklung und Anlagehorizont ein. Ergänzend zeigt der Annuitätenrechner die genaue Struktur aus Zins- und Tilgungsanteil über die gesamte Laufzeit.

Hintergrund: Woher kommt die Erholung?

Nachdem das Statistische Bundesamt für das zweite Quartal 2024 noch einen Rückgang der Immobilienpreise um durchschnittlich 2,6 Prozent im Jahresvergleich gemeldet hatte, drehte sich die Entwicklung bereits im ersten Quartal 2024 um: Die Kaufpreise für Wohnimmobilien stiegen im Vergleich zum Vorquartal um 1,3 Prozent. In den sieben größten Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf erhöhten sich die Wohnungspreise besonders deutlich. Auf dem Land wurden zumindest Ein- und Zweifamilienhäuser wieder teurer, während Wohnungen in dünn besiedelten Regionen damals noch günstiger waren.

Diese Entwicklung setzt sich laut den aktuellen Daten für 2026 fort. Der Markt zeigt damit ein klares Muster: Nach dem Preisrückgang infolge der Zinswende stabilisiert und erholt er sich schrittweise, sowohl im Bestand als auch im Neubau.

Quellen

Häufige Fragen

Steigen die Immobilienpreise in Deutschland aktuell wieder?

Ja. Laut einer aktuellen Auswertung von Immoscout24 (Stand: 2. Quartal 2026) legen die Angebotspreise sowohl für Bestands- als auch für Neubauwohnungen zu. Bestandswohnungen verzeichnen den zweithöchsten Jahrespreisanstieg seit der Zinswende. Neubauwohnungen haben wieder das Preisniveau von 2022 erreicht. Der Markt gilt damit als stabil.

Wie viel Verhandlungsspielraum haben Käufer noch beim Kaufpreis?

Der Verhandlungsspielraum schrumpft spürbar. Im Mai 2026 lag die Differenz zwischen Angebotspreis und tatsächlichem Kaufpreis bei 5,8 Prozent, gegenüber 6,9 Prozent ein Jahr zuvor. Das bedeutet: Käufer können Preise immer seltener nennenswert nach unten verhandeln, besonders in gefragten Lagen.

Wo steigen die Preise besonders stark, und gibt es noch günstigere Regionen?

In den sieben größten deutschen Städten wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf stiegen die Wohnungspreise zuletzt bereits wieder deutlich. Auch in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten zieht die Nachfrage an. Dünn besiedelte ländliche Regionen galten noch bis 2024 als erschwinglicher, doch auch dort werden Ein- und Zweifamilienhäuser wieder teurer.

Was sind die Hauptgründe für den aktuellen Preisanstieg?

Ein wesentlicher Treiber sind stabile Bauzinsen, die die Nachfrage stützen. Hinzu kommt ein gestiegenes Suchaufkommen: In den acht größten Metropolen legte es zum Jahresanfang 2026 um rund zwei Prozent zu. Der deutsche Immobilienmarkt zeigt sich trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten weitgehend stabil, was das Vertrauen der Käufer stärkt.

Lohnt sich ein Kauf jetzt noch, oder sollte man auf sinkende Preise warten?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Klar ist: Der Verhandlungsspielraum wird kleiner, und die Preise befinden sich auf Erholungskurs. Wer mit einem weiteren Rückgang der Kaufpreise gerechnet hat, muss diese Erwartung anpassen. Gleichzeitig gilt: Steigende Mieten machen Eigentum als langfristige Absicherung für viele Haushalte attraktiver. Eine individuelle Finanzierungsprüfung bleibt in jedem Fall der erste Schritt.

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