Benziner verlieren im Neuwagenmarkt deutlich an Gewicht. Laut Kraftfahrt-Bundesamt entfielen im April 2026 nur noch 53.420 neu zugelassene Pkw auf Benziner. Das waren 21,4 Prozent aller Neuzulassungen. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl der neuen Benziner laut KBA um 20,0 Prozent, obwohl der gesamte Pkw-Markt im April um 2,7 Prozent zulegte. Für Verbraucher ist das relevant, weil sich die Kaufentscheidung 2026 immer stärker zwischen mehreren Antriebsarten statt nur zwischen Benziner und Diesel abspielt.
Die wichtigsten KBA-Zahlen auf einen Blick
Aus den aktuellen KBA-Daten zu den Fahrzeugzulassungen im April 2026 ergeben sich für private Käufer vor allem diese Punkte:
- 53.420 neue Benziner wurden im April 2026 zugelassen.
- Ihr Marktanteil lag bei 21,4 Prozent.
- Gegenüber April 2025 sank die Zahl der Benziner laut KBA um 20,0 Prozent.
- Insgesamt wurden im April 249.163 neue Pkw zugelassen, ein Plus von 2,7 Prozent.
- 64.350 neue Elektro-Pkw (BEV) kamen auf einen Anteil von 25,8 Prozent.
- 97.753 neue Hybrid-Pkw erreichten 39,2 Prozent Anteil, darunter 27.546 Plug-in-Hybride mit 11,1 Prozent Anteil.
- 32.437 Diesel-Pkw kamen auf 13,0 Prozent Anteil und lagen ebenfalls unter Vorjahr.
- Der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller neu zugelassenen Pkw lag laut KBA bei 97,6 g/km.
Auf Basis der vom KBA veröffentlichten Monatswerte ergibt sich für Benziner im April 2025 rechnerisch noch ein Anteil von rund 27,5 Prozent. Der Rückgang ist damit nicht nur bei den Stückzahlen sichtbar, sondern auch beim Marktanteil.
Warum diese Zahl für Verbraucher wichtig ist
Die Statistik zeigt vor allem eines: Der klassische Benziner bleibt wichtig, ist bei Neuzulassungen aber nicht mehr die selbstverständliche Standardwahl. Für Haushalte heißt das nicht automatisch, dass ein Benziner unattraktiv ist. Es heißt aber, dass der Kostenvergleich mit Hybrid, Plug-in-Hybrid und E-Auto viel wichtiger geworden ist.
1. Der Benziner ist 2026 oft nur noch eine von mehreren realen Optionen
Noch vor wenigen Jahren war der Benziner für viele Käufer die naheliegende Standardentscheidung. Die April-Zahlen des KBA zeigen ein anderes Bild: Reine Elektroautos lagen mit 25,8 Prozent bereits über dem Benziner-Anteil, Hybride sogar sehr deutlich.
Für Verbraucher bedeutet das: Wer ein neues Auto sucht, sollte nicht nur zwischen zwei ähnlichen Verbrennern vergleichen, sondern die Antriebsfrage bewusst mitrechnen. Für die laufenden Kraftstoffkosten hilft unser Spritkostenrechner. Wenn Sie viel zur Arbeit fahren, passt zusätzlich der Pendlerrechner.
2. Ein sinkender Anteil macht den Benziner nicht automatisch schlecht
Die KBA-Zahl sagt nichts darüber aus, ob ein Benziner für Ihren Alltag ungeeignet ist. Bei geringer Jahresfahrleistung, fehlender Lademöglichkeit oder kurzen Haltedauern kann ein Benziner weiterhin sinnvoll sein. Die Statistik zeigt nur, dass immer mehr Käufer Alternativen tatsächlich wählen.
Für die monatliche Angebotsrechnung ist unser Leasing-Rechner hilfreich. Den Begriff dahinter erklärt unser Glossarbeitrag zur Leasingrate.
3. Kraftstoffverbrauch und Steuer bleiben beim Benziner entscheidend
Wenn der Markt breiter wird, entscheidet beim Benziner noch stärker die konkrete Kostenrechnung. Zwei ähnlich teure Modelle können bei Verbrauch, CO2-Ausstoß und Kfz-Steuer im Jahr deutlich auseinanderliegen.
Dafür passen unser Kfz-Steuerrechner sowie die Glossarbeiträge zu Kfz-Steuer, CO2-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch.
4. Der Vergleich mit Hybrid und E-Auto wird im Autohaus praktischer
Mit 97.753 Hybrid-Pkw und 64.350 reinen Elektroautos im selben Monat ist der Vergleich nicht mehr theoretisch. Käufer sehen 2026 im Markt tatsächlich mehr elektrifizierte Alternativen. Das erhöht die Chance auf passende Angebote, macht die Entscheidung aber auch komplexer.
Für diesen Vergleich hilft unser E-Auto-Vergleichsrechner. Wenn Laden zuhause möglich ist, können Sie zusätzlich mit dem Wallbox-Kosten-Rechner prüfen, wie sich eigene Ladeinfrastruktur auf die Gesamtrechnung auswirkt.
Was Verbraucher jetzt konkret prüfen sollten
Wenn Sie 2026 einen neuen Benziner oder eine Alternative dazu vergleichen, helfen diese vier Fragen besonders:
- Wie hoch sind meine realen Jahreskosten für Kraftstoff oder Strom?
- Fahre ich so viel, dass Verbrauchsunterschiede spürbar ins Gewicht fallen?
- Wie stark unterscheiden sich Steuer, Leasingrate und laufende Nebenkosten zwischen den Antriebsarten?
- Ist ein Benziner in meinem Alltag wirklich günstiger oder wirkt er nur beim Einstiegspreis attraktiv?
Gerade in einem Markt mit mehr Hybrid- und Elektroangeboten bringt ein nüchterner Vollkostenvergleich oft mehr als der Blick auf nur eine Monatsrate oder den Listenpreis.
Unsere Einordnung
Die April-Zahlen des KBA markieren keinen Abschied vom Benziner, aber sie zeigen klar, dass seine dominante Stellung im Neuwagenmarkt weiter schrumpft. Für Verbraucher ist das vor allem deshalb wichtig, weil sich die Kaufentscheidung 2026 seltener automatisch auf einen klassischen Verbrenner verengt.
Für die Praxis heißt das: Ein Benziner kann weiterhin gut passen, aber er sollte stärker als früher gegen Hybrid und E-Auto gegengerechnet werden. Entscheidend sind Fahrprofil, Verbrauch, Steuer und die Frage, ob zuhause geladen werden kann. Genau dort helfen praktische Rechner mehr als pauschale Aussagen über den angeblich besten Antrieb.
Quellen
- Kraftfahrt-Bundesamt: Fahrzeugzulassungen im April 2026
- Kraftfahrt-Bundesamt: Neuzulassungen von Personenkraftwagen im Jahresverlauf 2026 nach Marken und alternativen Antrieben
Häufige Fragen zu Benziner-Neuzulassungen im April 2026
Wie viele neue Benziner wurden im April 2026 zugelassen? ▼
Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden im April 2026 in Deutschland 53.420 neue Benziner zugelassen.
Wie hoch war der Benziner-Anteil am Neuwagenmarkt? ▼
Der Anteil der Benziner lag im April 2026 laut KBA bei 21,4 Prozent aller neuen Pkw. Auf Basis der KBA-Monatswerte ergibt sich für April 2025 rechnerisch noch ein Anteil von rund 27,5 Prozent.
Waren Elektroautos und Hybride im April 2026 stärker als Benziner? ▼
Ja. Laut KBA kamen reine Elektroautos im April 2026 auf 25,8 Prozent Marktanteil und Hybrid-Pkw auf 39,2 Prozent. Beide Werte lagen über dem Benziner-Anteil von 21,4 Prozent.
Welche Rechner helfen beim Vergleich? ▼
Besonders passend sind der Spritkostenrechner, der Pendlerrechner, der Leasing-Rechner, der Kfz-Steuerrechner, der E-Auto-Vergleichsrechner und der Wallbox-Kosten-Rechner.