Neue Autos in Deutschland stoßen im Schnitt weniger CO2 aus. Laut Kraftfahrt-Bundesamt lag der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen im Mai 2026 bei 97,2 g/km. Das waren 10,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Für Verbraucher ist das relevant, weil der CO2-Wert bei vielen Verbrennern ein Kostenfaktor bei der Kfz-Steuer ist und zugleich einen wichtigen Hinweis auf die laufenden Energie- oder Spritkosten gibt.
Die wichtigsten KBA-Zahlen auf einen Blick
Aus der KBA-Mitteilung zu den Fahrzeugzulassungen im Mai 2026 ergeben sich vor allem diese Werte:
- 239.448 Pkw wurden im Mai 2026 neu zugelassen.
- Das waren 0,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
- Der durchschnittliche CO2-Ausstoß sank auf 97,2 g/km.
- Das entspricht einem Rückgang von 10,8 Prozent gegenüber Mai 2025.
- 59.969 batterieelektrische Pkw wurden neu zugelassen, ihr Anteil lag bei 25,0 Prozent.
- 95.466 Hybrid-Pkw erreichten einen Anteil von 39,9 Prozent.
- Darunter kamen 27.921 Plug-in-Hybride auf 11,7 Prozent Anteil.
- 51.806 Benziner erreichten 21,6 Prozent Anteil.
- 30.547 Diesel kamen auf 12,8 Prozent Anteil.
Warum der CO2-Wert für Verbraucher wichtig ist
Die Durchschnittszahl des KBA ist keine Steuerrechnung für ein einzelnes Auto. Sie zeigt aber, in welche Richtung sich der Markt bewegt und welche Punkte Käufer genauer prüfen sollten.
1. CO2 kann bei Verbrennern die laufende Steuer mit beeinflussen
Der Zoll verweist auf seiner Seite zur Steuerhöhe bei der Kraftfahrzeugsteuer auf den offiziellen Kfz-Steuer-Rechner des Bundesministeriums der Finanzen. Für Verbraucher heißt das praktisch: Der CO2-Wert eines Fahrzeugs gehört bei vielen Pkw in die Gesamtrechnung, gerade wenn zwei Modelle beim Kaufpreis nah beieinander liegen.
Für eine schnelle Einordnung helfen unser Kfz-Steuerrechner und die Glossarbeiträge zu Kfz-Steuer und CO2-Ausstoß.
2. Niedrigerer Flottenwert heißt nicht automatisch niedrige Kosten für jedes Modell
Der Marktwert von 97,2 g/km ist ein Durchschnitt über alle neu zugelassenen Pkw. Für einzelne Fahrzeuge kann der Wert deutlich höher oder niedriger liegen. Gerade bei größeren Verbrennern bleiben Verbrauch, CO2-Ausstoß und jährliche Fixkosten oft spürbar höher als bei kleineren oder elektrifizierten Modellen.
Wer verschiedene Fahrzeugtypen vergleicht, sollte deshalb nicht nur auf Aktionspreis oder Monatsrate schauen. Wichtiger ist die Gesamtrechnung aus Anschaffung, Steuer, Energie und Nutzung. Dafür passen unser Auto-Unterhaltskosten-Rechner, der Spritkostenrechner und der Leasing-Rechner.
3. Der Neuwagenmarkt verschiebt sich weiter in Richtung Elektro und Hybrid
Dass der Durchschnitts-CO2-Wert sinkt, passt zur aktuellen Antriebsverteilung. Laut KBA lag der Anteil von batterieelektrischen Pkw bei 25,0 Prozent, Hybride kamen zusammen auf 39,9 Prozent. Benziner und Diesel verlieren dagegen weiter an Gewicht.
Für Haushalte, die gerade neu rechnen, ist das relevant: Die Auswahl an Antrieben wird breiter, aber der direkte Kostenvergleich auch komplexer. Nützlich dafür sind unser E-Auto-Vergleichsrechner, der Ladekosten-E-Auto-Rechner und der Wallbox-Kosten-Rechner.
Was Autokäufer jetzt konkret prüfen sollten
Wenn Sie 2026 einen Neuwagen vergleichen, helfen diese vier Fragen besonders:
- Wie hoch ist der offizielle CO2-Wert meines Wunschmodells und was bedeutet er für die laufende Steuer?
- Wie stark unterscheiden sich Benziner, Hybrid und E-Auto bei meinen Jahreskilometern in den Gesamtkosten?
- Ist eine günstige Monatsrate wirklich attraktiv, wenn Verbrauch oder Ladekosten am Ende höher ausfallen?
- Passe ich mit meinem Fahrprofil eher zu einem sparsamen Verbrenner, Hybrid oder vollelektrischen Modell?
Gerade bei einem Markt mit sinkendem Durchschnitts-CO2-Wert lohnt es sich, nicht nur Trends zu lesen, sondern das konkrete Fahrzeug im eigenen Alltag sauber durchzurechnen.
Unsere Einordnung
Die KBA-Zahl von 97,2 g/km ist vor allem ein Signal dafür, dass sich der Neuwagenmarkt weiter verändert. Mehr Elektroautos und mehr Hybride drücken den Durchschnitt, aber sie ersetzen keine individuelle Kostenrechnung. Für Verbraucher bleibt entscheidend, was das konkrete Auto bei Steuer, Energie und Finanzierung im Monat wirklich kostet.
Deshalb ist der sinkende Durchschnittswert zwar eine gute Marktinformation, aber kein Ersatz für den Modellvergleich. Wer 2026 ein Auto kaufen oder leasen will, sollte den CO2-Wert als einen Kostenhinweis unter mehreren lesen.
Quellen
Häufige Fragen zum CO2-Ausstoß neuer Pkw im Mai 2026
Wie hoch war der durchschnittliche CO2-Ausstoß neuer Pkw im Mai 2026? ▼
Laut Kraftfahrt-Bundesamt lag der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen im Mai 2026 bei 97,2 g/km. Gegenüber dem Vorjahresmonat entsprach das einem Rückgang um 10,8 Prozent.
Warum ist der CO2-Wert für Käufer wichtig? ▼
Der CO2-Wert kann bei vielen Verbrennern die Kfz-Steuer mit beeinflussen und ist außerdem ein Hinweis auf den zu erwartenden Energie- oder Spritbedarf. Für die Praxis gehört er deshalb in jede Gesamtkostenrechnung.
Wie stark sind Elektroautos im Neuwagenmarkt inzwischen vertreten? ▼
Im Mai 2026 wurden laut KBA 59.969 batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Ihr Anteil an allen neuen Pkw lag damit bei 25,0 Prozent.
Welche Rechner helfen bei der Einordnung? ▼
Besonders passend sind der Kfz-Steuerrechner, der Auto-Unterhaltskosten-Rechner, der Spritkostenrechner, der Leasing-Rechner, der E-Auto-Vergleichsrechner, der Ladekosten-E-Auto-Rechner und der Wallbox-Kosten-Rechner.