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KBA: Diesel-Anteil am Gebrauchtwagenmarkt fällt im April 2026 auf 24,1 Prozent

Laut Kraftfahrt-Bundesamt entfielen im April 2026 nur noch 24,1 Prozent aller Pkw-Umschreibungen auf Dieselautos. Was die Zahl für Spritkosten, Kfz-Steuer und den Vergleich mit Hybrid oder E-Auto bedeutet.

RE
Redaktion
30. Mai 2026
KBA: Diesel-Anteil am Gebrauchtwagenmarkt fällt im April 2026 auf 24,1 Prozent

Dieselautos verlieren im Gebrauchtwagenmarkt weiter an Anteil. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden im April 2026 insgesamt 133.619 gebrauchte Diesel-Pkw umgeschrieben. Im April 2025 waren es noch 158.563. Das entspricht einem Rückgang um 15,7 Prozent. Weil im April 2026 insgesamt 555.152 Pkw-Umschreibungen gezählt wurden, lag der Diesel-Anteil nur noch bei 24,1 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch rund 27,8 Prozent.

Die wichtigsten KBA-Zahlen auf einen Blick

Aus den KBA-Tabellen zu den Besitzumschreibungen von Pkw ergeben sich für gebrauchte Dieselautos im April 2026 vor allem diese Punkte:

  • 133.619 gebrauchte Diesel-Pkw wurden im April 2026 umgeschrieben.
  • Im April 2025 waren es 158.563.
  • Das entspricht einem Minus von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
  • Der Anteil an allen Pkw-Umschreibungen fiel auf 24,1 Prozent.
  • Im April 2025 lag dieser Anteil noch bei rund 27,8 Prozent.
  • Von Januar bis April 2026 wurden insgesamt 553.016 gebrauchte Diesel-Pkw umgeschrieben.
  • Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 611.845. Das entspricht einem Minus von 9,6 Prozent.
  • Der Diesel-Anteil für Januar bis April 2026 lag damit bei rund 25,5 Prozent nach 27,7 Prozent im Vorjahreszeitraum.
  • Zum Vergleich kamen gebrauchte Hybrid-Pkw im April 2026 auf 69.551 Umschreibungen.
  • Gebrauchte batterieelektrische Pkw erreichten 42.513 Umschreibungen.

Alle Prozentwerte und Anteile wurden auf Basis der veröffentlichten KBA-Tabellen berechnet.

Warum das für Verbraucher wichtig ist

Die Statistik ist mehr als nur ein Marktwert. Wenn der Diesel-Anteil im Gebrauchtwagenmarkt sinkt, heißt das für Käufer vor allem: Die Auswahl verschiebt sich weiter, und der Kostenvergleich zwischen Diesel, Benziner, Hybrid und E-Auto wird wichtiger.

1. Der Diesel bleibt relevant, ist aber nicht mehr so dominant wie früher

Mit 24,1 Prozent Anteil ist der gebrauchte Diesel-Pkw weiter ein großer Marktbereich. Gleichzeitig zeigt der Rückgang, dass seine Rolle kleiner wird. Für Verbraucher bedeutet das: Wer gezielt einen Diesel sucht, sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass diese Antriebsart im Gebrauchtmarkt alternativlos oder immer die wirtschaftlichste Wahl ist.

Für die laufenden Kraftstoffkosten hilft unser Spritkostenrechner. Wenn Sie viel pendeln, ist zusätzlich der Pendlerrechner nützlich.

2. Hohe Fahrleistung bleibt der wichtigste Prüfpunkt

Ein Diesel rechnet sich oft anders als ein Benziner oder Hybrid. Besonders bei hohen Jahresfahrleistungen, regelmäßigen Langstrecken und konstantem Autobahnanteil kann er weiter sinnvoll sein. Bei kurzen Strecken oder geringerer Fahrleistung fällt der Kostenvorteil beim Kraftstoff häufig kleiner aus als viele Käufer erwarten.

Für die Monatskosten rund um Finanzierung oder Angebotsvergleich ist auch unser Leasing-Rechner hilfreich. Den Verbrauchsvergleich erklärt unser Glossarbeitrag zum Kraftstoffverbrauch.

3. Steuer und CO2-Ausstoß bleiben beim Diesel ein echter Kostenblock

Auch auf dem Gebrauchtmarkt zählt nicht nur der Kaufpreis. Gerade bei Diesel-Pkw wirken sich Hubraum und CO2-Ausstoß direkt auf die laufende Steuer aus. Zwei ähnlich große Fahrzeuge können deshalb in der Jahresrechnung deutlich auseinanderliegen.

Dafür passen unser Kfz-Steuerrechner sowie die Glossarbeiträge zu Kfz-Steuer und CO2-Ausstoß.

4. Die Alternativen wachsen sichtbar

Der KBA-Datensatz zeigt auch, dass andere Antriebe im Gebrauchtmarkt weiter an Gewicht gewinnen. 69.551 gebrauchte Hybrid-Pkw und 42.513 gebrauchte Elektro-Pkw im April 2026 machen deutlich, dass der Vergleich für Käufer breiter geworden ist. Ein sinkender Diesel-Anteil heißt nicht, dass Diesel keine Rolle mehr spielt. Er heißt aber, dass mehr Haushalte heute real zwischen mehreren Antriebsarten wählen können.

Für diesen direkten Vergleich hilft unser E-Auto-Vergleichsrechner. Wenn Laden zu Hause eine Option ist, können Sie zusätzlich mit dem Wallbox-Kosten-Rechner prüfen, wie sich die Ladeinfrastruktur auf die Gesamtrechnung auswirkt.

Was Verbraucher jetzt konkret prüfen sollten

Wenn Sie 2026 einen gebrauchten Diesel ins Auge fassen, helfen diese vier Fragen besonders:

  1. Wie viele Kilometer fahre ich pro Jahr wirklich?
  2. Sind meine Strecken eher lang und konstant oder oft kurz und wechselnd?
  3. Wie stark unterscheiden sich Steuer, Verbrauch und Kaufpreis gegenüber Benziner, Hybrid oder E-Auto?
  4. Ist der Diesel in meinem Alltag wirklich günstiger oder wirkt er nur beim Inseratspreis attraktiv?

Gerade bei gebrauchten Fahrzeugen bringt ein vollständiger Kostenvergleich meist mehr als der Blick auf den Anschaffungspreis allein.

Unsere Einordnung

Die April-Zahlen des KBA zeigen einen klaren Trend: Diesel bleiben im Gebrauchtwagenmarkt wichtig, verlieren aber weiter an Anteil. Für Verbraucher ist das vor allem deshalb relevant, weil die Antriebsentscheidung 2026 seltener nur zwischen Benziner und Diesel fällt. Hybride und gebrauchte E-Autos sind inzwischen viel stärker im tatsächlichen Marktgeschehen sichtbar.

Für die Praxis heißt das: Ein gebrauchter Diesel kann weiterhin sinnvoll sein, aber nur dann, wenn Fahrprofil, Verbrauch und laufende Kosten wirklich passen. Wer vor dem Kauf Spritkosten, Steuer und Jahresfahrleistung sauber gegenrechnet, trifft meist die bessere Entscheidung als mit pauschalen Annahmen über die angeblich beste Antriebsart.

Quellen

Häufige Fragen zu gebrauchten Dieselautos im April 2026

Wie viele gebrauchte Dieselautos wechselten im April 2026 den Halter?

Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden im April 2026 insgesamt 133.619 gebrauchte Diesel-Pkw umgeschrieben.

Wie hoch war der Diesel-Anteil am Gebrauchtwagenmarkt?

Auf Basis der KBA-Tabellen lag der Anteil von Diesel-Pkw an allen Pkw-Umschreibungen im April 2026 bei rund 24,1 Prozent. Im April 2025 waren es noch rund 27,8 Prozent.

Warum ist die Zahl für Verbraucher relevant?

Weil der Marktanteil von Dieselautos sinkt, gleichzeitig aber Hybrid- und Elektroangebote wachsen. Dadurch lohnt sich der Kostenvergleich zwischen mehreren Antriebsarten stärker als früher.

Welche Rechner helfen bei der Kaufentscheidung?

Besonders passend sind der Spritkostenrechner, der Pendlerrechner, der Leasing-Rechner, der Kfz-Steuerrechner, der E-Auto-Vergleichsrechner und der Wallbox-Kosten-Rechner.

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