Mercedes-Benz produziert seit Juni 2026 im Werk Berlin-Marienfelde den neuen elektrischen Axial-Fluss-Motor in Großserie. Der Hochleistungsmotor feiert seine Weltpremiere im neuen Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé. Das 1902 gegründete Werk Berlin-Marienfelde wird damit zum Kompetenzzentrum für High-Performance-Elektromotoren. Der Axial-Fluss-Motor unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Radial-Fluss-Motoren: Der elektromagnetische Fluss verläuft parallel zur Drehachse, die Bauteile sind scheibenförmig angeordnet. Das Ergebnis ist ein besonders kompakter Motor mit hoher Leistungs- und Drehmomentdichte. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das: Elektrofahrzeuge können künftig leistungsstärker und gleichzeitig platzsparender konstruiert werden.
Mercedes-Benz produziert Axial-Fluss-Motor in Berlin-Marienfelde in Großserie
Seit Juni 2026 läuft im Berliner Werk Marienfelde die Großserienproduktion des neuen elektrischen Axial-Fluss-Motors von Mercedes-Benz. Das 1902 gegründete Werk schlägt damit laut Unternehmensangaben ein neues Kapitel in seiner mehr als 120-jährigen Geschichte auf. Seine Weltpremiere in einem Serienfahrzeug feiert der Motor im neuen Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé.
Was ist ein Axial-Fluss-Motor?
Im Unterschied zu konventionellen Radial-Fluss-Motoren verläuft der elektromagnetische Fluss beim Axial-Fluss-Motor parallel zur Drehachse. Die wesentlichen Komponenten sind scheibenförmig angeordnet: Zwei Rotoren umschließen den Stator sandwichartig von beiden Seiten. Diese Bauweise ermöglicht laut Mercedes-Benz ein besonders kompaktes Motordesign sowie eine hohe Leistungs- und Drehmomentdichte.
Mercedes-Benz etabliert den Standort Berlin-Marienfelde, an dem seit 2022 auch der Mercedes-Benz Digital Factory Campus beheimatet ist, als Kompetenzzentrum für die Herstellung von High-Performance-Elektromotoren. Michael Schiebe, Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Group AG verantwortlich für Produktion, Qualität und Supply Chain Management, bezeichnete den Produktionsstart als „wegweisende Innovation”.
Der Schritt fällt in das konzerninterne Jubiläumsjahr „140 Jahre Innovation”, das an die Patentanmeldung von Carl Benz für das erste Automobil und den Bau der ersten Motorkutsche durch Gottlieb Daimler erinnert.
Praktische Implikationen für Verbraucher
1. Elektrofahrzeuge als Kaufoption neu bewerten Die kompaktere Bauweise von Axial-Fluss-Motoren kann Fahrzeugentwicklern mehr Gestaltungsspielraum bei Gewicht, Packaging und Reichweite eröffnen. Wer den Kauf eines Elektrofahrzeugs erwägt, sollte die laufenden Kosten im Blick behalten. Unser E-Auto-Kostenrechner hilft dabei, Betriebskosten realistisch einzuschätzen.
2. Ladekosten im Alltag kalkulieren Leistungsstärkere Elektromotoren verändern nicht automatisch die Ladekosten, doch der Stromverbrauch bleibt ein zentraler Kostenfaktor. Mit dem Ladekosten-Rechner für E-Autos lassen sich die monatlichen Ausgaben für das Laden zu Hause oder an öffentlichen Ladepunkten konkret berechnen.
3. Wallbox-Installation vorausplanen Wer ein Hochleistungs-Elektrofahrzeug der AMG-Klasse anschafft, benötigt in der Regel eine leistungsstarke Heimladeinfrastruktur. Die anfallenden Installations- und Anschaffungskosten lassen sich vorab mit dem Wallbox-Kostenrechner abschätzen.
4. Gesamtkosten des Fahrzeugs im Blick behalten Neben Anschaffungspreis und Ladekosten zählen Versicherung, Wartung und Wertverlust zu den Gesamtkosten eines Fahrzeugs. Der Auto-Unterhaltskosten-Rechner gibt einen strukturierten Überblick über alle relevanten Posten.
Quellen
- Mercedes-Benz startet Großserienproduktion des Axial-Fluss-Motors in Berlin-Marienfelde – Tempelhof-Schöneberg Zeitung
- Mercedes-Benz produziert den Axial-Fluss-Motor in Berlin-Marienfelde – Charlottenburg-Wilmersdorf Zeitung
- Automobil Archiv – Pankower Allgemeine Zeitung
Häufige Fragen
Was ist ein Axial-Fluss-Motor und worin unterscheidet er sich von einem herkömmlichen Elektromotor?
Bei einem konventionellen Radial-Fluss-Motor verläuft der elektromagnetische Fluss senkrecht zur Drehachse. Beim Axial-Fluss-Motor hingegen verläuft dieser Fluss parallel zur Drehachse. Die wesentlichen Bauteile sind scheibenförmig angeordnet: Zwei Rotoren umschließen den Stator von beiden Seiten, ähnlich einem Sandwich. Diese Bauweise ermöglicht ein besonders kompaktes Design bei gleichzeitig hoher Leistungs- und Drehmomentdichte.
Wo produziert Mercedes-Benz den neuen Axial-Fluss-Motor und seit wann läuft die Großserie?
Mercedes-Benz produziert den Axial-Fluss-Motor im Werk Berlin-Marienfelde im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Großserienproduktion läuft seit Juni 2026. Das Werk wurde 1902 gegründet und ist damit der älteste produzierende Standort des Unternehmens. Mercedes-Benz entwickelt Berlin-Marienfelde nun gezielt zu einem Kompetenzzentrum für die Herstellung von High-Performance-Elektromotoren.
In welchem Fahrzeug kommt der Axial-Fluss-Motor erstmals zum Einsatz?
Der Axial-Fluss-Motor feiert seine Weltpremiere in einem Serienfahrzeug im neuen Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé. Damit ist dieses Modell das erste Serienfahrzeug weltweit, das mit diesem neuartigen Motorenkonzept von Mercedes-Benz ausgestattet wird.
Welche Bedeutung hat die Produktion des Axial-Fluss-Motors für den Standort Berlin-Marienfelde?
Der Produktionsstart markiert einen entscheidenden Schritt in der Transformation des Werks hin zur Elektromobilität. Das Werk blickt auf eine mehr als 120-jährige Geschichte zurück und war bislang Teil des globalen Powertrain-Produktionsverbunds von Mercedes-Benz. Seit 2022 beherbergt der Standort zudem den Mercedes-Benz Digital Factory Campus. Mit der Axial-Fluss-Motor-Fertigung schlägt das Werk laut Mercedes-Benz ein neues Kapitel seiner Geschichte auf.
In welchem größeren Unternehmenskontext steht der Start der Axial-Fluss-Motor-Produktion?
Mercedes-Benz verbindet den Produktionsstart mit seinem Jubiläumsjahr “140 Jahre Innovation”. Carl Benz hatte vor 140 Jahren das Patent für das erste Automobil angemeldet, kurz darauf baute Gottlieb Daimler die erste Motorkutsche. Mit dem Axial-Fluss-Motor sieht sich Mercedes-Benz in dieser Innovationstradition und bezeichnet den neuen Antrieb als Beginn einer neuen Zeitrechnung in der Elektromobilität.