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Rechenzentren im Rhein-Main-Gebiet: Stromversorgung unter Druck

Niedrigwasser im Rhein bedroht die Stromversorgung von Rechenzentren im Rhein-Main-Gebiet. Was das für Verbraucher und Unternehmen bedeutet.

RE
Redaktion
30. August 2026
Rechenzentren im Rhein-Main-Gebiet: Stromversorgung unter Druck

Frankfurt kann derzeit den Strombedarf neuer Rechenzentren nicht decken: Laut Energieversorger Mainova sind große Neuanschlüsse erst wieder ab Mitte der 2030er-Jahre realistisch. Deutschland hält aktuell nur noch 2,5 Prozent des weltweiten Serverbestands, gegenüber 3,5 Prozent im Jahr 2015 (Bitkom). Wer online einkauft, Filme streamt oder KI-Dienste nutzt, ist auf Rechenzentren angewiesen. Weil Frankfurt einen der weltweit größten Internetknoten beherbergt, trifft der Ausbaustopp die gesamte digitale Infrastruktur Deutschlands. Neue Leitungskapazitäten fehlen, und international verliert Deutschland weiter an Boden: Die USA verfügen heute über rund 48 Gigawatt IT-Anschlussleistung, Deutschland nur über 2,7 Gigawatt.

Rechenzentren: Frankfurts Stromnetz stößt an seine Grenzen

Neue Großrechenzentren im Rhein-Main-Gebiet können bis Mitte der 2030er-Jahre nicht mehr an das Stromnetz angeschlossen werden. Das teilt der Frankfurter Energieversorger Mainova mit. Betroffen sind vor allem neu geplante Projekte mit sehr hohen Leistungsanforderungen. Hintergrund ist unter anderem der aufwendige Bau neuer Leitungen, der erst abgeschlossen werden muss, bevor zusätzliche Kapazitäten bereitstehen. Bestehende Rechenzentren mit bereits zugesagten Anschlüssen bleiben davon unberührt.

Warum der Strombedarf so stark steigt

Frankfurt beherbergt einen der weltweit größten Internetknoten und damit die höchste Dichte an Rechenzentren in Deutschland. Der wachsende Bedarf an Rechenkapazität für Online-Dienste, Videostreaming und vor allem Künstliche Intelligenz (KI) treibt den Stromverbrauch der Branche weiter nach oben. Laut dem Digitalverband Bitkom verfügen deutsche Rechenzentren aktuell über eine IT-Anschlussleistung von 2,7 Gigawatt. Bis 2030 soll dieser Wert auf rund 4,8 Gigawatt steigen.

Zum Vergleich: Die USA kommen bereits heute auf 48 Gigawatt und dürften bis 2030 rund 95 Gigawatt erreichen, also etwa zwanzigmal mehr als Deutschland. Deutschlands Anteil am weltweiten Serverbestand ist laut Bitkom von 3,5 Prozent im Jahr 2015 auf zuletzt 2,5 Prozent gesunken.

Die EU reagiert mit ambitionierten Ausbauplänen: Geplant sind 13 sogenannte “AI Factories” sowie mindestens fünf “AI Gigafactories” mit jeweils rund 100.000 hochmodernen KI-Chips. Das erklärte Ziel ist es, die Rechenzentrums-Kapazität in Europa innerhalb von fünf bis sieben Jahren mindestens zu verdreifachen.

Was das für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet

1. Stromkosten im Blick behalten Der steigende Strombedarf der Rechenzentrumsbranche ist ein Faktor, der die Nachfrage nach Netzkapazitäten dauerhaft erhöht. Wer seinen eigenen Verbrauch und die damit verbundenen Kosten kennt, kann gezielter reagieren. Mit dem Stromkostenrechner lässt sich der eigene Jahresverbrauch schnell einordnen.

2. Eigene Stromproduktion als Puffer Wer über Eigenstromerzeugung nachdenkt, kann sich damit unabhängiger von Preisentwicklungen am Netz machen. Ein Photovoltaik-Rechner hilft dabei, den möglichen Ertrag einer Dachanlage zu ermitteln. Wer zusätzlich einen Speicher plant, findet mit dem PV-Speicher-Rechner eine erste Orientierung.

3. Balkonkraftwerk als Einstieg Auch kleinere Lösungen wie ein Balkonkraftwerk können dazu beitragen, den eigenen Netzbezug zu senken. Mit dem Balkonkraftwerk-Ertragsrechner lässt sich abschätzen, wie viel Strom eine solche Anlage im Jahr liefern kann.

4. Heizung und Energie langfristig planen Wer die eigene Energieversorgung breiter aufstellen möchte, sollte auch die Heizungsanlage einbeziehen. Der Vergleich zwischen Gasheizung und Wärmepumpe zeigt, welche Option unter welchen Bedingungen wirtschaftlicher ist.

Quellen

Häufige Fragen

Warum können in Frankfurt derzeit keine neuen Rechenzentren ans Stromnetz angeschlossen werden?

Der Frankfurter Energieversorger Mainova teilt mit, dass die vorhandene Stromkapazität im Rhein-Main-Gebiet nicht ausreicht, um weitere leistungsstarke Großanschlüsse zu bedienen. Als Grund werden unter anderem laufende Leitungsbauprojekte genannt, die noch nicht abgeschlossen sind. Laut Mainova ist davon auszugehen, dass große Neuanschlüsse erst ab Mitte der 2030er-Jahre wieder bereitgestellt werden können.

Welche Projekte sind von dem Engpass in Frankfurt konkret betroffen?

Betroffen sind vor allem neu geplante Rechenzentren mit sehr hohen Leistungsanforderungen. Projekte, deren Leistungsbedarf bereits vor längerer Zeit angemeldet und zugesagt wurde, können auch weiterhin angeschlossen werden. Wer heute mit der Planung eines leistungsstarken Rechenzentrums beginnt, muss demnach bis weit in die 2030er-Jahre warten.

Warum steigt der Strombedarf von Rechenzentren überhaupt so stark an?

Wesentliche Treiber sind die wachsende Nutzung von Künstlicher Intelligenz, Online-Shopping und Streaming-Diensten. KI-Anwendungen benötigen besonders rechenintensive Server, was den Stromverbrauch der Rechenzentren deutlich erhöht. Laut dem Digitalverband Bitkom wird die IT-Anschlussleistung der deutschen Rechenzentren von aktuell 2,7 Gigawatt bis 2030 voraussichtlich auf rund 4,8 Gigawatt ansteigen.

Verliert Deutschland im internationalen Vergleich bei Rechenzentren an Boden?

Ja. Laut einer Bitkom-Studie vom November 2024 macht Deutschlands Anteil am weltweiten Serverbestand aktuell nur noch 2,5 Prozent aus, nach 3,5 Prozent im Jahr 2015. Vor allem die USA und China bauen ihre Kapazitäten deutlich schneller aus: Die USA verfügen derzeit über rund 48 Gigawatt IT-Anschlussleistung und werden bis 2030 voraussichtlich rund 95 Gigawatt erreichen. Das ist etwa zwanzigmal mehr als in Deutschland.

Was plant die EU, um im globalen Wettbewerb um Rechenkapazitäten aufzuholen?

Die EU hat angekündigt, hunderte Milliarden Euro zu mobilisieren, um Europa zu einem wettbewerbsfähigen Standort für Künstliche Intelligenz zu machen. Konkret sind 13 sogenannte AI Factories mit Hochleistungsrechnern sowie mindestens fünf noch größere AI Gigafactories geplant. Diese Gigafabriken sollen mit rund 100.000 modernen KI-Chips ausgestattet werden und damit viermal so groß sein wie bestehende Einrichtungen. Ziel ist es, die Rechenzentrumskapazität in Europa innerhalb von fünf bis sieben Jahren mindestens zu verdreifachen.


Dieser Artikel wurde von einem KI-System automatisiert erstellt. Kennzeichnung gemäß Art. 50 der EU-KI-Verordnung.

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