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SpaceX-Börsengang: Rekord-IPO und Chancen für Privatanleger

Der SpaceX-Börsengang gilt als potenzieller Rekord-IPO. Erfahren Sie, was Privatanleger wissen müssen, welche Risiken bestehen und wie eine Beteiligung möglich ist.

RE
Redaktion
15. Juni 2026
SpaceX-Börsengang: Rekord-IPO und Chancen für Privatanleger

SpaceX plant den größten Börsengang der Geschichte: Am 12. Juni 2025 will Elon Musks Raumfahrtunternehmen an der Nasdaq 75 Milliarden US-Dollar einsammeln und dabei 555,6 Millionen Aktien zu je 135 Dollar ausgeben, was SpaceX auf einen Schlag mit rund 1,75 Billionen Dollar bewerten würde. Für Privatanleger in Deutschland ist dieser Börsengang besonders relevant, weil sie über Broker und Banken wie Trade Republic, ING, Commerzbank oder Degiro bereits im Vorfeld Aktien zeichnen können. Gleichzeitig mahnen Analysten zur Besonnenheit: Zum Ausgabepreis zahlen Anleger das 94-Fache des Jahresumsatzes für ein Unternehmen, das zuletzt Verluste in Milliardenhöhe verzeichnet hat. Wer SpaceX-Aktien kauft, setzt damit vor allem auf künftiges Wachstum durch Geschäftsfelder wie den Satelliten-Internetdienst Starlink und die Schlüsselrolle des Unternehmens im US-Raumfahrtprogramm.

SpaceX-Börsengang: Rekord-IPO und Chancen für Privatanleger

Am 12. Juni 2026 geht SpaceX unter dem Börsenkürzel SPCX an der US-Technologiebörse Nasdaq an den Start. Laut den bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen plant das Unternehmen, rund 555,6 Millionen Aktien zu je 135 US-Dollar auszugeben und damit rund 75 Milliarden US-Dollar einzusammeln. Das wäre der größte Börsengang (IPO) der Geschichte. Bei Ausübung einer sogenannten Greenshoe-Option durch die Konsortialbanken könnte der Emissionserlös sogar auf 86 Milliarden US-Dollar steigen.

SpaceX würde damit mit einem Schlag auf eine Marktkapitalisierung von rund 1,7 Billionen US-Dollar kommen und sich damit in die Reihe der zehn wertvollsten Börsenunternehmen weltweit einreihen.


Was steckt hinter SpaceX?

SpaceX ist längst kein reiner Raketenbauer mehr. Das Unternehmen betreibt neben seinem Kerngeschäft mit Raketen auch den Satelliten-Internetdienst Starlink und ist nach eigenen Angaben im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) aktiv. Im Börsenprospekt nennt das Unternehmen als langfristiges Ziel die Ansiedlung von einer Million Menschen auf dem Mars bis zum Jahr 2050.

Gleichzeitig weist SpaceX für das vergangene Jahr rote Zahlen aus. Die Verluste in Milliardenhöhe entstanden laut Analysten vor allem durch hohe Entwicklungskosten für die Großrakete Starship. Anleger wetten also auf künftiges Wachstum, nicht auf aktuelle Gewinne.


Praktische Hinweise für Privatanleger

1. Deutsche Anleger können teilnehmen

Auch deutsche Privatanleger haben die Möglichkeit, SpaceX-Aktien vor dem Börsenstart zu zeichnen. Broker und Banken wie die Commerzbank, ING, Trade Republic oder Degiro bieten die Zeichnung im Vorfeld an. Wer teilnehmen möchte, sollte sich rechtzeitig bei seinem Anbieter informieren, da Zeichnungsfristen gelten.

2. Die Bewertung ist historisch hoch

Bei einem Ausgabepreis von 135 US-Dollar je Aktie zahlen Anleger laut t3n das 94-Fache des Jahresumsatzes von SpaceX. Das Unternehmen schreibt zudem noch Verluste. Analysten mahnen daher zur Besonnenheit. Die SpaceX-Aktie ist damit zum aktuellen Zeitpunkt in erster Linie eine Wette auf die zukünftige Innovationskraft des Unternehmens und seines Gründers Elon Musk.

Wer überlegt, einen Teil seines Ersparten in Einzelaktien zu investieren, sollte vorab seine persönliche Renditeerwartung und das eingegangene Risiko sorgfältig abwägen. Unser Rendite-Rechner hilft dabei, verschiedene Szenarien durchzurechnen.

3. Diversifikation bleibt wichtig

Ein einzelner Hochbewertungs-IPO sollte im Portfolio nicht übergewichtet werden. Wer breit gestreut anlegen möchte, kann alternativ oder ergänzend ETF-Sparpläne prüfen. Mit dem ETF-Sparplan-Rechner lässt sich berechnen, wie sich regelmäßige Beiträge über verschiedene Laufzeiten entwickeln könnten.

4. Dividenden sind nicht zu erwarten

SpaceX schüttet zum Börsenstart keine Dividenden aus. Das Unternehmen reinvestiert Einnahmen in Forschung und Entwicklung. Anleger, die auf regelmäßige Ausschüttungen angewiesen sind, sollten dies bei ihrer Entscheidung berücksichtigen. Wer ausschüttende Aktien oder Fonds im Blick hat, kann mit dem Dividenden-Rechner mögliche Erträge einschätzen.


Quellen

Häufige Fragen

Was macht den SpaceX-Börsengang zum größten der Geschichte?

SpaceX plant, am 12. Juni 2026 an der Technologiebörse Nasdaq unter dem Ticker SPCX zu notieren und dabei rund 75 Milliarden US-Dollar einzusammeln. Insgesamt werden 555,6 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von je 135 US-Dollar angeboten. Das ergibt eine Gesamtbewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar und würde SpaceX damit auf einen Schlag in die Reihe der zehn wertvollsten Börsenunternehmen weltweit katapultieren. Sollten die Konsortialbanken zusätzlich eine sogenannte Greenshoe-Option ausüben, könnte der Emissionserlös sogar auf bis zu 86 Milliarden US-Dollar steigen.

Können auch deutsche Privatanleger SpaceX-Aktien zeichnen?

Ja. Deutsche Privatanleger haben die Möglichkeit, SpaceX-Aktien bereits im Vorfeld des Börsengangs zu zeichnen. Mehrere Broker und Banken, darunter die Commerzbank, ING, Trade Republic und Degiro, bieten diese Option an. Die Zeichnung ermöglicht es, Aktien zum festgelegten Ausgabepreis von 135 US-Dollar zu erwerben, bevor der reguläre Handel an der Nasdaq beginnt.

Was macht SpaceX genau, und ist es wirklich noch ein reines Raumfahrtunternehmen?

SpaceX ist längst breiter aufgestellt als ein klassischer Raketenbauer. Das Unternehmen entwickelt und betreibt Trägerraketen wie die Falcon 9 und arbeitet an der großen Rakete Starship. Daneben spielt SpaceX eine Schlüsselrolle im US-Raumfahrtprogramm. Hinzu kommt der Satelliten-Internetdienst Starlink sowie Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz. Im Börsenprospekt nennt SpaceX als langfristiges Ziel, bis zum Jahr 2050 eine Million Menschen auf dem Mars anzusiedeln.

Welche Risiken sollten Anleger beim SpaceX-IPO kennen?

Analysten mahnen trotz des großen Interesses zu Besonnenheit. SpaceX schrieb im vergangenen Geschäftsjahr rote Zahlen in Milliardenhöhe, vor allem wegen hoher Entwicklungskosten für die Starship-Rakete. Zudem zahlen Anleger beim Ausgabepreis von 135 US-Dollar das 94-Fache des Jahresumsatzes für ein Unternehmen, das noch keinen Gewinn ausweist. Die Investition gilt damit als eine erhebliche Wette auf die zukünftige Innovationskraft und Ertragskraft des Unternehmens.

Wie hat SpaceX den Ausgabepreis von 135 US-Dollar festgelegt?

SpaceX hat den Ausgabepreis von 135 US-Dollar je Aktie ungewöhnlicherweise direkt und ohne vorherige Veröffentlichung einer Preisspanne fixiert. Die entsprechenden Unterlagen wurden bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Dieses Vorgehen weicht vom üblichen IPO-Prozess ab, bei dem Unternehmen zunächst eine Preisspanne nennen und diese im Rahmen einer Investorenroadshow anpassen.

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