Infolge des Iran-Kriegs sind die Spritpreise an deutschen Tankstellen massiv gestiegen: Super E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt zuletzt 1,839 Euro pro Liter, Diesel 1,816 Euro, laut ADAC die höchsten Werte seit Mai 2024 bzw. Oktober 2023. Für Autofahrer bedeutet das spürbar höhere Kosten beim Tanken. Benzin verteuerte sich innerhalb weniger Tage um rund sieben Cent, Diesel sogar um zehn Cent pro Liter. Ein befristeter Tankrabatt von rund 17 Cent pro Liter ist seit Mai 2026 in Kraft, kommt laut ADAC aber noch nicht überall vollständig an. Wer die günstigsten Preise finden will, sollte Preisvergleiche nutzen und nach Möglichkeit vor 12 Uhr tanken.
Spritpreise durch Iran-Konflikt gestiegen: Was Autofahrer jetzt zahlen
Der Konflikt im Nahen Osten treibt die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen auf den höchsten Stand seit Jahren. Laut ADAC lag der bundesweite Tagesdurchschnitt für Super E10 am Montag, dem 3. März 2026, bei 1,839 Euro pro Liter, ein Anstieg von 6,1 Cent gegenüber dem Freitag davor. Diesel verteuerte sich sogar um sieben Cent auf 1,816 Euro, den höchsten Wert seit Oktober 2023.
Die Lage an den Tankstellen
Auslöser des Preisanstiegs ist die militärische Eskalation im Nahen Osten. Besonders die weitgehende Blockade der Straße von Hormus, über die laut Deutschlandfunk rund ein Fünftel des globalen Ölbedarfs transportiert wird, verunsichert die internationalen Rohölmärkte erheblich. Der ADAC beobachtet nach eigenen Angaben einen massiven Preisanstieg bei Benzin und Diesel: Im Vergleich zu Freitag seien es bei Benzin rund sieben Cent und bei Diesel rund zehn Cent. Der ADAC-Online-Preisvergleich war zeitweise wegen des hohen Nutzungsaufkommens nicht erreichbar.
Laut ADAC reagiert Diesel erfahrungsgemäß sensibler auf äußere Faktoren wie Krisen oder Kriege, weshalb die Preisausschläge bei Diesel besonders stark ausfallen.
Was Verbraucher jetzt wissen sollten
1. Aktuelle Preise vergleichen lohnt sich mehr denn je Da die Preise von Tankstelle zu Tankstelle stark variieren können, ist ein Vergleich vor dem Tanken sinnvoll. Der Spritpreisrechner bietet eine Orientierung, wie sich unterschiedliche Kraftstoffpreise auf die monatlichen Fahrtkosten auswirken.
2. Gesamtkosten des Autos im Blick behalten Steigende Spritpreise erhöhen die laufenden Fahrzeugkosten spürbar. Mit dem Auto-Unterhaltskosten-Rechner lässt sich ermitteln, wie stark die aktuellen Preise das persönliche Budget belasten, und wo sich Einsparungen anbieten.
3. Pendler trifft es besonders hart Wer täglich längere Strecken zur Arbeit zurücklegt, spürt den Preisanstieg besonders deutlich. Der Pendlerrechner hilft dabei, die monatlichen Fahrtkosten transparent zu berechnen und ggf. Alternativen wie Fahrgemeinschaften einzukalkulieren.
4. Staatliche Entlastungsmaßnahmen greifen bislang nur teilweise Seit dem 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise laut Deutschlandfunk nur noch einmal täglich anheben, und das Kartellrecht wurde verschärft. Seit dem 1. Mai 2026 gilt zusätzlich ein befristeter Tankrabatt: Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wurde für zwei Monate um rund 17 Cent pro Liter gesenkt. Nach Einschätzung des ADAC kommt diese Entlastung bislang aber nicht vollständig bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an. Vielerorts seien die Preise zunächst gefallen, danach aber wieder gestiegen. Weitere Maßnahmen werden derzeit diskutiert.
Wer über einen Wechsel auf ein Elektrofahrzeug nachdenkt, kann mit dem E-Auto-Rechner die Kostenunterschiede gegenüber einem Verbrenner durchrechnen und prüfen, ob sich ein Umstieg unter den aktuellen Bedingungen rechnet.
Quellen
- Tanken immer teurer: Wer dreht gerade an der Preisschraube? (NDR, 04.03.2026)
- Spritpreise steigen infolge des Iran-Kriegs immer weiter (Tagesschau, 03.03.2026)
- Von Tankrabatt bis 12-Uhr-Regel: Was hilft gegen den Preisschock an der Zapfsäule? (Deutschlandfunk)
Häufige Fragen
Wie stark sind die Spritpreise durch den Iran-Krieg gestiegen?
Seit der Eskalation im Nahen Osten sind die Preise spürbar gestiegen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete Super E10 am Montag, dem 2. März 2026, rund 1,839 Euro pro Liter, das sind 6,1 Cent mehr als noch am Freitag davor. Diesel verteuerte sich sogar um sieben Cent auf 1,816 Euro pro Liter. Das war der höchste Dieselpreis seit Oktober 2023. Laut ADAC dürften die Preise im weiteren Tagesverlauf noch einmal leicht zulegen.
Warum reagiert Diesel stärker auf den Konflikt als Benzin?
Diesel reagiert erfahrungsgemäß sensibler auf äußere Faktoren wie Krisen oder Kriege als Benzin. Ein wesentlicher Grund für den aktuellen Preisanstieg ist die weitgehende Blockade der Straße von Hormus. Über diese Route wird rund ein Fünftel des globalen Ölbedarfs transportiert. Die daraus resultierende Unsicherheit an den internationalen Rohölmärkten schlägt sich bei Diesel besonders stark nieder.
Gibt es staatliche Maßnahmen, die Autofahrer beim Tanken entlasten?
Ja, es wurden mehrere Maßnahmen beschlossen. Seit dem 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich anheben, zudem wurde das Kartellrecht verschärft. Seit dem 1. Mai 2026 gilt außerdem ein befristeter Tankrabatt: Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wurde für zwei Monate um rund 17 Cent pro Liter gesenkt. Der ADAC weist jedoch darauf hin, dass diese Entlastung bislang nicht überall vollständig bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt.
Wie finde ich aktuell die günstigste Tankstelle in meiner Nähe?
Der ADAC bietet einen Online-Preisvergleich, der in Echtzeit Tankstellenpreise in der Umgebung anzeigt. Aufgrund der hohen Nachfrage war dieses Portal in den vergangenen Tagen zeitweise überlastet. Es empfiehlt sich, den Preisvergleich zu Randzeiten zu nutzen. Grundsätzlich lohnt es sich zudem, den günstigsten Tankzeitpunkt zu kennen: Abendstunden sind laut ADAC erfahrungsgemäß günstiger als der Morgen.
Ist mit einer baldigen Entspannung der Spritpreise zu rechnen?
Derzeit ist der Markt nach Einschätzung von Experten weiterhin nervös. Solange die Lage rund um die Straße von Hormus angespannt bleibt und der Rohölpreis hoch notiert, ist kein rascher Rückgang der Spritpreise zu erwarten. Der ADAC geht davon aus, dass die Preise kurzfristig weiter steigen könnten. Eine nachhaltige Entlastung hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung des Konflikts und den internationalen Rohstoffmärkten ab.
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