VW-Konzern verkaufte im zweiten Quartal 2026 rund 2,1 Millionen Fahrzeuge – ein Rückgang von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In China brach der Absatz um 36,6 Prozent ein. Kernmarke VW minus 14 Prozent, Audi minus 8,2 Prozent, Porsche minus 18 Prozent (Quelle: DIE ZEIT/dpa, 10. Juli 2026). China ist der weltweit größte Automobilmarkt und war jahrelang der wichtigste Wachstumstreiber für deutsche Hersteller. Ein Einbruch von mehr als einem Drittel innerhalb eines Quartals zeigt, dass lokale Anbieter den deutschen Marken dauerhaft Marktanteile abnehmen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher kann das Folgen für Fahrzeugpreise, Modellpaletten und den Stellenwert europäischer Marken im Premiumsegment haben.
VW-Absatz bricht in China um über 36 Prozent ein – was das für Autokäufer bedeutet
Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal 2026 konzernweit knapp 2,1 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert – 8,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern selbst berichtet. Der schwerste Einbruch kam aus China: Dort sanken die VW-Verkäufe laut Daten von AFP und dpa um 36,6 Prozent. Auch BMW und Mercedes stehen unter Druck: BMW verlor im ersten Quartal 2026 in China 10 Prozent, Mercedes sogar 27 Prozent, wie das Handelsblatt berichtete.
Die Zahlen im Überblick
| Hersteller / Marke | Rückgang Q1/Q2 2026 | Markt China |
|---|---|---|
| Volkswagen (Konzern, Q2) | -8,6 % weltweit | -36,6 % |
| VW-Kernmarke (Q2) | -14 % | Einbruch enthalten |
| Audi (Q2) | -8,2 % | Einbruch enthalten |
| Porsche (H1) | -16 % (Q2: -18 %) | Einbruch enthalten |
| BMW (Q1) | -3,5 % weltweit | -10 % |
| Mercedes (Q1) | -6 % weltweit | -27 % |
Lokale chinesische Hersteller wie BYD gewinnen auf Kosten der deutschen Marken Marktanteile. In Nord- und Südamerika sowie in Europa verbuchte der VW-Konzern dagegen leichte Zuwächse. Skoda meldete sogar ein Plus von knapp 5 Prozent.
Was das für Verbraucher in Deutschland bedeutet
1. Mögliche Rabatte und Preisnachlässe beim Autokauf
Sinkende Absatzzahlen erzeugen Druck auf die Hersteller, Lagerbestände abzubauen. Wer in den kommenden Monaten einen Neuwagen oder Jahreswagen von VW, Audi oder Mercedes kaufen möchte, kann unter Umständen günstigere Konditionen aushandeln. Nutzen Sie vor einer Kaufentscheidung unseren Autokredit-Rechner, um die monatliche Belastung verschiedener Angebote zu vergleichen.
2. Leasingangebote könnten attraktiver werden
Hersteller mit hohem Absatzdruck setzen erfahrungsgemäß auf verbesserte Leasingkonditionen, um Fahrzeuge in den Markt zu bringen. Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, lohnt sich ein genauer Blick auf die Gesamtkosten. Unser Leasing-Ratgeber hilft beim Vergleich.
3. Unterhaltskosten im Blick behalten
Auch bei einem günstigen Einstiegspreis bleiben laufende Kosten entscheidend. Mit dem Auto-Unterhaltskosten-Rechner lässt sich schnell ermitteln, was ein Fahrzeug über seine Laufzeit tatsächlich kostet – unabhängig vom Kaufpreis.
4. Elektroautos: Nachfrage schwächer, aber Markt in Bewegung
Laut Merkur brechen auch die E-Auto-Verkäufe der deutschen Hersteller ein, während BMW gleichzeitig Rekord-Bestellungen meldet. Wer den Umstieg auf ein Elektrofahrzeug prüft, findet mit unserem E-Auto-Rechner eine Entscheidungshilfe zu Kosten und Reichweite.
Quellen
- BMW, Mercedes, VW: Auto-Konzerne haben Probleme in China – Blick.ch, 22. April 2026
- Volkswagen: VW-Absatz sinkt im zweiten Quartal um 8,6 Prozent – DIE ZEIT / AFP / dpa, 10. Juli 2026
- Autobauer im Absturz: Wie BMW, VW und Mercedes China verlieren – Merkur.de, 15. April 2026
Häufige Fragen
Wie stark ist der VW-Absatz in China im zweiten Quartal 2026 eingebrochen?
Im zweiten Quartal 2026 sank der VW-Konzernabsatz in China um 36,6 Prozent. Konzernweit wurden knapp 2,1 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Gesamtrückgang von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. China ist damit der mit Abstand schwächste Markt für den Konzern.
Welche VW-Marken sind besonders stark betroffen?
Die Kernmarke Volkswagen verzeichnete im zweiten Quartal 2026 einen Rückgang von 14 Prozent auf rund 1,02 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge. Audi verlor 8,2 Prozent und kam auf 367.000 Einheiten. Porsche traf es am härtesten: Im zweiten Quartal 2026 lag das Minus bei 18 Prozent, im gesamten ersten Halbjahr bei 16 Prozent.
Warum verlieren deutsche Autohersteller in China so stark an Boden?
Lokale chinesische Anbieter wie BYD haben ihre Marktanteile deutlich ausgebaut und drängen die deutschen Marken zurück. Die Konkurrenz aus dem Inland bietet zunehmend wettbewerbsfähige Fahrzeuge zu günstigeren Preisen an. Hinzu kommen veränderte Kundenpräferenzen auf dem chinesischen Markt, die europäische Premiummarken unter erheblichen Druck setzen.
Sind auch BMW und Mercedes von dem Absatzrückgang in China betroffen?
Ja. BMW verkaufte im ersten Quartal 2026 in China 10 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum, Mercedes sogar 27 Prozent weniger. Weltweit verzeichnete BMW ein Minus von 3,5 Prozent, Mercedes von 6 Prozent. Der Rückgang in China konnte durch leichte Zuwächse in Europa nicht ausgeglichen werden.
Gibt es Märkte, auf denen die deutschen Autobauer zulegen konnten?
Ja, in Europa zeigten sich moderate Zuwächse. Der VW-Konzern verzeichnete zudem leichte Absatzsteigerungen in Nord- und Südamerika. Auch BMW erzielte in Europa ein Plus von rund 3 Prozent. Diese Gewinne reichen jedoch nicht aus, um die massiven Verluste auf dem chinesischen Markt zu kompensieren.