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Autoversicherung-Selbstbehalt-Rechner — lohnt sich ein höherer Selbstbehalt?

Der Autoversicherung-Selbstbehalt-Rechner vergleicht einen Tarif mit niedrigem Selbstbehalt gegen einen mit hohem Selbstbehalt. Sie sehen die Beitragsersparnis, die Mehrkosten im Schadenfall und die erwarteten Gesamtkosten pro Jahr.

Erwartete Kosten niedriger SB

630,00 €

pro Jahr

Erwartete Kosten hoher SB

550,00 €

pro Jahr

Beitragsersparnis durch hohen SB

150,00 €

Empfehlung

Höherer Selbstbehalt günstiger

Vereinfachte Erwartungswert-Rechnung — keine Versicherungsberatung.

Autoschlüssel und ein gefaltetes Dokument auf einem Holztisch
AnzeigeHinweis
Selbstbeteiligung wirkt nur im Tarif
Wie stark ein höherer Selbstbehalt die Prämie senkt, unterscheidet sich je Versicherer deutlich.
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Lohnt sich ein höherer Selbstbehalt?

Bei der Kfz-Kaskoversicherung können Sie meist zwischen mehreren Selbstbehalten wählen. Der Selbstbehalt ist der Anteil eines Schadens, den Sie selbst zahlen. Wählen Sie einen höheren Selbstbehalt, sinkt im Gegenzug Ihr Jahresbeitrag, weil die Versicherung pro Schaden weniger übernehmen muss.

Die zentrale Frage lautet: Spart der niedrigere Beitrag mehr, als Sie im Schadenfall zusätzlich draufzahlen? Genau das macht dieser Rechner sichtbar.

So funktioniert der Vergleich

Sie geben den Beitrag für beide Varianten, die jeweiligen Selbstbehalte und die erwartete Zahl der Schäden pro Jahr ein. Der Rechner ermittelt:

  • die Beitragsersparnis durch den höheren Selbstbehalt,
  • die Mehrkosten je Schaden (Differenz der Selbstbehalte),
  • die erwarteten Gesamtkosten pro Jahr für beide Varianten.

Der Break-even über die Schadenhäufigkeit

Entscheidend ist, wie oft Sie voraussichtlich einen Schaden melden. Bei null oder sehr wenigen Schäden gewinnt fast immer der höhere Selbstbehalt, weil die Beitragsersparnis voll wirkt. Je häufiger Schäden auftreten, desto schneller fressen die Mehrkosten je Schaden die Ersparnis auf — dann ist der niedrige Selbstbehalt günstiger.

Faustregel: Liegt Ihre erwartete Schadenzahl pro Jahr unter dem Verhältnis aus Beitragsersparnis und Selbstbehalt-Differenz, lohnt sich der hohe Selbstbehalt.

Voll- und Teilkasko getrennt betrachten

In vielen Tarifen gibt es separate Selbstbehalte für Voll- und Teilkasko. Typisch sind etwa 150 Euro Teilkasko und 300 oder 500 Euro Vollkasko. Prüfen Sie beide Werte einzeln, da sich die Schadenhäufigkeit stark unterscheiden kann.

Hinweis: Dies ist eine vereinfachte Schätzung über Erwartungswerte. Tatsächliche Beiträge, Schadenhäufigkeiten und Tarifregeln können abweichen. Der Rechner ersetzt keine individuelle Beratung.

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Wie der Selbstbehalt wirkt

Ein höherer Selbstbehalt senkt die Prämie, weil kleine Schäden nicht mehr reguliert werden. Wie stark, unterscheidet sich zwischen Versicherern erheblich.

Übliche Stufen sind 150 Euro Teilkasko und 300 Euro Vollkasko oder 500 beziehungsweise 1.000. Die Ersparnis ist bei den ersten Stufen am größten und flacht danach ab.

Ab wann er sich rechnet

Vergleichen Sie die jährliche Ersparnis mit der Erhöhung des Selbstbehalts. Spart ein Sprung von 300 auf 1.000 Euro jährlich 120 Euro, haben Sie die Differenz von 700 Euro nach knapp sechs Jahren eingespielt — sofern nichts passiert.

Entscheidend ist deshalb Ihre Schadenerwartung, nicht die Prozentangabe im Angebot.

Der Selbstbehalt schützt vor Rückstufung

Kleinschäden selbst zu tragen, hat einen zweiten, oft größeren Vorteil: Sie verlieren keine Schadenfreiheitsklasse.

Eine Rückstufung wirkt über Jahre nach. Deshalb lohnt es sich häufig, Schäden knapp über dem Selbstbehalt ebenfalls selbst zu zahlen — die Versicherung nennt Ihnen auf Anfrage den Betrag, ab dem sich die Meldung rechnet.

Schadenfreiheitsklassen und Rabattschutz

Jedes schadenfreie Jahr verbessert die SF-Klasse. Ein gemeldeter Schaden wirft Sie mehrere Klassen zurück — die Mehrkosten über die Folgejahre übersteigen die Schadenshöhe oft deutlich.

Ein Rabattschutz verhindert die Rückstufung nach einem Schaden pro Jahr, kostet aber Aufschlag. Und Vorsicht beim Wechsel: Manche Versicherer übernehmen die geschützte Klasse nicht, sondern die tatsächliche.

Typklasse und Regionalklasse

Beide werden jährlich neu festgesetzt und wirken unabhängig von Ihrem Fahrverhalten. Ein Umzug oder ein Fahrzeugwechsel kann die Prämie stärker verändern als jede Selbstbehaltsstufe.

Vor einem Autokauf lohnt der Blick auf die Typklasse — zwischen zwei ähnlichen Modellen liegen manchmal mehrere hundert Euro Jahresprämie.

Die weiteren Stellschrauben

Werkstattbindung, jährliche statt monatlicher Zahlweise, realistische Jahresfahrleistung, Garagenstellplatz und die Beschränkung des Fahrerkreises senken den Beitrag zusätzlich.

Die Fahrleistung sollte ehrlich angegeben werden: Bei deutlicher Überschreitung droht eine Nachzahlung, im Extremfall eine Leistungskürzung.

Kfz-Versicherung günstiger machen

  1. 01 Ein höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag — sinnvoll, wenn Sie selten Schäden melden.
  2. 02 Rechnen Sie den Break-even aus: ab wie vielen Schäden pro Jahr lohnt sich der niedrige Selbstbehalt?
  3. 03 Voll- und Teilkasko haben oft getrennte Selbstbehalte — prüfen Sie beide einzeln.

Häufige Fragen zu Selbstbehalt und Beitrag

Was ist ein Selbstbehalt? expand_more
Der Selbstbehalt ist der Betrag, den Sie im Schadenfall selbst tragen. Den Rest übernimmt die Versicherung.
Gilt das auch für die Teilkasko? expand_more
Ja, das Prinzip ist identisch. Voll- und Teilkasko können aber unterschiedliche Selbstbehalte haben.
Ersetzt der Rechner eine Beratung? expand_more
Nein. Es ist eine vereinfachte Schätzung über Erwartungswerte und keine individuelle Versicherungsberatung.
Warum senkt ein hoher Selbstbehalt den Beitrag? expand_more
Die Versicherung trägt pro Schaden weniger Kosten und gibt diese Ersparnis als niedrigeren Beitrag weiter.
Ab wann lohnt sich der höhere Selbstbehalt? expand_more
Solange Ihre erwarteten Schadenkosten unter der jährlichen Beitragsersparnis liegen, ist der hohe Selbstbehalt günstiger.

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