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Beaufort Skala: Windstärke in km/h, m/s und Knoten umrechnen

Stand: Rechenweg mit automatischen Tests geprüftMethodik

Die Beaufort Skala teilt den Wind in 13 Stufen von 0 bis 12 ein: Windstärke 7 entspricht 50 bis 61 km/h, ab 118 km/h spricht man von Orkan, Windstärke 12. Der Rechner ordnet jede Windgeschwindigkeit in km/h, m/s, Knoten oder mph der passenden Beaufort-Stufe zu und rechnet umgekehrt eine Windstärke in Geschwindigkeiten um. Dazu zeigt er die Bezeichnung nach dem Deutschen Wetterdienst und die typischen Auswirkungen an Land und auf See.

menu_book Ausführlicher Ratgeber: Beaufort-Rechner erklärt

Windstärke

7 Bft

Steifer Wind

Umgerechnet

km/h
50
m/s
13,89
Knoten
27
mph
31,1

Auswirkungen an Land

Ganze Bäume bewegen sich, fühlbare Hemmung beim Gehen gegen den Wind.

Auswirkungen auf See

See türmt sich, Schaum legt sich in Streifen in Windrichtung.

Die Windstärke beschreibt das 10-Minuten-Mittel in 10 m Höhe. Böen sind kurze Spitzen von wenigen Sekunden und liegen oft 30 bis 60 Prozent darüber. Meldet der Wetterbericht „Böen bis 9 Bft“, ist die Böengeschwindigkeit in Beaufort gemeint.

Rechenweg

  1. In m/s umrechnen: 50 km/h × 0,277778 = 13,89 m/s
  2. Auf die Tabellengenauigkeit runden: 50 km/h liegt im Bereich 13,9 bis 17,1 m/s (50 bis 61 km/h, 28 bis 33 kn) → Beaufort 7
  3. Kontrolle mit B = (v / 0,836)^(2/3) = 6,51 → gerundet 7

Beaufort-Skala (WMO)

BftBezeichnungkm/hm/sKnotenAn Land
0Windstille< 1< 0,3< 1Rauch steigt senkrecht empor.
1Leiser Zug1–50,3–1,51–3Rauch treibt leicht ab, Windfahne bewegt sich noch nicht.
2Leichte Brise6–111,6–3,34–6Wind im Gesicht spürbar, Blätter säuseln, Windfahne bewegt sich.
3Schwache Brise12–193,4–5,47–10Blätter und dünne Zweige bewegen sich, Wimpel werden gestreckt.
4Mäßige Brise20–285,5–7,911–16Zweige bewegen sich, Staub und loses Papier werden gehoben.
5Frische Brise29–388–10,717–21Kleine Laubbäume beginnen zu schwanken, Schaumkronen auf Seen.
6Starker Wind39–4910,8–13,822–27Starke Äste bewegen sich, Pfeifen an Drahtleitungen, Schirme schwer zu halten.
7Steifer Wind50–6113,9–17,128–33Ganze Bäume bewegen sich, fühlbare Hemmung beim Gehen gegen den Wind.
8Stürmischer Wind62–7417,2–20,734–40Zweige brechen von Bäumen, Gehen erheblich erschwert.
9Sturm75–8820,8–24,441–47Äste brechen, kleinere Schäden an Häusern, Dachziegel werden abgehoben.
10Schwerer Sturm89–10224,5–28,448–55Bäume werden entwurzelt, bedeutende Schäden an Häusern.
11Orkanartiger Sturm103–11728,5–32,656–63Verbreitete schwere Sturmschäden, im Binnenland sehr selten.
12Orkan≥ 118≥ 32,7≥ 64Schwerste Verwüstungen.

Grenzen nach WMO für das 10-Minuten-Mittel in 10 m Höhe, Bezeichnungen nach Deutschem Wetterdienst. Weitere Einheiten wie Mach oder ft/s rechnet der Geschwindigkeits-Umrechner um.

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Die Beaufort Skala übersetzt Windgeschwindigkeit in 13 Windstärken von Windstille bis Orkan

Der britische Admiral Francis Beaufort entwickelte die Skala Anfang des 19. Jahrhunderts, damit Seeleute den Wind ohne Messgerät einheitlich beschreiben konnten. Ursprünglich richtete sie sich nach der Segelführung eines Kriegsschiffs, später nach dem Seegang und den Auswirkungen an Land. Heute legt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) für jede Stufe einen Geschwindigkeitsbereich fest. Die Skala gilt für das 10-Minuten-Mittel in 10 m Höhe über freiem Gelände.

Weil der Wind in m/s, km/h, Knoten und Meilen pro Stunde gemessen wird, sind die Grenzen in jeder Einheit getrennt festgelegt: in Meter pro Sekunde mit einer Nachkommastelle, in km/h und Knoten als ganze Zahlen.

Beaufort Tabelle: Windstärke in km/h, m/s und Knoten mit Auswirkungen

Die vollständige Windstärke-Tabelle mit den Grenzen nach WMO, den Bezeichnungen des Deutschen Wetterdienstes und den Auswirkungen an Land.

BftBezeichnungkm/hm/sKnotenAuswirkungen an Land
0Windstilleunter 10 bis 0,2unter 1Rauch steigt senkrecht empor.
1Leiser Zug1 bis 50,3 bis 1,51 bis 3Rauch treibt leicht ab, Windfahne bewegt sich noch nicht.
2Leichte Brise6 bis 111,6 bis 3,34 bis 6Wind im Gesicht spürbar, Blätter säuseln, Windfahne bewegt sich.
3Schwache Brise12 bis 193,4 bis 5,47 bis 10Blätter und dünne Zweige bewegen sich, Wimpel werden gestreckt.
4Mäßige Brise20 bis 285,5 bis 7,911 bis 16Zweige bewegen sich, Staub und loses Papier werden gehoben.
5Frische Brise29 bis 388,0 bis 10,717 bis 21Kleine Laubbäume beginnen zu schwanken, Schaumkronen auf Seen.
6Starker Wind39 bis 4910,8 bis 13,822 bis 27Starke Äste bewegen sich, Pfeifen an Drahtleitungen, Schirme schwer zu halten.
7Steifer Wind50 bis 6113,9 bis 17,128 bis 33Ganze Bäume bewegen sich, fühlbare Hemmung beim Gehen gegen den Wind.
8Stürmischer Wind62 bis 7417,2 bis 20,734 bis 40Zweige brechen von Bäumen, Gehen erheblich erschwert.
9Sturm75 bis 8820,8 bis 24,441 bis 47Äste brechen, kleinere Schäden an Häusern, Dachziegel werden abgehoben.
10Schwerer Sturm89 bis 10224,5 bis 28,448 bis 55Bäume werden entwurzelt, bedeutende Schäden an Häusern.
11Orkanartiger Sturm103 bis 11728,5 bis 32,656 bis 63Verbreitete schwere Sturmschäden, im Binnenland sehr selten.
12Orkanab 118ab 32,7ab 64Schwerste Verwüstungen.

Wer die Windstärke in km/h sucht, liest in der dritten Spalte ab. Eine Windstärke 7 in km/h sind also 50 bis 61 km/h, Windstärke 10 sind 89 bis 102 km/h.

Windstärke umrechnen: mittlere Geschwindigkeit je Beaufort-Stufe

Für die Gegenrichtung, also Beaufort in km/h, nutzt der Rechner die empirische Formel der WMO: v = 0,836 · B^1,5 m/s, wobei B die Beaufort-Stufe ist. Sie liefert einen typischen Wert innerhalb jeder Stufe.

Beaufortm/skm/hKnotenmph
10,8431,61,9
22,368,54,65,3
34,3415,68,49,7
46,6924,11315
59,3533,618,220,9
612,2944,223,927,5
715,4855,730,134,6
818,9268,136,842,3
922,5781,343,950,5
1026,4495,251,459,1
1130,5109,859,368,2
1234,75125,167,677,7

Die Abstände zwischen den Stufen werden nach oben immer größer. Von Windstärke 1 auf 2 kommen gut 5 km/h hinzu, von 11 auf 12 mehr als 15 km/h.

Beaufort Windstärke auf See: Seegang und Schaum

Auf dem Wasser lässt sich die Windstärke am Seegang ablesen. Bei Windstärke 1 entstehen kleine schuppenförmige Kräuselwellen ohne Schaumkämme, bei 3 beginnen die Kämme zu brechen. Ab Windstärke 4 bilden sich verbreitet Schaumköpfe, bei 6 größere Wellen mit überall weißen Schaumflächen. Bei 7 türmt sich die See, und der Schaum legt sich in Streifen in Windrichtung. Ab Windstärke 9 beeinträchtigt die Gischt die Sicht, bei 12 ist die See vollständig weiß. Für Distanzen auf See in Seemeilen hilft der Luftlinie-Rechner, der jede Strecke auch in Seemeilen ausgibt.

Grenzfälle der Beaufort Skala: warum 50 km/h Windstärke 7 und 27 Knoten Windstärke 6 sind

Die Grenzen sind in jeder Einheit gerundet, deshalb passen sie nicht exakt aufeinander. 50 km/h sind 13,89 m/s und genau 27 Knoten. In der km/h-Spalte beginnt Windstärke 7 bei 50, in der Knotenspalte erst bei 28. Der Rechner stuft deshalb in der Tabelle der eingegebenen Einheit ein: 50 km/h ergeben Windstärke 7, 27 Knoten ergeben Windstärke 6. Beide Ergebnisse sind tabellentreu, der Unterschied liegt nur an der Rundung der Grenzen. In der Praxis spielt das selten eine Rolle, weil der Wind ohnehin schwankt.

Merkhilfe für die Beaufort Skala: Kopfrechnen mit Knoten und km/h

Zum schnellen Umrechnen genügen zwei Faustregeln. Knoten mal knapp 2 ergibt km/h, genauer mal 1,852. Meter pro Sekunde mal 3,6 ergibt km/h. Für die Plausibilitätsprüfung hilft außerdem, dass die Stufen 6 und 7 die Grenze um 50 km/h markieren und Sturm bei rund 75 km/h beginnt. Alle Umrechnungen zwischen Geschwindigkeitseinheiten erledigt der Rechner Geschwindigkeit umrechnen. Zum Vergleich: Selbst ein Orkan erreicht nur einen Bruchteil der Schallgeschwindigkeit, die in Luft bei 20 °C rund 1.235 km/h beträgt.

Typische Fehler beim Umrechnen der Windstärke

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von Böe und Mittelwind. Eine gemessene Böe von 80 km/h bedeutet nicht, dass Windstärke 9 herrscht. Der Mittelwind kann dabei bei Windstärke 6 liegen. Zweitens wird die Beaufort-Zahl linear behandelt. Windstärke 8 ist nicht doppelt so stark wie 4, sondern rund 2,8-mal so schnell, und die Kraft des Windes auf eine Fläche wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit.

Drittens werden Knoten und km/h verwechselt. 30 Knoten sind Windstärke 7, 30 km/h dagegen nur Windstärke 5. Viertens wird die Messhöhe übersehen: Ein Handwindmesser in 1,5 m Höhe zeigt weniger als die Station in 10 m Höhe.

Praxisbeispiel zur Beaufort Skala: Wetterbericht mit 50 km/h

Der Wetterbericht meldet für die Küste einen Mittelwind von 50 km/h. Der Rechner rechnet zuerst in Meter pro Sekunde um: 50 km/h mal 0,277778 ergibt 13,89 m/s. Die km/h-Spalte der Tabelle zeigt für 50 km/h den Bereich 50 bis 61 km/h, also Windstärke 7, steifer Wind. Die Kontrolle mit der umgestellten WMO-Formel B = (v / 0,836)^(2/3) ergibt 6,51, gerundet ebenfalls 7.

Umgerechnet sind das 27 Knoten und 31,1 mph. An Land bewegen sich ganze Bäume, das Gehen gegen den Wind ist spürbar erschwert. Kommen Böen von 30 bis 60 Prozent darüber hinzu, erreichen einzelne Stöße 65 bis 80 km/h und damit kurzzeitig Windstärke 8 bis 9.

Windstärke richtig einschätzen: drei Hinweise

  1. 01 Lesen Sie bei Wetterwarnungen genau, ob Mittelwind oder Böen gemeint sind. Böen liegen oft 30 bis 60 Prozent über dem Mittelwind, eine Meldung mit Böen bis 9 Beaufort kann also bei einem Mittelwind von 6 entstehen.
  2. 02 Nutzen Sie für Segeln und Wassersport die Knotenspalte, weil Seewetterberichte und Windmesser an Bord meist in Knoten anzeigen. 1 Knoten ist eine Seemeile pro Stunde, also 1,852 km/h.
  3. 03 Bedenken Sie, dass die Beaufort Skala für 10 m Höhe über freiem Gelände gilt. Zwischen Häusern oder im Wald ist der Wind am Boden schwächer, auf Brücken, Bergkämmen und an der Küste deutlich stärker.

Häufige Fragen zur Beaufort Skala

Wie viel km/h ist Windstärke 7? expand_more
Windstärke 7 nach Beaufort, der steife Wind, umfasst 50 bis 61 km/h, das sind 13,9 bis 17,1 m/s oder 28 bis 33 Knoten. Ganze Bäume bewegen sich, und beim Gehen gegen den Wind spüren Sie eine deutliche Hemmung. Als mittleren Wert der Stufe liefert die WMO-Formel 55,7 km/h.
Wie rechne ich Knoten in Beaufort um? expand_more
Suchen Sie die Knotenzahl in der Tabelle der Beaufort Skala. 20 Knoten liegen im Bereich 17 bis 21 und entsprechen Windstärke 5, 25 Knoten im Bereich 22 bis 27 und damit Windstärke 6. Rechnerisch geht es auch über Meter pro Sekunde: Knoten mal 0,5144 ergibt m/s, daraus folgt mit der WMO-Formel die Stufe.
Ab wie viel km/h ist es ein Sturm? expand_more
Als Sturm gilt Windstärke 9 mit 75 bis 88 km/h. Darunter liegt der stürmische Wind mit Windstärke 8 und 62 bis 74 km/h. Schwerer Sturm beginnt bei 89 km/h, orkanartiger Sturm bei 103 km/h und Orkan bei 118 km/h. Ab Windstärke 9 sind kleinere Schäden an Häusern und abgehobene Dachziegel zu erwarten.
Warum endet die Beaufort Skala bei 12? expand_more
Die Skala wurde für die Beobachtung von Wind und See ohne Messgerät entwickelt. Ab Orkanstärke ist die See vollständig weiß und kaum noch zu unterscheiden, eine feinere Abstufung nach Augenschein ist nicht möglich. Für tropische Wirbelstürme gibt es eine Erweiterung bis 17, die der Rechner bei der Eingabe einer Beaufort-Stufe akzeptiert.
Was bedeutet Windstärke 0 bis 3 für Spaziergänger? expand_more
Windstärke 0 ist Windstille, Rauch steigt senkrecht empor. Bei 1 bis 3, also 1 bis 19 km/h, spüren Sie den Wind im Gesicht, Blätter säuseln und dünne Zweige bewegen sich. Für Spaziergang, Radfahren und Grillen ist das angenehmes Wetter, Wimpel werden bei Windstärke 3 gestreckt.
Welche Windgeschwindigkeit gilt bei der Beaufort Skala als Messwert? expand_more
Maßgeblich ist das 10-Minuten-Mittel der Windgeschwindigkeit in 10 m Höhe über freiem Gelände. Kurze Böen von wenigen Sekunden gehen nicht in die Windstärke ein, sondern werden getrennt gemeldet. Ein Handwindmesser auf Kopfhöhe zeigt deshalb meist weniger als die offizielle Messung.
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