Monate zu einem Datum addieren: Warum Einzelschritte ein anderes Ende liefern
Stand: Rechenweg mit automatischen Tests geprüftMethodik
Beim Addieren von Monaten bleibt der Tag im Monat gleich. Gibt es diesen Tag im Zielmonat nicht, gilt der letzte Tag des Monats. Der 31. Januar 2026 plus ein Monat ergibt deshalb Samstag, den 28. Februar, also 28 Tage später. Wer danach noch einen Monat addiert, landet am 28. März statt am 31. März.
Richtung
Ergebnis
Mittwoch, 4. November 2026
Wochentag
Mittwoch
Kalenderwoche
KW 45 / 2026
Differenz in Tagen
30
Monate und Jahre werden kalendarisch gerechnet: Fällt der Zieltag nicht in den Zielmonat (31. Januar + 1 Monat), gilt der letzte Tag des Monats. Werktage überspringen Sonntage und Feiertage, Arbeitstage zusätzlich Samstage.
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Formel
Erhöhen Sie den Monat um die gewünschte Anzahl und behalten Sie den Tag bei. Existiert der Tag im Zielmonat nicht, etwa der 31. im Februar oder April, nehmen Sie den letzten Tag dieses Monats. Jahre werden als zwölf Monate addiert, Tage und Wochen dagegen als feste Anzahl von Kalendertagen.
Zieldatum = min(Starttag, letzter Tag des Zielmonats) im Monat Start + n
- Starttag
- Tag im Monat des Ausgangsdatums, zum Beispiel der 31.
- n
- Anzahl der zu addierenden Monate
Rechenbeispiel: 31. Januar 2026 plus 1 Monat
- 1
Monat erhöhen: Aus Januar wird Februar, der gewünschte Tag bleibt der 31.
= 1 Monat addiert
- 2
Prüfen, ob der 31. Februar existiert: Der Februar 2026 hat nur 28 Tage, also gilt der letzte Tag des Monats
= 28. Februar
- 3
Wochentag des Ergebnisses bestimmen
= Samstag
- 4
Abstand zum Startdatum in Kalendertagen zählen
= 28 Tage
Der 31. Januar 2026 plus ein Monat ist der 28. Februar 2026, ein Samstag. Zwischen beiden Daten liegen nur 28 Tage, obwohl ein Monat im Durchschnitt gut 30 Tage hat. Ein Monat ist also keine feste Anzahl von Tagen.
Typische Fehler
errorEinen Monat pauschal als 30 Tage addiert
Der 31. Januar plus 30 Tage ergibt den 2. März und nicht das Monatsende im Februar. Wenn ein Vertrag oder eine Frist in Monaten bemessen ist, wählen Sie im Rechner die Einheit Monate statt Tage.
errorMehrere Monate schrittweise statt in einem Schritt addiert
Der 31. Januar plus zwei Monate ergibt den 31. März. Rechnen Sie dagegen erst einen Monat bis zum 28. Februar und dann noch einen, landen Sie am 28. März. Addieren Sie deshalb immer die Gesamtzahl der Monate vom ursprünglichen Startdatum aus.
errorRückrechnung als Probe verwendet
Der 28. Februar minus ein Monat ergibt den 28. Januar, nicht den 31. Januar. Die Monatsende-Regel ist nicht umkehrbar. Eine Probe durch Rückwärtsrechnen führt deshalb bei Daten am Monatsende zu scheinbaren Fehlern, die keine sind.
Die Monatsende-Regel und ihre Nebenwirkungen
Monate sind unterschiedlich lang, deshalb braucht jede Datumsrechnung eine Regel für den Fall, dass ein Tag im Zielmonat fehlt. Der Rechner nutzt die in Kalenderprogrammen und im Rechtsverkehr übliche Kappung auf das Monatsende. Aus dem 31. wird im Februar der 28. oder 29., im April, Juni, September und November der 30. Diese Regel ist eindeutig und intuitiv, hat aber zwei Nebenwirkungen, die in der Praxis immer wieder für Verwirrung sorgen.
Die erste Nebenwirkung betrifft die Reihenfolge. Wer ab dem 31. Januar zweimal einen Monat addiert, verliert im Februar drei Tage und bekommt sie im März nicht zurück. Das Ergebnis ist der 28. März. Wer dagegen gleich zwei Monate addiert, landet am 31. März. Bei Ratenplänen, Abonnements oder Wartungsintervallen, die jeden Monat neu berechnet werden, wandert der Termin so schleichend nach vorn. Sinnvoller ist es, jeden Termin vom ursprünglichen Startdatum aus zu bestimmen.
Die zweite Nebenwirkung betrifft die Umkehrbarkeit. Addition und Subtraktion von Monaten heben sich am Monatsende nicht auf. Der 28. Februar minus ein Monat ergibt den 28. Januar, nicht den 31. Januar, von dem man gestartet ist. Für Kontrollrechnungen bedeutet das: Eine Abweichung um wenige Tage am Monatsende ist kein Rechenfehler.
Tage, Wochen oder Monate: die richtige Einheit wählen
Ob Sie in Tagen, Wochen oder Monaten rechnen, entscheidet über das Ergebnis. Ein Zahlungsziel von 30 Tagen ist etwas anderes als ein Monat, eine Frist von vier Wochen etwas anderes als ein Monat. Nehmen Sie immer die Einheit, die in Vertrag, Rechnung oder Bescheid steht. Nur dann stimmt das Enddatum mit dem überein, was Ihr Gegenüber erwartet. Steht dort von Arbeitstagen oder Werktagen die Rede, wählen Sie diese Einheit und Ihr Bundesland. Der Rechner überspringt dann Wochenenden und Feiertage, sodass sich das Ende gegenüber reinen Kalendertagen oft um mehrere Tage verschiebt.
Passende Rechner
Häufige Fragen: Datum addieren
Was ergibt der 31. Januar 2028 plus ein Monat? expand_more
Wie addiere ich ein Jahr zum 29. Februar? expand_more
Warum zeigt der Rechner auch die Kalenderwoche des Ergebnisses? expand_more
Wie gehe ich vor, wenn das Ergebnis auf ein Wochenende fällt? expand_more
Verwandte Rechner
Verwandte Begriffe
Kalenderwoche
Die Kalenderwoche (KW) nummeriert die Wochen eines Jahres fortlaufend durch; in Deutschland gilt die Zählung nach ISO 8601 mit Wochenbeginn am Montag.
Werktag
Werktage sind alle Tage von Montag bis Samstag, die kein gesetzlicher Feiertag sind. Arbeitstage umfassen dagegen nur die Tage, an denen tatsächlich gearbeitet wird.