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13. Gehalt netto berechnen: was vom 13. Monatsgehalt 2026 übrig bleibt

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Vom 13. Gehalt bleibt netto meist nur gut die Hälfte übrig: Bei 3.500 Euro Monatsbrutto in Steuerklasse I sind es 1.927,79 Euro, also rund 55 Prozent. Der Grund ist die Differenzmethode, mit der die Lohnsteuer auf das 13. Monatsgehalt berechnet wird. Der Rechner zeigt Brutto, Sozialabgaben, Lohnsteuer und Netto Ihres 13. Gehalts für Steuerklasse I bis IV, auch anteilig bei Eintritt während des Jahres. Alle Werte Stand 2026.

menu_book Ausführlicher Ratgeber: 13. Gehalt Rechner erklärt

13. Gehalt netto

1.927,79 €

13. Gehalt brutto

3.500,00 €

Davon bleiben

55,08 %

Sozialabgaben

740,25 €

RV 325,50 € · AV 45,50 € · KV 306,25 € · PV 63,00 €

Steuern

831,96 €

Lohnsteuer 831,96 € · Soli 0,00 € · Kirche 0,00 €

Das 13. Gehalt ist ein sonstiger Bezug: Die Lohnsteuer ergibt sich aus der Differenz der Jahreslohnsteuer mit und ohne Sonderzahlung, die Fünftelregel gilt dafür nicht. Deshalb fällt der Abzug höher aus als beim normalen Monatsgehalt. Sozialabgaben fallen nur bis zur anteiligen Beitragsbemessungsgrenze an. Vereinfachte Berechnung mit den Werten für 2026; ob und in welcher Höhe ein 13. Gehalt anteilig gezahlt wird, regelt Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag.

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13. Gehalt netto: meist bleibt gut die Hälfte des Monatsbruttos

Das 13. Monatsgehalt wird brutto meist in voller Höhe eines regulären Monatsgehalts gezahlt. Netto kommt davon deutlich weniger an als vom normalen Gehalt, weil die Lohnsteuer nach der Differenzmethode auf den Jahreslohn obendrauf berechnet wird. Alle Beträge auf dieser Seite stammen aus dem Rechenkern des Rechners, Stand 2026.

13. Gehalt netto in Steuerklasse I und III: Tabelle 2026

Die Tabelle zeigt das Netto eines vollen 13. Gehalts bei ganzjähriger Beschäftigung, ohne Kirchensteuer und mit Kind (also ohne Zuschlag zur Pflegeversicherung).

Monatsbrutto = 13. Gehalt bruttoSozialabgabenLohnsteuer StKl. INetto StKl. ILohnsteuer StKl. IIINetto StKl. III
2.500 €528,75 €524,34 €1.446,91 € (57,9 %)25,92 €1.945,33 € (77,8 %)
3.500 €740,25 €831,96 €1.927,79 € (55,1 %)632,04 €2.127,71 € (60,8 %)
4.500 €951,75 €1.195,91 €2.352,34 € (52,3 %)920,28 €2.627,97 € (58,4 %)
6.000 €636,00 €2.092,16 €3.271,84 € (54,5 %)1.530,62 €3.833,38 € (63,9 %)

Solidaritätszuschlag fällt in keinem der Beispiele an, weil die Jahreslohnsteuer unter der Freigrenze von 20.350 Euro (Splitting 40.700 Euro) bleibt. Mit Kirchensteuer sinkt das Netto weiter: Bei 3.500 Euro in Steuerklasse I kommen 74,88 Euro Kirchensteuer hinzu, es bleiben 1.852,91 Euro. Kinderlose zahlen 0,6 Prozentpunkte mehr Pflegeversicherung, bei 3.500 Euro bleiben dann 1.915,53 Euro.

Warum das 13. Monatsgehalt stärker besteuert wird als der Monatslohn

Lohnsteuerlich ist das 13. Gehalt ein sonstiger Bezug nach § 39b Abs. 3 EStG. Der Arbeitgeber rechnet die Jahreslohnsteuer zweimal: einmal für den voraussichtlichen Jahreslohn ohne Sonderzahlung, einmal mit. Die Differenz wird vom 13. Gehalt abgezogen. Weil die Sonderzahlung komplett in den obersten Bereich Ihres Einkommens fällt, wird sie mit Ihrem Grenzsteuersatz besteuert und nicht mit dem niedrigeren Durchschnittssatz, den Sie vom Monatslohn kennen.

Das ist kein Abzug auf Vorrat. Die Differenzmethode trifft die Jahressteuer ziemlich genau. Wer glaubt, sich über die Steuererklärung einen großen Teil zurückzuholen, wird meist enttäuscht. Eine Fünftelregelung gibt es für das 13. Gehalt nicht, sie gilt nur für Vergütungen für mehrjährige Tätigkeit und Abfindungen.

13. Gehalt anteilig berechnen bei Eintritt im laufenden Jahr

Wer nicht das ganze Jahr im Betrieb ist, bekommt das 13. Gehalt üblicherweise anteilig: Monatsgehalt mal Beschäftigungsmonate durch 12. Ob und wie gekürzt wird, regelt Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag, der Rechner bildet die übliche Zwölftelung ab. Das Beispiel rechnet mit 3.500 Euro Monatsbrutto in Steuerklasse I.

EintrittMonate13. Gehalt bruttoSozialabgabenSteuernNettoNettoquote
1. April92.625,00 €555,19 €559,85 €1.509,96 €57,5 %
1. Juli61.750,00 €370,13 €299,72 €1.080,16 €61,7 %
1. Oktober3875,00 €185,06 €0,00 €689,94 €78,9 %

Auffällig ist die letzte Zeile. Wer erst im Oktober anfängt, kommt mit dem Jahreslohn von 10.500 Euro plus Sonderzahlung nicht über den Grundfreibetrag hinaus. Die Lohnsteuer auf das anteilige 13. Gehalt ist dann null, nur die Sozialabgaben werden fällig. Auch die Beitragsbemessungsgrenzen werden bei unterjähriger Beschäftigung anteilig angesetzt.

13. Gehalt oder Weihnachtsgeld: der Unterschied

Beide Zahlungen werden oft verwechselt, weil sie meist im November ausgezahlt und steuerlich gleich behandelt werden. Das 13. Gehalt ist in der Regel ein volles zusätzliches Monatsgehalt und gilt vielfach als Teil der Vergütung für geleistete Arbeit. Deshalb wird es bei unterjährigem Eintritt oder Austritt meist anteilig gezahlt. Weihnachtsgeld ist dagegen häufig ein pauschaler Betrag oder ein Prozentsatz des Gehalts, oft mit Stichtags- oder Rückzahlungsklausel. Wenn Ihr Arbeitgeber zum Beispiel 50 Prozent eines Monatsgehalts zahlt, ergibt sich bei 3.500 Euro ein Bruttobetrag von 1.750 Euro und ein Netto von 967,47 Euro. Für solche Zahlungen ist der Weihnachtsgeld-Netto-Rechner gedacht, dieser Rechner hier für das volle oder anteilige 13. Monatsgehalt.

13. Monatsgehalt über der Beitragsbemessungsgrenze

Sozialversicherungsbeiträge fallen auf eine Einmalzahlung nur so weit an, wie im Jahr noch Luft bis zur Beitragsbemessungsgrenze ist. 2026 liegt sie in der Kranken- und Pflegeversicherung bei 69.750 Euro, in der Renten- und Arbeitslosenversicherung bei 101.400 Euro im Jahr. Bei 6.000 Euro Monatsgehalt sind 72.000 Euro Jahreslohn bereits über der KV-Grenze, deshalb werden auf das 13. Gehalt nur noch Renten- und Arbeitslosenversicherung fällig, zusammen 636 Euro statt 1.269 Euro. Bei 7.000 Euro Monatsgehalt sinken die Abgaben auf 742 Euro, weil nur noch ein Teil unter die RV-Grenze passt. Bei 9.000 Euro Monatsgehalt ist auch diese Grenze ausgeschöpft: Auf das 13. Gehalt fallen dann gar keine Sozialabgaben an, nur Steuern von 4.229,82 Euro, und es bleiben 4.770,18 Euro netto.

Plausibilitätsprüfung für das 13. Gehalt netto

Als grobe Merkhilfe für Steuerklasse I: Vom 13. Gehalt bleiben bei mittleren Einkommen zwischen 52 und 58 Prozent übrig. Rund 21 Prozent gehen an die Sozialversicherung, der Rest an die Lohnsteuer mit Ihrem Grenzsteuersatz. Liegt Ihr Ergebnis in Steuerklasse I deutlich über 60 Prozent, prüfen Sie, ob Sie eine andere Steuerklasse oder ein zu niedriges Monatsgehalt eingetragen haben. In Steuerklasse III ist ein höherer Anteil normal, bei niedrigen Gehältern bleibt dort fast das gesamte Brutto abzüglich Sozialabgaben.

Zweite Kontrolle: Das Netto des 13. Gehalts sollte immer unter Ihrem normalen Monatsnetto liegen, wenn das Brutto gleich hoch ist. Ist es höher, stimmt etwas an der Eingabe nicht. Ihr reguläres Monatsnetto zeigt der Brutto-Netto-Rechner.

Typische Fehler beim Berechnen des 13. Gehalts

Der häufigste Fehler ist, das 13. Gehalt mit der Nettoquote des Monatslohns zu schätzen. Wer 3.500 Euro brutto verdient und monatlich rund 2.348 Euro netto erhält, also etwa 67 Prozent, erwartet auch beim 13. Gehalt diesen Betrag und bekommt 1.927,79 Euro. Der zweite Fehler betrifft Teilzeit: Maßgeblich ist das aktuelle Teilzeitgehalt, nicht das frühere Vollzeitgehalt, sofern der Vertrag nichts anderes regelt. Das passende Teilzeitbrutto ermittelt der Teilzeit-Gehalt-Rechner. Drittens wird oft übersehen, dass der Rechner nur die Steuerklassen I bis IV abbildet. In Steuerklasse V und VI fällt die Lohnsteuer auf die Sonderzahlung höher aus.

Praxisbeispiel: 13. Gehalt mit 4.500 Euro Monatsbrutto

Eine Angestellte mit 4.500 Euro Monatsbrutto, Steuerklasse I, ein Kind, ohne Kirchensteuer, erhält im November ein volles 13. Gehalt. Von den 4.500 Euro gehen 951,75 Euro an die Sozialversicherung und 1.195,91 Euro Lohnsteuer ab. Es bleiben 2.352,34 Euro, das sind 52,3 Prozent. Wäre sie verheiratet in Steuerklasse III, blieben 2.627,97 Euro. Scheidet sie Ende September aus und sieht ihr Vertrag eine Zwölftelung vor, steht ihr das 13. Gehalt für neun Monate zu. Wird zusätzlich Resturlaub abgegolten, kommt eine weitere Sonderzahlung hinzu, die sich mit dem Rechner für ausgezahlte Urlaubstage abschätzen lässt.

Die Rechnung ist eine Näherung über den Einkommensteuertarif. Die Lohnabrechnung Ihres Arbeitgebers folgt dem amtlichen Programmablaufplan und kann um wenige Euro abweichen. Eine individuelle Steuerberatung ersetzt der Rechner nicht.

13. Monatsgehalt: drei Punkte, die das Netto verschieben

  1. 01 Rechnen Sie das 13. Gehalt nicht mit dem Nettoanteil Ihres normalen Monatslohns hoch. Weil die Sonderzahlung komplett zum Grenzsteuersatz besteuert wird, liegt ihre Nettoquote bei 3.500 Euro Monatsbrutto rund 12 Prozentpunkte unter der Ihres Monatsgehalts.
  2. 02 Liegt Ihr Monatsgehalt über 5.812,50 Euro (69.750 Euro Beitragsbemessungsgrenze durch 12), fallen auf das 13. Gehalt keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge mehr an. Das hebt die Nettoquote spürbar, wie das Beispiel mit 6.000 Euro zeigt.
  3. 03 Wer im Herbst neu anfängt, bekommt das 13. Gehalt nur anteilig, zahlt darauf aber oft keine Lohnsteuer, weil der Jahreslohn niedrig bleibt. Bei Eintritt zum 1. Oktober und 3.500 Euro Monatsbrutto fällt im Modell keine Lohnsteuer an.

Häufige Fragen zum 13. Gehalt netto

Wie viel ist das 13. Gehalt netto? expand_more
Das hängt von Monatsgehalt und Steuerklasse ab. Bei 2.500 Euro brutto bleiben in Steuerklasse I 1.446,91 Euro, bei 3.500 Euro 1.927,79 Euro und bei 4.500 Euro 2.352,34 Euro. In Steuerklasse III sind es 1.945,33, 2.127,71 und 2.627,97 Euro. Werte ohne Kirchensteuer, mit Kind, Stand 2026.
Warum wird das 13. Monatsgehalt so hoch versteuert? expand_more
Das 13. Gehalt ist ein sonstiger Bezug. Der Arbeitgeber berechnet die Jahreslohnsteuer einmal mit und einmal ohne die Sonderzahlung und zieht die Differenz ab. Weil die Zahlung komplett oben auf den Jahreslohn kommt, greift Ihr höchster persönlicher Steuersatz. Zu viel wird dabei nicht einbehalten, der Jahresausgleich über die Steuererklärung gleicht nur Sonderfälle aus.
Wie berechnet man das 13. Gehalt anteilig? expand_more
Üblich ist Monatsgehalt mal Beschäftigungsmonate durch 12. Bei 3.500 Euro und Eintritt zum 1. Juli sind das 6 von 12 Monaten, also 1.750 Euro brutto und 1.080,16 Euro netto in Steuerklasse I. Maßgeblich ist aber immer Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag, der auch Stichtage oder Wartezeiten festlegen kann.
Gilt für das 13. Gehalt die Fünftelregel? expand_more
Nein. Die Fünftelregelung ist für Vergütungen für mehrjährige Tätigkeit und für Abfindungen gedacht. Das 13. Monatsgehalt wird jedes Jahr für die Arbeit dieses Jahres gezahlt und deshalb ohne Fünftelung nach der Differenzmethode besteuert. Der Rechner wendet die Fünftelregel folgerichtig nicht an.
Welche Steuerklasse ist beim 13. Gehalt günstiger? expand_more
In Steuerklasse III bleibt vom 13. Gehalt deutlich mehr übrig als in Steuerklasse I, weil der Splittingtarif gilt. Bei 2.500 Euro Monatsbrutto sind es 1.945,33 statt 1.446,91 Euro. Die tatsächliche Steuer eines Ehepaars ergibt sich aber erst aus der gemeinsamen Steuererklärung, die Steuerklasse verteilt nur den Abzug im Jahr.
Ist das 13. Gehalt dasselbe wie Weihnachtsgeld? expand_more
Nicht ganz. Das 13. Gehalt ist in der Regel ein volles Monatsgehalt, oft anteilig bei unterjährigem Eintritt. Weihnachtsgeld ist häufig ein pauschaler Betrag oder ein Prozentsatz des Gehalts. Steuerlich werden beide gleich behandelt, als sonstiger Bezug nach der Differenzmethode. Für Weihnachtsgeld gibt es einen eigenen Rechner im Portal.
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