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ECTS Durchschnitt berechnen: Notenschnitt im Studium nach Credits gewichten

Stand: Rechenweg mit automatischen Tests geprüftMethodik

Der ECTS Durchschnitt ist der Notenschnitt, bei dem jede Modulnote mit ihren Credit Points gewichtet wird: Ein Modul mit 10 ECTS zählt doppelt so viel wie eines mit 5 ECTS. Der ECTS-Durchschnitt-Rechner nimmt Ihre Module mit Note und Credits auf, berechnet den gewichteten Schnitt auf zwei Dezimalstellen, zeigt das Prädikat von sehr gut bis ausreichend und summiert die bestandenen ECTS. Module ohne Note, die nur als bestanden gelten, lassen Sie einfach weg.

menu_book Ausführlicher Ratgeber: ECTS-Durchschnitt erklärt

Jede Note wird mit ihren ECTS-Punkten gewichtet. Module ohne Note oder ohne ECTS werden ignoriert, unbenotete Module lassen Sie einfach weg.

ECTS-Durchschnitt

2,29

Prädikat

gut

ECTS gesamt

20

Bestandene ECTS

20 aus 3 Modulen

Prädikate: bis 1,5 sehr gut, bis 2,5 gut, bis 3,5 befriedigend, bis 4,0 ausreichend. Prüfungsordnungen können abweichen, etwa mit Abschneiden statt Runden.

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ECTS Durchschnitt: der Notenschnitt im Studium folgt den Credits, nicht der Modulzahl

Im Studium ist nicht jede Note gleich viel wert. Ein Modul mit 12 ECTS hat mehr Gewicht als drei kleine Seminare mit je 3 ECTS zusammen, obwohl es nur eine einzige Note liefert. Deshalb rechnen Hochschulen den Notendurchschnitt nach ECTS gewichtet: Jede Note wird mit den Credits multipliziert, die Summe durch die Gesamtzahl der Credits geteilt. Der einfache Mittelwert aller Noten, wie ihn der Durchschnitt-Rechner bildet, liefert im Studium fast immer eine andere Zahl.

ECTS Rechner im Beispiel: fünf Module, gewichtet und ungewichtet

ModulNoteECTSNote mal ECTS
Mathematik I2,3920,7
Programmierung1,7610,2
Statistik3,0515,0
Projektarbeit1,31013,0
Recht3,7311,1
Summe3370,0

Gewichtet ergibt sich 70,0 geteilt durch 33 = 2,12, gerundet 2,1, Prädikat gut. Ungewichtet, also die fünf Noten einfach gemittelt, wären es 2,40. Der Unterschied von fast drei Zehnteln kommt daher, dass die beiden besten Noten (1,3 und 1,7) in den größten Modulen stehen und die schlechteste (3,7) im kleinsten. Wären die Credits umgekehrt verteilt, läge der gewichtete Schnitt über dem ungewichteten.

1 ECTS in Stunden: was ein Credit Point an Arbeit bedeutet

ECTS steht für European Credit Transfer and Accumulation System. Ein Credit Point misst nicht Leistung, sondern Aufwand: 25 bis 30 Stunden Arbeit, je nachdem, welchen Wert die Hochschule in ihrer Ordnung festlegt. Enthalten sind Präsenzzeit, Vor- und Nachbereitung, Hausarbeiten und Prüfungsvorbereitung. Ein Semester ist auf 30 ECTS angelegt, ein Bachelor auf 180 ECTS, ein Master auf 120 ECTS.

CreditsStunden bei 25 h je ECTSStunden bei 30 h je ECTSTypischer Umfang
1 ECTS25 h30 heine kleine Übung
5 ECTS125 h150 heine Vorlesung mit Prüfung
10 ECTS250 h300 hProjektmodul oder großes Modul
30 ECTS750 h900 hein Semester
120 ECTS3.000 h3.600 hMasterstudium
180 ECTS4.500 h5.400 hBachelorstudium

Auf ein Semester mit 30 ECTS und 30 Stunden je Punkt entfallen 900 Stunden, bei rund 20 Wochen Vorlesungs- und Prüfungszeit also etwa 45 Stunden pro Woche. Die Zahl erklärt, warum ein Vollzeitstudium als Vollzeitjob gilt.

Warum die ECTS Gewichtung den Notenschnitt verschiebt

Der gewichtete Schnitt zieht die Note in Richtung der großen Module. Im Beispiel oben macht die Projektarbeit mit 10 ECTS fast ein Drittel der 33 Credits aus, ihre 1,3 wirkt also wie drei Noten auf einmal. Das Rechtsmodul mit 3 ECTS wiegt nicht einmal ein Zehntel, seine 3,7 bleibt fast folgenlos. Wer seinen Schnitt verbessern will, sollte daher nicht auf die Zahl der guten Noten schauen, sondern auf die Credits dahinter.

Für die Planung heißt das: Eine Verbesserung um eine Notenstufe in einem 10-ECTS-Modul bringt bei 33 Credits rund 0,3 Punkte im Schnitt, dieselbe Verbesserung in einem 3-ECTS-Modul nur rund 0,1. Welche Note Sie in einem verbleibenden Modul brauchen, um einen Zielschnitt zu erreichen, rechnet der Zielnote-Rechner direkt aus.

Module ohne Note im ECTS Rechner: bestanden zählt nicht mit

Praktika, Sprachkurse, Tutorien und viele Schlüsselqualifikationen werden nur mit bestanden oder nicht bestanden bewertet. Sie bringen Credits für den Studienfortschritt, haben aber keinen Einfluss auf den Notenschnitt. Der Rechner lässt solche Module deshalb außen vor: Wird das Beispiel um ein Praktikum mit 12 ECTS ohne Note ergänzt, bleibt der Schnitt bei 2,12 und die gewerteten Credits bleiben 33.

Anders liegt der Fall bei nicht bestandenen Modulen mit Note. Trägt jemand ein Modul Physik mit 5,0 und 6 ECTS ein, sinkt der Schnitt auf 2,56 (gerundet 2,6, befriedigend), und der Rechner weist 33 bestandene von 39 eingetragenen Credits aus. Ob eine 5,0 überhaupt im Schnitt bleibt, hängt von der Prüfungsordnung ab; nach einer bestandenen Wiederholung zählt in der Regel nur die neue Note.

Prädikate im Studium: sehr gut bis ausreichend nach dem ECTS Durchschnitt

Gerundeter SchnittPrädikat
1,0 bis 1,5sehr gut
1,6 bis 2,5gut
2,6 bis 3,5befriedigend
3,6 bis 4,0ausreichend
über 4,0nicht bestanden

Der Rechner rundet den Schnitt zuerst kaufmännisch auf eine Dezimalstelle und ordnet dann das Prädikat zu. Ein Schnitt von 2,54 wird zur 2,5 und bleibt gut, ein Schnitt von 2,55 wird zur 2,6 und heißt befriedigend. An dieser Grenze entscheiden also Hundertstel. Manche Hochschulen vergeben zusätzlich ein mit Auszeichnung für besonders gute Abschlüsse; die Bedingung dafür steht nur in der jeweiligen Prüfungsordnung.

Uni Notenschnitt und Bachelornote sind nicht dasselbe

Der ECTS-gewichtete Schnitt Ihrer Module ist die Grundlage, aber selten die fertige Abschlussnote. Fast jede Prüfungsordnung gewichtet die Abschlussarbeit gesondert, meist mit 10 bis 25 Prozent, und manche rechnen ein Kolloquium oder eine mündliche Abschlussprüfung dazu. Auch die Rundung ist geregelt: Einige Ordnungen runden die Gesamtnote kaufmännisch, andere schneiden nach der ersten Dezimalstelle ab. Der Abschlussnote-Rechner verbindet Modulschnitt und Thesis mit einstellbarer Gewichtung und zeigt beide Rundungsvarianten. Wer den Schnitt für eine Bewerbung im Ausland braucht, rechnet ihn anschließend mit dem GPA-Umrechner um.

Praxisbeispiel: wie ein 10-ECTS-Modul den Uni Schnitt bewegt

Ein Student hat die fünf Module aus der Tabelle oben abgeschlossen und steht bei 2,12. Vor der Prüfung in der Projektarbeit hätte er mit den übrigen vier Modulen (23 ECTS) einen Schnitt von 57,0 geteilt durch 23 = 2,48 gehabt. Die 1,3 in der Projektarbeit mit 10 ECTS drückt den Schnitt um 0,36 nach unten, auf 2,12. Hätte er dort eine 2,3 erreicht, wären es 80,0 geteilt durch 33 = 2,42 geworden, also nur 0,06 besser als vorher. Zwischen 1,3 und 2,3 in einem einzigen großen Modul liegen damit 0,3 Punkte im Gesamtschnitt, mehr als das gesamte Rechtsmodul überhaupt bewegen könnte.

Merkhilfe: ECTS Durchschnitt im Kopf überschlagen

Für eine schnelle Schätzung reicht die Frage, welche Note in den großen Modulen steht. Zählen Sie die Credits der Module mit Noten bis 2,0 und die Credits der Module über 2,0. Liegt der größere Teil unter 2,0, ist der Schnitt in der Regel besser als der ungewichtete Mittelwert; im Beispiel stehen 16 Credits mit 1,3 und 1,7 gegen 17 Credits mit 2,3 bis 3,7, und der Schnitt landet bei 2,1 statt 2,4.

Plausibilitätsprüfung: Der gewichtete Schnitt kann nie besser als die beste Modulnote und nie schlechter als die schlechteste sein. Er muss zwischen 1,3 und 3,7 liegen. Und wenn alle Module gleich viele Credits haben, müssen gewichteter und ungewichteter Schnitt übereinstimmen; weichen sie ab, ist ein ECTS-Wert falsch eingetragen.

Typische Fehler beim Notendurchschnitt berechnen an der Uni

Der häufigste Fehler ist der ungewichtete Mittelwert: fünf Noten addieren, durch fünf teilen, fertig. Im Beispiel liefert das 2,40 statt 2,12, im Zeugnis steht aber die gewichtete Zahl. Zweiter Fehler: Credits von unbenoteten Modulen werden mitgezählt. Wer das Praktikum mit 12 ECTS als Note 1,0 einträgt, weil bestanden nach sehr gut klingt, verfälscht den Schnitt deutlich. Dritter Fehler: Die Note wird zu früh gerundet. Der Rechner rechnet mit 2,12 weiter und rundet erst für das Prädikat auf 2,1; wer mit der gerundeten Zahl weiterrechnet, verschiebt spätere Ergebnisse um bis zu einem Zehntel. Vierter Fehler: Die ECTS-Einstufungstabelle vom Zeugnis wird als Note gelesen. Ein Rang unter den besten 10 Prozent des Jahrgangs sagt nichts über den Zahlenwert des Schnitts aus.

ECTS und Notenschnitt: drei Hebel im Studium

  1. 01 Große Module zuerst absichern. Ein Projektmodul mit 10 ECTS bewegt Ihren Schnitt doppelt so stark wie eine 5-ECTS-Vorlesung; eine 1,3 statt 2,3 dort bringt im Beispiel unten 0,3 Notenpunkte.
  2. 02 Wiederholen Sie eine Prüfung nur, wenn die Prüfungsordnung die bessere Note zählt. Viele Ordnungen erlauben Freiversuche oder eine Notenverbesserung nur im ersten Semester nach der Prüfung.
  3. 03 Halten Sie die Liste Ihrer Module mit Credits aktuell. Wer erst zum Abschluss rechnet, merkt zu spät, dass ein einziges 3,7-Modul mit 3 ECTS den Schnitt kaum verschiebt, ein 2,3-Modul mit 12 ECTS aber deutlich.

Häufige Fragen zu ECTS, Credits und Notenschnitt im Studium

Wie viele Stunden ist 1 ECTS? expand_more
Ein ECTS-Punkt entspricht 25 bis 30 Stunden Arbeitsaufwand, je nach Hochschule. Darin stecken Vorlesungen, Übungen, Vor- und Nachbereitung, Prüfungsvorbereitung und die Prüfung selbst. Ein Semester hat 30 ECTS, also 750 bis 900 Stunden. Ein Bachelor mit 180 ECTS entspricht 4.500 bis 5.400 Stunden, ein Master mit 120 ECTS 3.000 bis 3.600 Stunden.
Wie berechnet man den ECTS Durchschnitt? expand_more
Multiplizieren Sie jede Modulnote mit den ECTS des Moduls, addieren Sie die Produkte und teilen Sie durch die Summe der ECTS. Beispiel: Eine 2,0 mit 10 ECTS und eine 3,0 mit 5 ECTS ergeben (20 plus 15) geteilt durch 15 = 2,33. Ungewichtet wären es 2,5. Der Rechner nimmt beliebig viele Module auf.
Zählen Module ohne Note in den ECTS Durchschnitt? expand_more
Nein. Module, die nur mit bestanden oder nicht bestanden bewertet werden, etwa Praktika, Sprachkurse oder Schlüsselqualifikationen, haben keine Note und gehen nicht in den Schnitt ein. Ihre ECTS zählen aber für den Studienfortschritt. Im Rechner lassen Sie solche Module weg oder tragen kein Notenfeld ein; der Schnitt bleibt gleich.
Ab welchem Schnitt ist ein Studium sehr gut? expand_more
Nach der üblichen Prädikatsskala gilt ein Schnitt bis 1,5 als sehr gut, bis 2,5 als gut, bis 3,5 als befriedigend und bis 4,0 als ausreichend. Der Rechner ordnet das Prädikat nach dem auf eine Dezimalstelle gerundeten Schnitt zu. Ob Ihre Hochschule zusätzlich mit Auszeichnung vergibt, steht in der Prüfungsordnung.
Was ist der Unterschied zwischen ECTS Note und Notendurchschnitt? expand_more
Der Notendurchschnitt ist Ihre deutsche Dezimalnote, gewichtet nach Credits. Die ECTS-Note oder ECTS-Einstufungstabelle ordnet Sie dagegen relativ zu Ihrem Jahrgang ein, etwa als beste 10 Prozent. Sie steht auf manchen Zeugnissen als Zusatz und ersetzt den Schnitt nicht. Der Rechner berechnet den Notendurchschnitt, nicht die Jahrgangseinstufung.
Kann ich mit dem ECTS Rechner auch die Bachelornote berechnen? expand_more
Den Modulschnitt ja. Die Bachelornote enthält zusätzlich die Abschlussarbeit, die je nach Prüfungsordnung mit 10 bis 25 Prozent in die Gesamtnote eingeht und oft anders gewichtet wird als ihre ECTS vermuten lassen. Dafür gibt es den Abschlussnote-Rechner, der Modulschnitt und Thesisnote getrennt gewichtet.
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