Ehevertrag Kostenrechner — Notarkosten nach GNotKG berechnen
Ehevertrag Kostenrechner: Berechnen Sie die Notarkosten für Ihren Ehevertrag — mit Gütertrennung, Versorgungsausgleich und Unterhaltsverzicht nach der Gebührentabelle B des GNotKG.
Ehepartner 1
Reinvermögen (§ 100 GNotKG): 50.000,00 €
Ehepartner 2
Reinvermögen (§ 100 GNotKG): 30.000,00 €
Gütertrennung / Modifizierte Zugewinngemeinschaft
Grundregelung (2,0-fache Gebühr)
Versorgungsausgleich ausschließen
Zusätzlich 0,5-fache Gebühr
Unterhaltsverzicht / -begrenzung
Zusätzlich 0,5-fache Gebühr
Gesamtkosten (brutto)
545,02 €
Notargebühren (netto)
458,00 €
Geschäftswert
80.000,00 €
Berechnung nach Gebührentabelle B, Anlage 2 GNotKG (Stand 2024). Vereinfachte Darstellung — bei komplexen Vertragsinhalten können zusätzliche Gebühren anfallen. Anwaltskosten für die Beratung sind nicht enthalten. Verbindlich ist die Kostenrechnung des Notars.
Ehevertrag-Kosten berechnen — Schritt für Schritt
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Vermögen beider Partner eingeben — Tragen Sie das Bruttovermögen und die Verbindlichkeiten beider Ehepartner ein. Zum Vermögen zählen Immobilien, Geldanlagen, Wertpapiere und wertvoller Besitz. Der Rechner berechnet automatisch das Reinvermögen nach § 100 GNotKG.
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Vertragsinhalte wählen — Die Güterstandsregelung ist Pflichtbestandteil jedes Ehevertrags. Optional können Sie zusätzlich den Versorgungsausgleich ausschließen und einen Unterhaltsverzicht vereinbaren. Jede zusätzliche Regelung erhöht die Gebühren.
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Kosten ablesen — Der Rechner zeigt die Gesamtkosten inklusive Mehrwertsteuer, aufgeschlüsselt in Beurkundungsgebühr, Auslagenpauschale und Umsatzsteuer. Die Berechnung folgt exakt der Gebührentabelle B des GNotKG.
Ehevertrag Kosten — was Sie wissen müssen
Ein Ehevertrag muss in Deutschland notariell beurkundet werden (§ 1408 BGB). Die Notarkosten sind gesetzlich geregelt und nicht verhandelbar — sie richten sich nach dem Geschäftswert und der Gebührentabelle B des Gerichts- und Notarkostengesetzes (GNotKG).
Der Geschäftswert entspricht dem Reinvermögen beider Ehepartner zusammen. Verbindlichkeiten werden abgezogen, aber maximal bis zur Hälfte des Bruttovermögens. Wer also 100.000 € Vermögen und 80.000 € Schulden hat, wird mit 50.000 € (= 50 % von 100.000 €) bewertet, nicht mit 20.000 €.
Für die Beurkundung des Güterstandsvertrags fällt die 2,0-fache Gebühr an. Werden zusätzlich Versorgungsausgleich oder Unterhalt geregelt, kommen jeweils weitere Gebühren hinzu. Die Gesamtkosten liegen typischerweise zwischen 300 € (geringes Vermögen) und 4.000 € (hohes Vermögen).
Der Ehevertrag Kostenrechner berechnet die Notarkosten nach der offiziellen Gebührentabelle B des GNotKG. Geben Sie das Vermögen beider Partner ein, wählen Sie die gewünschten Vertragsinhalte und erhalten Sie eine transparente Kostenaufstellung inklusive Mehrwertsteuer.
3 Tipps: Ehevertrag-Kosten verstehen
- Vermögen realistisch angeben: Der Geschäftswert bestimmt die Gebühren. Überhöhte Angaben kosten unnötig mehr — zu niedrige können die Wirksamkeit gefährden.
- Klauseln gezielt wählen: Nicht jeder Ehevertrag braucht alle Regelungen. Jede zusätzliche Klausel kostet extra — besprechen Sie mit dem Notar, was für Ihre Situation sinnvoll ist.
- Vor der Hochzeit abschließen: Ein Ehevertrag vor der Ehe ist rechtlich einfacher durchzusetzen und bei späteren Streitigkeiten weniger anfechtbar.
Wie der Notar den Geschäftswert ermittelt
Die Gebühren richten sich nach dem Geschäftswert, nicht nach dem Aufwand. Nach § 100 GNotKG ist das das Reinvermögen beider Ehepartner zusammen. Schulden werden abgezogen, allerdings höchstens bis zur Hälfte des Bruttovermögens.
Wer 300.000 Euro Immobilienvermögen und 200.000 Euro Restschuld hat, kommt also nicht auf 100.000 Euro Geschäftswert, sondern auf 150.000. Diese Deckelung überrascht regelmäßig und ist der häufigste Grund, warum die tatsächliche Rechnung höher ausfällt als erwartet.
Warum die notarielle Beurkundung zwingend ist
§ 1408 Abs. 2 BGB verlangt die Beurkundung bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Partner. Eine privatschriftliche Vereinbarung über Güterstand oder Versorgungsausgleich ist unwirksam — auch wenn beide sie unterschrieben haben.
Der Formzwang ist kein Selbstzweck. Er soll übereilte Verzichte verhindern und sicherstellen, dass beide Seiten die Tragweite verstehen. Der Notar ist dabei zur neutralen Belehrung beider Seiten verpflichtet, nicht zur Interessenvertretung einer Seite.
Die drei Kernbereiche eines Ehevertrags
Geregelt werden üblicherweise Güterstand, Versorgungsausgleich und nachehelicher Unterhalt. Jeder Bereich lässt sich einzeln gestalten — ein Ehevertrag muss nicht alle drei erfassen.
Diese Trennung ist wichtig, weil die drei Bereiche rechtlich unterschiedlich fest sind. Am Güterstand lässt sich am meisten ändern, beim Unterhalt am wenigsten.
Modifizierte Zugewinngemeinschaft statt Gütertrennung
Gütertrennung wird häufig gewünscht und ist selten die beste Lösung. Sie beseitigt den Zugewinnausgleich vollständig — und damit auch erbschaftsteuerliche Vorteile, die die Zugewinngemeinschaft bietet.
Die modifizierte Zugewinngemeinschaft ist meist passgenauer: Der gesetzliche Güterstand bleibt bestehen, einzelne Positionen werden herausgenommen. Typisch ist die Herausnahme eines Unternehmens oder einer geerbten Immobilie, während das übrige Vermögen weiter dem Ausgleich unterliegt.
Versorgungsausgleich: was ausgeschlossen werden kann
Der Versorgungsausgleich teilt die in der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften. Er lässt sich ausschließen oder modifizieren, unterliegt dabei aber der gerichtlichen Kontrolle.
Kritisch wird es, wenn ein Partner wegen Kindererziehung beruflich zurücksteckt und zugleich auf den Ausgleich verzichtet. Genau diese Konstellation halten Gerichte häufig für unwirksam — weil die Belastung einseitig verteilt ist.
Wann ein Ehevertrag unwirksam sein kann
Der Bundesgerichtshof prüft Eheverträge zweistufig: bei Abschluss auf Sittenwidrigkeit, bei Scheidung zusätzlich darauf, ob die Berufung darauf treuwidrig wäre.
Je näher eine Regelung am Kernbereich des Scheidungsfolgenrechts liegt, desto eher fällt sie. Am wenigsten disponibel ist der Betreuungsunterhalt für gemeinsame Kinder, danach folgen Alters- und Krankheitsunterhalt sowie der Versorgungsausgleich. Der Zugewinnausgleich ist am ehesten abdingbar.
Riskant sind vor allem Verträge, die kurz vor der Hochzeit unterzeichnet werden, wenn ein Partner schwanger ist oder ein deutliches wirtschaftliches Gefälle besteht.
Sind die Notarkosten absetzbar?
In aller Regel nicht — sie zählen zur privaten Lebensführung. Eine Ausnahme kommt in Betracht, wenn der Vertrag überwiegend dem Schutz eines Betriebs dient. Dann können die Kosten anteilig Betriebsausgaben sein.
Da die Abgrenzung im Einzelfall schwierig ist und der Anteil begründet werden muss, gehört diese Frage vor der Beurkundung geklärt, nicht danach.
Ehevertrag: worauf Sie vorher achten sollten
- 01 Vermögen realistisch angeben: Der Geschäftswert bestimmt die Gebühren. Überhöhte Angaben kosten unnötig mehr — aber zu niedrige Angaben können Probleme bei der Wirksamkeit verursachen.
- 02 Klauseln gezielt wählen: Nicht jeder Ehevertrag braucht alle Regelungen. Überlegen Sie mit Ihrem Notar, welche Klauseln für Ihre Situation sinnvoll sind — jede zusätzliche Regelung kostet extra.
- 03 Ehevertrag vor der Hochzeit schließen: Vor der Ehe abgeschlossene Verträge sind rechtlich einfacher durchzusetzen als nachträgliche Änderungen.
Häufige Fragen zu Ehevertrag und Notarkosten
Was kostet ein Ehevertrag beim Notar? expand_more
Wie berechnet der Notar den Geschäftswert? expand_more
Muss ein Ehevertrag notariell beurkundet werden? expand_more
Was regelt ein Ehevertrag typischerweise? expand_more
Kann ich die Notarkosten von der Steuer absetzen? expand_more
Kommen neben den Notarkosten weitere Kosten hinzu? expand_more
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Vom Kostenrahmen zum Inhalt
Güterstand, Versorgungsausgleich und Unterhalt lassen sich sehr unterschiedlich gestalten.
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