rechnerportal
Alltag · Ratgeber

Elterngeld bei 2.000 Euro netto: 12 Monate Basis oder 24 Monate Plus?

Stand: Rechenweg mit automatischen Tests geprüftMethodik

Bei 2.000 Euro Elterngeld-Netto vor der Geburt erhalten Sie 2026 eine Ersatzrate von 65 Prozent, also 1.300 Euro Basiselterngeld im Monat. Über zwölf Monate sind das 15.600 Euro. ElterngeldPlus zahlt 650 Euro, dafür doppelt so lange. Ohne Zuverdienst ist die Summe gleich, mit Teilzeit nach der Geburt bringt Plus deutlich mehr.

Basiselterngeld im Monat

1.430,00 €

Ersatzrate 65 % von 2.200,00 €

ElterngeldPlus im Monat

715,00 €

doppelt so lange, höchstens 900 €

Gesamtsumme

17.160,00 €

12 Monate Basis + 0 Monate Plus, 12 Lebensmonate

Partnermonate: Zusammen stehen Eltern 14 Monate Basiselterngeld zu, wenn beide mindestens zwei Monate nehmen; ein Elternteil allein erhält höchstens 12 Monate (Alleinerziehende 14). Jeder Basismonat lässt sich in zwei ElterngeldPlus-Monate tauschen. Nehmen beide gleichzeitig Basiselterngeld, geht das nur noch für einen Monat in den ersten zwölf Lebensmonaten.

Rechtsgrundlage: §§ 2, 2a, 4 BEEG. Basiselterngeld ersetzt 67 % des Elterngeld-Nettos zwischen 1.000 und 1.200 €; darunter steigt die Rate je 2 € um 0,1 Punkte bis 100 %, darüber sinkt sie je 2 € um 0,1 Punkte bis 65 %. Mindestens 300 €, höchstens 1.800 € im Monat. Bei Teilzeit nach der Geburt gilt die Differenz der Nettoeinkommen, wobei das Netto vor der Geburt bei 2.770 € gedeckelt ist. ElterngeldPlus beträgt höchstens die Hälfte des Basiselterngelds ohne Zuverdienst. Einkommensgrenze 175.000 € für Geburten ab 1. April 2025. Das Elterngeld-Netto weicht vom Lohnzettel ab (pauschale Abzüge); der Rechner ist eine Schätzung. Stand 2026, ohne Gewähr.

Direkt zum Tool: Elterngeldrechner öffnen

Formel

Bestimmen Sie die Ersatzrate aus Ihrem Elterngeld-Netto und multiplizieren Sie sie mit dem Netto vor der Geburt. Arbeiten Sie nach der Geburt in Teilzeit, gilt die Ersatzrate nur für die Differenz zwischen dem Netto vor und nach der Geburt.

Basiselterngeld = Ersatzrate × (Netto vor Geburt − Netto nach Geburt), zwischen 300 und 1.800 Euro

Ersatzrate
65 Prozent ab 1.240 Euro Netto, 67 Prozent zwischen 1.000 und 1.200 Euro, bis 100 Prozent bei kleinen Einkommen
ElterngeldPlus
höchstens die Hälfte des Basiselterngelds ohne Zuverdienst, dafür doppelt so viele Monate

Rechenbeispiel: 2.000 Euro netto, zwölf Monate Basiselterngeld

  1. 1

    Elterngeld-Netto vor der Geburt

    = 2.000 Euro

  2. 2

    Ersatzrate bei diesem Einkommen in Prozent

    = 65

  3. 3

    Basiselterngeld im Monat

    = 1.300 Euro

  4. 4

    ElterngeldPlus im Monat zum Vergleich

    = 650 Euro

  5. 5

    Summe über zwölf Monate Basiselterngeld

    = 15.600 Euro

Wer ganz zu Hause bleibt, erhält mit Basis und Plus dieselbe Gesamtsumme, nur zeitlich unterschiedlich verteilt. Die Entscheidung hängt dann davon ab, ob Sie mehr Geld pro Monat oder eine längere Bezugszeit brauchen.

Typische Fehler

errorMit Basiselterngeld in Teilzeit zurückgekehrt

Arbeiten Sie nach der Geburt mit 1.000 Euro netto, sinkt das Basiselterngeld auf 650 Euro, über zwölf Monate also auf 7.800 Euro. ElterngeldPlus zahlt in diesem Fall ebenfalls 650 Euro im Monat, aber 24 Monate lang. Die Gesamtsumme verdoppelt sich auf 15.600 Euro.

errorDas Netto vom Gehaltszettel eingesetzt

Die Elterngeldstelle ermittelt das Netto mit pauschalen Abzügen für Steuern und Sozialabgaben aus dem Brutto der Monate vor der Geburt. Das Ergebnis weicht vom Netto auf der Abrechnung ab, besonders bei Steuerklassenwechseln oder Einmalzahlungen.

errorDie 65 Prozent als festen Satz verstanden

Die Ersatzrate hängt vom Einkommen ab. Bei 2.000 Euro liegt sie am unteren Ende bei 65 Prozent. Unter 1.000 Euro Netto steigt sie schrittweise bis auf 100 Prozent, sodass Geringverdiener anteilig deutlich mehr ihres Einkommens ersetzt bekommen.

Warum ElterngeldPlus beim Wiedereinstieg in Teilzeit gewinnt

Der Unterschied zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus zeigt sich erst, wenn Sie nach der Geburt wieder arbeiten. Beim Basiselterngeld wird der Zuverdienst direkt angerechnet: Die Ersatzrate gilt nur noch für die Lücke zwischen dem Netto vor und nach der Geburt. Aus 2.000 Euro minus 1.000 Euro Teilzeitnetto werden 1.000 Euro, davon 65 Prozent ergeben 650 Euro.

Beim ElterngeldPlus gilt eine Obergrenze: Es darf höchstens halb so hoch sein wie das Basiselterngeld ohne Zuverdienst, im Beispiel also 650 Euro. Weil der Zuverdienst den Plus-Betrag hier nicht weiter drückt, erhalten Sie trotz Teilzeit die vollen 650 Euro, und das doppelt so lange. So entstehen 15.600 Euro statt 7.800 Euro.

Die Faustregel lautet deshalb: Wer ganz aussetzt, entscheidet nach dem Bedarf pro Monat. Wer in Teilzeit zurückkehrt, sollte ElterngeldPlus zumindest durchrechnen.

Weitere Stellschrauben für Ihre Planung

Basis und Plus lassen sich kombinieren. Viele Eltern beziehen in den ersten Monaten Basiselterngeld, solange sie ganz zu Hause sind, und wechseln mit dem Wiedereinstieg auf Plus. Der Rechner zeigt für jede Aufteilung die Summe über alle Monate. So sehen Sie auf einen Blick, welche Kombination über die gesamte Elternzeit das meiste Geld bringt.

Haben Sie bereits ein kleines Kind, kommt der Geschwisterbonus von 10 Prozent hinzu. Im Beispiel steigt das Basiselterngeld dann auf 1.430 Euro und die Summe über zwölf Monate auf 17.160 Euro. Bei Mehrlingen gibt es je weiterem Kind einen Zuschlag von 300 Euro.

Mit der Geburt lohnt außerdem ein Blick auf bestehende Verträge. Ein Single-Tarif in der Haftpflichtversicherung schließt das Kind nicht ein, ein Familientarif schon. Solche Posten sollten Sie bei der Budgetplanung für die Elternzeit gleich mitdenken, denn das Haushaltseinkommen ist in dieser Zeit meist knapper als gewohnt. Die Beträge hier gelten für Geburten ab dem 1. April 2025 und sind eine Orientierung auf dem Stand 2026, verbindlich ist der Bescheid Ihrer Elterngeldstelle.

Passende Rechner

Häufige Fragen: Elterngeldrechner

Wann lohnt sich ElterngeldPlus trotz halbem Monatsbetrag? expand_more
Immer dann, wenn Sie nach der Geburt in Teilzeit arbeiten. Der Zuverdienst mindert das Basiselterngeld, das ElterngeldPlus bleibt dagegen oft fast unverändert. Im Beispiel mit 1.000 Euro Teilzeitnetto ergibt Plus über 24 Monate doppelt so viel wie Basis über zwölf.
Wie viele Monate Elterngeld gibt es für beide Eltern zusammen? expand_more
Ein Elternteil kann höchstens zwölf Monate Basiselterngeld beziehen. Beteiligen sich beide Eltern, stehen zusammen 14 Monate zur Verfügung. Jeder Basismonat lässt sich in zwei Plus-Monate umwandeln, sodass sich die Bezugszeit insgesamt deutlich verlängern lässt.
Ist Elterngeld steuerpflichtig? expand_more
Elterngeld ist selbst steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Es erhöht damit den Steuersatz auf Ihr übriges Einkommen im selben Jahr. Das kann nach der Steuererklärung zu einer Nachzahlung führen, die Sie einplanen sollten.
auto_awesome
AnzeigeHinweis
Neu in der Familie: Haftpflicht anpassen
Mit der Geburt ändert sich die Versicherungslage. Ein Single-Vertrag deckt das Kind nicht, ein Familientarif schon. Achten Sie auf Schäden durch deliktunfähige Kinder.
Familien-Haftpflicht ansehen arrow_forward Affiliate-Link. Bei einem Abschluss erhalten wir eine Provision, für Sie ändert sich der Preis nicht.

Verwandte Rechner