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Gasheizung vs Wärmepumpe — Jahreskosten vergleichen

Dieser Rechner stellt die jährlichen Heizkosten von Gasheizung und Wärmepumpe gegenüber. Aus Wärmebedarf, Gas- und Strompreis sowie Jahresarbeitszahl ergibt sich, welches System günstiger läuft.

Gasheizung / Jahr

2.400,00 €

Wärmepumpe / Jahr

1.800,00 €

Differenz / Jahr

600,00 €

Günstiger: Wärmepumpe. Grobe Jahreskosten-Schätzung ohne Wartung.

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Gas oder Wärmepumpe — worauf es ankommt

Die laufenden Kosten hängen vor allem von JAZ, Strom- und Gaspreis ab. Der Rechner zeigt die Differenz pro Jahr.

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Welchen Gaspreis Sie einsetzen sollten

Nehmen Sie den Arbeitspreis je Kilowattstunde aus Ihrer Rechnung, nicht den Durchschnittswert aus den Nachrichten. Übliche Werte liegen bei 10 bis 14 Cent.

Den Grundpreis lassen Sie außen vor — er fällt unabhängig vom Verbrauch an und ändert sich beim Vergleich zweier Heizsysteme kaum. Wer ihn einrechnet, verzerrt den Vergleich zugunsten des Systems mit geringerem Verbrauch.

Die Jahresarbeitszahl entscheidet den Vergleich

Bei JAZ 3,5 und 30 Cent Strom kostet die Kilowattstunde Wärme rund 8,6 Cent, bei JAZ 3,0 sind es 10 Cent. Gas liegt bei 12 Cent Arbeitspreis und 95 Prozent Kesselwirkungsgrad bei rund 12,6 Cent.

Die Wärmepumpe gewinnt also bereits bei mittelmäßiger JAZ — vorausgesetzt, sie erreicht sie im konkreten Gebäude auch.

Warum der Gaskessel nicht 100 Prozent liefert

Auch ein Brennwertkessel liefert nicht die volle eingekaufte Energie als Nutzwärme. Realistisch sind 90 bis 98 Prozent, und die hohen Werte erreicht er nur, wenn die Rücklauftemperatur unter dem Taupunkt liegt.

Das ist der oft übersehene Punkt: Ein Brennwertkessel an einer Anlage mit hoher Rücklauftemperatur kondensiert kaum und arbeitet dann wie ein gewöhnlicher Niedertemperaturkessel. Die Brennwerttechnik ist dann bezahlt, aber wirkungslos.

Vorlauftemperatur ist die gemeinsame Stellschraube

Eine niedrige Vorlauftemperatur hilft beiden Systemen: Sie hebt die JAZ der Wärmepumpe und ermöglicht dem Gaskessel überhaupt erst die Brennwertnutzung.

Der hydraulische Abgleich ist deshalb die Maßnahme, die sich in jedem Fall lohnt — unabhängig davon, wie die Systementscheidung ausfällt.

Der CO2-Preis trifft auch Gas

Erdgas unterliegt ebenso der nationalen CO2-Bepreisung wie Heizöl, mit steigenden Sätzen. Der Aufschlag ist bei Gas je Kilowattstunde geringer als bei Öl, aber vorhanden und planbar wachsend.

Für einen Vergleich über die Nutzungsdauer von 15 bis 20 Jahren gehört er in die Rechnung. Ein Vergleich zu heutigen Preisen fällt zugunsten des Gaskessels aus, der sich über die Zeit relativiert.

Was der Gesetzgeber vorgibt

Neue Heizungen unterliegen den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes zum Anteil erneuerbarer Energien. Reine Gaskessel sind nicht generell verboten, aber an Bedingungen und Fristen geknüpft, die je nach Kommune und Wärmeplanung unterschiedlich greifen.

Vor der Entscheidung lohnt der Blick auf die kommunale Wärmeplanung: Ist ein Fernwärmeanschluss absehbar, ändert das die Rechnung grundlegend.

Was der Vergleich nicht abbildet

Enthalten sind reine Energiekosten. Nicht enthalten sind Anschaffung, Installation, Förderung, Wartung, Schornsteinfeger und ein möglicher Heizkörpertausch.

Die Anschaffungskosten unterscheiden sich erheblich — ein Gaskessel ist deutlich günstiger als eine Wärmepumpe. Erst mit Förderung und über die Laufzeit gerechnet dreht sich das Bild häufig.

Gas oder Wärmepumpe: die entscheidenden Größen

  1. 01 Je höher die Jahresarbeitszahl, desto günstiger heizt die Wärmepumpe.
  2. 02 Niedrige Vorlauftemperaturen verbessern die Effizienz der Wärmepumpe.
  3. 03 Beziehen Sie Förderungen wie die BEG in die Investitionsrechnung ein.

Häufige Fragen zum Vergleich Gas und Wärmepumpe

Was ist die Jahresarbeitszahl? expand_more
Sie gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme die Wärmepumpe je Kilowattstunde Strom erzeugt; typisch 3 bis 4.
Welcher Gaspreis ist sinnvoll? expand_more
Nutzen Sie Ihren Arbeitspreis pro Kilowattstunde aus der Gasrechnung, oft rund 10 bis 14 Cent.
Sind Wartung und CO2-Preis enthalten? expand_more
Nein, es ist eine grobe Jahreskosten-Schätzung ohne Wartung und CO2-Preis-Dynamik.

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