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Tiere · Ratgeber

Was kostet ein Hund im Monat und über sein ganzes Leben?

Stand: Rechenweg mit automatischen Tests geprüftMethodik

Ein mittelgroßer Hund mit 20 kg kostet mit Futter, Hundesteuer, Haftpflicht, Tierarzt-Routine, Zubehör und Pflege rund 91 Euro im Monat und 1.092 Euro im Jahr. Über 13 Jahre Lebenserwartung und mit 1.400 Euro für Kauf und Erstausstattung summiert sich das auf rund 15.600 Euro, ohne Versicherung, Hundeschule und Betreuung.

Kosten im Monat

106 €

Kosten im Jahr

1.272 €

Über das Hundeleben

17.940 €

13 Jahre, inkl. 1.400 € Anschaffung

Monatliche Kosten im Einzelnen

  • Futter46,03 €
  • Hundesteuer10,00 €
  • Haftpflicht5,00 €
  • Kranken- oder OP-Versicherung15,00 €
  • Tierarzt-Routine15,00 €
  • Zubehör10,00 €
  • Pflege5,00 €
  • Hundeschule0,00 €
  • Betreuung0,00 €

Futterbedarf etwa 303 g Trockenfutter am Tag (9,21 kg im Monat). Tierarzt und Versicherung machen 28,29 % der laufenden Kosten aus.

Mit oder ohne Versicherung: eine größere OP im Hundeleben

Ohne Versicherung: erwartete OP-Kosten

2.000 €

Mit Versicherung: Beiträge plus Eigenanteil

2.740 €

2.340 € Beiträge, 400 € Eigenanteil

In diesem Szenario zahlen Sie mit Versicherung 740 € mehr, sichern sich aber gegen eine teure Einzelrechnung ab.

Futter über den Energiebedarf (70 × Gewicht hoch 0,75 × 1,6 für einen kastrierten erwachsenen Hund, 350 kcal je 100 g). Die Hundesteuer legt jede Gemeinde selbst fest, von 0 bis über 200 € im Jahr. Eine Hundehaftpflicht ist unter anderem in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen für alle Hunde Pflicht. Die Tierarzt-Routine umfasst jährliche Impfung mit Untersuchung nach GOT sowie Wurmkuren und Parasitenschutz. Lebenserwartung nach Größe als Faustwert. Versicherungsbeiträge hängen stark von Rasse, Alter und Tarif ab; der OP-Wert ist ein Beispiel.

Direkt zum Tool: Hundekosten-Rechner öffnen

Formel

Die Monatskosten sind die Summe aus Futterkosten und festen Posten. Die Futtermenge folgt aus dem Energiebedarf: 70 mal Gewicht in kg hoch 0,75, mal Erhaltungsfaktor, geteilt durch die Energiedichte des Futters. Jahreskosten sind Monatskosten mal 12, die Kosten über das Hundeleben sind Anschaffung plus Jahreskosten mal Lebenserwartung.

Leben = Anschaffung + 12 × (Futter + Steuer/12 + Haftpflicht + Tierarzt/12 + Zubehör + Pflege) × Jahre

Futter
Futterkosten im Monat aus Tagesmenge, Tagen und Kilopreis
Steuer
Hundesteuer der Gemeinde pro Jahr
Tierarzt
Routinekosten beim Tierarzt pro Jahr ohne Krankheiten
Jahre
erwartete Lebenserwartung nach Größe des Hundes

Rechenbeispiel: kastrierter Hund mit 20 kg ohne Krankenversicherung

  1. 1

    Futtermenge aus dem Energiebedarf bei 350 kcal je 100 g Trockenfutter

    = 303 g pro Tag, 9,21 kg im Monat

  2. 2

    Futterkosten bei 5 Euro je kg: 9,21 kg mal 5 Euro ergibt 46,03 Euro. Die Tierarzt-Routine von 180 Euro im Jahr macht 15 Euro im Monat.

  3. 3

    Weitere feste Posten im Monat: Hundesteuer 120 Euro im Jahr, dazu Haftpflicht, Zubehör und Pflege

    = Hundesteuer 10 Euro, Haftpflicht 5 Euro, Zubehör 10 Euro, Pflege 5 Euro

  4. 4

    Alle Posten im Monat addieren

    = 91,03 Euro im Monat

  5. 5

    Monatskosten auf das Jahr hochrechnen

    = 1.092,31 Euro im Jahr

  6. 6

    Kaufpreis 1.000 Euro und Erstausstattung 400 Euro addieren, Jahreskosten mit der Lebenserwartung eines mittelgroßen Hundes multiplizieren

    = 1.400 Euro Anschaffung, 13 Jahre, 15.600,07 Euro über das Hundeleben

Ein 20-kg-Hund kostet mit diesen Annahmen 91,03 Euro im Monat und 15.600,07 Euro über 13 Jahre. Das Futter macht rund die Hälfte der Monatskosten aus, die Tierarzt-Routine 16,48 Prozent. Krankheiten, Operationen und Versicherungsbeiträge kommen hinzu.

Typische Fehler

errorNur die Anschaffung eingeplant

Der Kaufpreis ist nach gut einem Jahr von den laufenden Kosten überholt. Planen Sie das Budget über die Monatskosten und rechnen Sie die Summe über die erwartete Lebenszeit, bevor Sie sich für einen Hund entscheiden.

errorFutterkosten linear mit dem Gewicht hochgerechnet

Der Energiebedarf wächst nur mit dem Gewicht hoch 0,75. Ein doppelt so schwerer Hund frisst deshalb deutlich weniger als doppelt so viel. Rechnen Sie die Menge über den Energiebedarf statt über einen festen Grammwert je kg.

errorTierarzt-Routine mit Krankheitskosten gleichgesetzt

Die Routine deckt Impfung, Untersuchung, Wurmkuren und Parasitenschutz ab. Eine OP oder eine chronische Erkrankung kostet schnell ein Vielfaches davon. Planen Sie dafür eine eigene Rücklage oder eine Versicherung ein.

Warum die Monatskosten eines Hundes vor allem am Futter hängen

Von den rund 91 Euro, die ein 20-kg-Hund im Monat kostet, entfallen gut 46 Euro auf das Futter. Die übrigen Posten, also Hundesteuer, Haftpflicht, Tierarzt-Routine, Zubehör und Pflege, bleiben mit zusammen 45 Euro bei jedem Hund fast gleich. Wer die Kosten vergleichen will, schaut deshalb zuerst auf Gewicht und Kilopreis des Futters. Hochwertiges Futter zu 10 Euro je kg verdoppelt beim 20-kg-Hund die Futterkosten und hebt die Monatssumme auf rund 137 Euro.

Die zweite große Variable ist die Hundesteuer. Sie ist eine kommunale Steuer, und die Spanne reicht von 0 bis über 200 Euro im Jahr für den Ersthund. Für Listenhunde verlangen viele Gemeinden ein Vielfaches. Bei der Haftpflicht hängt es vom Bundesland ab: In Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ist sie für alle Hunde Pflicht, anderswo für bestimmte Hunde.

Hundekosten über das ganze Leben: Größe gegen Lebenserwartung

Über das Hundeleben gleichen sich die Unterschiede teilweise aus. Große Hunde fressen mehr, leben aber im Schnitt kürzer. Ein sehr großer Hund mit 50 kg kostet im Jahr rund 1.638 Euro, über 9 Jahre aber weniger als ein großer Hund mit 35 kg über 11 Jahre. Die Lebenserwartung ist ein Faustwert, der individuelle Hund kann deutlich älter oder jünger werden. Rechnen Sie deshalb zusätzlich mit ein oder zwei Jahren mehr, um zu sehen, wie empfindlich die Summe darauf reagiert. Im Alter steigen außerdem meist die Tierarztkosten, weil Vorsorgeuntersuchungen häufiger werden und chronische Erkrankungen dazukommen können. Die Routine von 180 Euro im Jahr ist für einen jungen, gesunden Hund angesetzt; für einen Senior planen Sie besser mehr ein und besprechen die sinnvolle Vorsorge mit Ihrem Tierarzt.

Nicht in der Grundrechnung stecken Krankheiten und Operationen. Eine OP-Versicherung zu 15 Euro im Monat kostet über 13 Jahre 2.340 Euro Beiträge und kann damit mehr kosten als eine einzelne erwartete OP. Sie schützt vor seltenen, sehr hohen Rechnungen. Was einzelne Eingriffe nach der Gebührenordnung kosten, zeigt der Tierarztkosten-Rechner.

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Häufige Fragen: Hundekosten-Rechner

Wie viel sollte ich für unerwartete Tierarztkosten zurücklegen? expand_more
Eine größere OP kostet nach der Gebührenordnung schnell 1.000 bis 2.000 Euro und mehr. Eine Rücklage in dieser Höhe deckt einen einzelnen Eingriff. Wer sie in den ersten Jahren mit einem festen Monatsbetrag aufbaut, ist auch ohne Versicherung vor der ersten großen Rechnung geschützt.
Kostet ein kleiner Hund über sein Leben weniger als ein großer? expand_more
Im Monat ja, über das ganze Leben ist der Abstand kleiner. Kleine Hunde leben im Schnitt länger, etwa 14 statt 11 Jahre. Ein 8-kg-Hund kommt mit den Standardwerten auf rund 12.850 Euro, ein 35-kg-Hund auf rund 16.580 Euro.
Welche Hundekosten fallen im ersten Jahr zusätzlich an? expand_more
Im ersten Jahr kommen Kaufpreis und Erstausstattung hinzu, also Leine, Halsband oder Geschirr, Körbchen, Näpfe und Transportbox. Bei Welpen folgen außerdem die Grundimmunisierung, oft eine Hundeschule und gegebenenfalls die Kastration. Welche Impfungen nötig sind, bespricht Ihr Tierarzt mit Ihnen.
Wie verändern Hundeschule und Betreuung die Monatskosten? expand_more
Beide Posten können die Grundkosten übersteigen. Mit 40 Euro Hundeschule und 100 Euro Betreuung im Monat steigen die Kosten eines 20-kg-Hundes von rund 91 auf 231 Euro im Monat. Über 13 Jahre sind das rund 37.440 Euro statt 15.600 Euro.
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AnzeigeHinweis
Der größte Kostenblock kommt unangekündigt
Futter und Steuer lassen sich planen, eine Operation nicht. Eine Hundekrankenversicherung macht aus seltenen hohen Rechnungen einen festen Monatsbetrag. Ob sich das lohnt, zeigt der Vergleich im Rechner.
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