Kaufkraftverlust berechnen — was Inflation aus Ihrem Geld macht
Inflation senkt die Kaufkraft Ihres Geldes: Ein fester Betrag kann sich in einigen Jahren real weniger leisten. Die verbleibende Kaufkraft berechnen Sie, indem Sie den Betrag durch den mit der Inflationsrate potenzierten Faktor teilen. So sehen Sie, was Ihr Erspartes in heutigen Preisen künftig noch wert ist.
Kaufkraft in 10 J.
781,20 €
Wertverlust
218,80 €
Verlust in %
21.9 %
| Jahr | Reale Kaufkraft | Verlust |
|---|---|---|
| 1 | 975,61 € | -24,39 € |
| 2 | 951,81 € | -48,19 € |
| 3 | 928,60 € | -71,40 € |
| 4 | 905,95 € | -94,05 € |
| 5 | 883,85 € | -116,15 € |
| 6 | 862,30 € | -137,70 € |
| 7 | 841,27 € | -158,73 € |
| 8 | 820,75 € | -179,25 € |
| 9 | 800,73 € | -199,27 € |
| 10 | 781,20 € | -218,80 € |
Berechnung zeigt den Kaufkraftverlust bei konstanter Inflationsrate. Tatsächliche Inflation schwankt.
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Formel
Die verbleibende Kaufkraft ergibt sich, indem der Ausgangsbetrag durch den Aufzinsungsfaktor geteilt wird. Der Faktor ist die Summe aus eins und der Inflationsrate, potenziert mit der Anzahl der Jahre. Der absolute Wertverlust ist die Differenz zwischen Ausgangsbetrag und verbleibender Kaufkraft.
K = B ÷ (1 + i)^n
- K
- verbleibende Kaufkraft in heutigen Preisen (Euro)
- B
- Ausgangsbetrag in Euro
- i
- jährliche Inflationsrate als Dezimalzahl (2,5 % = 0,025)
- n
- Anzahl der Jahre
Rechenbeispiel: 20.000 Euro bei 3 Prozent über 15 Jahre
- 1
Ausgangsbetrag festlegen: 20.000 EUR
- 2
Inflationsrate und Zeitraum wählen: 3 % pro Jahr, 15 Jahre
- 3
Aufzinsungsfaktor bilden: 1,03 hoch 15
= 1,5580
- 4
Betrag durch Faktor teilen: 20.000 ÷ 1,5580
= 12.837 EUR
- 5
Wertverlust bestimmen: 20.000 − 12.837
= 7.163 EUR (35,8 %)
20.000 EUR haben nach 15 Jahren bei 3 Prozent Inflation nur noch die Kaufkraft von rund 12.837 EUR in heutigen Preisen. Der Kontostand bleibt gleich, real sind über 7.100 EUR — mehr als ein Drittel — an Wert verschwunden.
Typische Fehler
errorInflationsrate als Prozentzahl statt als Dezimalzahl gerechnet
In der Formel steht 2,5 Prozent als 0,025, nicht als 2,5. Wer 2,5 einsetzt, potenziert mit einem völlig falschen Faktor. Der Rechner nimmt Ihnen die Umrechnung ab — bei der Handrechnung ist sie die häufigste Fehlerquelle.
errorZinsen und Inflation vermischt
Der Inflationsrechner zeigt nur den Kaufkraftverlust, nicht die Rendite einer Anlage. Entscheidend ist die reale Rendite: Zinssatz minus Inflationsrate. Liegt die Inflation über dem Zins, schrumpft das Vermögen real trotz steigender Zahlen auf dem Konto.
errorMit heutigen Preisen für die Zukunft geplant
Wer für den Ruhestand eine feste Summe anpeilt, muss den Zielbetrag mit der Inflation hochrechnen. 1.000 EUR Kaufkraft in 25 Jahren erfordern bei 2 Prozent Inflation künftig rund 1.640 EUR.
Warum Inflation schleichend wirkt
Eine Teuerungsrate von zwei oder drei Prozent pro Jahr klingt harmlos. Der Effekt entfaltet sich jedoch exponentiell: Jedes Jahr wird nicht nur der ursprüngliche Betrag, sondern der bereits verringerte Wert erneut entwertet. Deshalb ist der Kaufkraftverlust nach 20 Jahren mehr als doppelt so groß wie nach zehn Jahren. Wer diesen Zinseszins-Effekt in umgekehrter Richtung ignoriert, plant seine Finanzen zu optimistisch.
Besonders betroffen ist Geld, das unverzinst liegt. Ein Girokonto ohne Zinsen bietet keinerlei Ausgleich, und selbst ein Sparkonto mit niedrigem Zins gleicht die Inflation oft nur teilweise aus. Entscheidend ist immer die reale Rendite — also der Zinssatz nach Abzug der Teuerung. Liegt die Inflation über dem Zins, verliert das Vermögen real an Wert, obwohl die Zahl auf dem Kontoauszug steigt.
Kaufkraft im Alltag einordnen
Die reine Prozentzahl bleibt abstrakt, bis man sie auf konkrete Beträge bezieht. 100.000 Euro auf einem unverzinsten Konto haben bei 2,5 Prozent Inflation in 20 Jahren nur noch die Kaufkraft von rund 61.000 Euro — für dieselbe Summe lässt sich also erheblich weniger kaufen. Dieser Vergleich macht deutlich, warum Sparen allein oft nicht genügt, um Vermögen real zu erhalten.
Wer dem Kaufkraftverlust etwas entgegensetzen will, betrachtet Anlagen mit Zinsen oder Rendite. Der Zinsrechner zeigt, wie sich verzinstes Guthaben entwickelt, der Sparrechner hilft beim Aufbau über regelmäßige Raten, und der ETF-Sparplan-Rechner bildet den langfristigen Vermögensaufbau mit breit gestreuten Anlagen ab. Stellt man deren Ergebnisse neben den Kaufkraftverlust, wird sichtbar, ob eine Anlage die Inflation wirklich schlägt.