Infrarotheizung-Stromkosten-Rechner — Verbrauch und Stromkosten berechnen
Mit dem Infrarotheizung-Stromkosten-Rechner schätzen Sie aus Leistung, täglicher Laufzeit, Heiztagen und Strompreis den Jahresverbrauch in Kilowattstunden sowie die Kosten pro Jahr, Monat und Tag. So sehen Sie schnell, ob sich eine Infrarotheizung als Zusatz- oder Übergangsheizung lohnt.
Kosten pro Jahr
162,00 €
Kosten pro Monat
13,50 €
Verbrauch pro Jahr
540 kWh
Kosten pro Tag
1,08 €
Infrarotheizungen wandeln Strom zu 100 % in Wärme um — 1 kWh Strom ergibt 1 kWh Wärme. Als Direktstromheizung sind die Wärmekosten daher an den Strompreis gekoppelt. Tatsächliche Werte hängen von Nutzung und Raumdämmung ab.
Was die Stromkosten einer Infrarotheizung bestimmt
Eine Infrarotheizung ist eine Direktstromheizung: Sie wandelt elektrischen Strom unmittelbar in Strahlungswärme um. Anders als eine Wärmepumpe nutzt sie keine Umgebungswärme, sondern verbraucht für jede Kilowattstunde Wärme genau eine Kilowattstunde Strom. Die laufenden Kosten hängen deshalb direkt am Strompreis und an der Betriebszeit.
Vier Größen bestimmen das Ergebnis: die Leistung des Panels in Watt, die tägliche Laufzeit in Stunden, die Heiztage pro Jahr und der Strompreis in Cent pro Kilowattstunde. Der Rechner multipliziert Leistung und Laufzeit zum Tagesverbrauch, hochgerechnet auf das Jahr ergibt sich der Jahresverbrauch — und daraus die Kosten pro Jahr, Monat und Tag.
Zusatz- und Übergangsheizung statt Hauptheizung
Wegen des hohen Wärmepreises spielt die Infrarotheizung ihre Stärken vor allem im gezielten Einsatz aus: im Gäste-WC, im Homeoffice, im Bad oder in der Übergangszeit, wenn die Zentralheizung noch nicht laufen muss. In selten beheizten Räumen sind die geringen Anschaffungskosten und die schnelle Wärme oft wirtschaftlicher als das Hochfahren des gesamten Heizsystems.
Als alleinige Heizung für ein ganzes Haus ist sie dagegen meist teuer. Hier lohnt der Vergleich mit einer Wärmepumpe, die aus einer Kilowattstunde Strom ein Mehrfaches an Wärme gewinnt.
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Hundert Prozent Wirkungsgrad heißt nicht günstig
Eine Infrarotheizung setzt praktisch den gesamten Strom in Wärme um. Dieser oft beworbene Wirkungsgrad von nahezu 100 Prozent ist korrekt — und sagt über die Kosten nichts.
Entscheidend ist der Preis der Energie. Eine Kilowattstunde Strom kostet rund das Dreifache einer Kilowattstunde Gas. Eine Wärmepumpe liefert aus derselben Kilowattstunde Strom das Drei- bis Vierfache an Wärme. Gegen beide verliert die Infrarotheizung die Kostenrechnung deutlich.
Wo sie trotzdem sinnvoll ist
Ihre Stärke ist die kurze Reaktionszeit ohne Vorlauf und die geringe Investition. Das macht sie interessant für selten genutzte Räume: Gästezimmer, Hobbyraum, Gartenhaus, Bad als Zusatzheizung.
Die Rechnung geht auf, wenn die Nutzungsstunden gering sind. Bei einer Hauptheizung mit vielen hundert Volllaststunden dreht sie sich ins Gegenteil.
Warum Strahlungswärme sich anders anfühlt
Infrarotheizungen erwärmen Flächen und Körper direkt statt die Luft. Dadurch empfindet man die gleiche Temperatur oft als angenehmer, und ein bis zwei Grad niedrigere Lufttemperatur können ausreichen.
Diese Ersparnis ist real, gleicht den Preisnachteil des Stroms aber nicht aus. Sie verkleinert ihn.
Die Sichtverbindung entscheidet
Strahlungswärme wirkt nur dort, wo freie Sicht zur Heizfläche besteht. Ein Schrank vor dem Panel schluckt den Effekt, und hinter einem Sofa wird die Rückenlehne geheizt statt der Person.
Deshalb ist die Platzierung wichtiger als bei jedem anderen Heizsystem — meist an Decke oder freier Wandfläche mit Blick in den Raum.
Auslegung nach Raum, nicht nach Gefühl
Als grobe Orientierung gelten 60 bis 100 Watt je Quadratmeter, abhängig vom Dämmstandard. Im Altbau kann es deutlich mehr sein.
Unterdimensionierte Panels laufen dauerhaft auf Volllast und erreichen die Zieltemperatur nie — mit hohen Kosten bei schlechtem Ergebnis. Zwei kleinere Panels sind zudem meist besser als ein großes, weil die Strahlung gleichmäßiger verteilt wird.
Der Vergleich, der zählt
Rechnen Sie die Jahreskosten gegen die vorhandene Alternative, nicht die Anschaffung. Bei 2.000 Kilowattstunden Jahresbedarf und 30 Cent je Kilowattstunde sind es 600 Euro — dieselbe Wärme kostet mit einer Wärmepumpe bei JAZ 3,5 rund 170 Euro.
Die Differenz von über 400 Euro im Jahr übersteigt die gesamte Anschaffungsersparnis bereits nach wenigen Jahren.
Infrarotheizung wirtschaftlich einsetzen
- 01 Infrarotheizungen wandeln Strom zu 100 % in Wärme um — sparsam wird es nur über kurze Laufzeiten und gezielten Einsatz in einzelnen Räumen.
- 02 Eine Zeitschaltuhr oder ein Thermostat verhindert unnötigen Dauerbetrieb und senkt die Stundenzahl pro Tag spürbar.
- 03 Vergleichen Sie den Wärmepreis mit einer Wärmepumpe: Bei gleichem Strompreis liefert die Wärmepumpe ein Mehrfaches an Wärme pro Kilowattstunde.
Häufige Fragen zu Infrarotheizung und Stromkosten
Wie viel Strom verbraucht eine Infrarotheizung? expand_more
Warum ist eine Infrarotheizung im Betrieb oft teuer? expand_more
Für welche Einsätze lohnt sich eine Infrarotheizung? expand_more
Was bedeutet Heiztage pro Jahr? expand_more
Wie senke ich die Stromkosten der Infrarotheizung? expand_more
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