Anbau Kosten — was eine Hauserweiterung wirklich kostet
Ein Anbau kostet je nach Ausführung und Region grob zwischen 1.400 und 3.500 Euro je Quadratmeter. Der Preis hängt vor allem an Bauweise, Ausstattung und Erschließung. Zu den reinen Baukosten kommen Planung, Genehmigung und Erschließung, die zusammen leicht ein Fünftel der Bausumme ausmachen.
Geschätzte Gesamtkosten
52.564 € – 71.116 €
Reine Baukosten
48.000 €
Kosten pro m²
2.061 €/m²
Richtwerte auf Basis von Branchendurchschnitten (Stand 2026). Tatsächliche Kosten hängen von Baugrund, Zugänglichkeit, Bestandsgebäude und individuellen Wünschen ab. Für eine belastbare Kosteneinordnung sollten Sie mehrere reale Kostenvoranschläge separat prüfen.
Direkt zum Tool: Kostenrechner Anbau öffnen
Formel
Multiplizieren Sie die geplante Fläche mit dem Quadratmeterpreis der gewählten Ausführung und schlagen Sie darauf die Baunebenkosten für Planung, Statik und Genehmigung auf.
Gesamtkosten = Fläche · Preis je m² + Baunebenkosten
- Fläche
- geplante Grundfläche des Anbaus in Quadratmetern
- Preis je m²
- Baukosten je Quadratmeter, abhängig von Bauweise und Ausstattung
Rechenbeispiel: Anbau von 25 Quadratmetern
- 1
Fläche und Ausführung festlegen, etwa 25 Quadratmeter in mittlerer Ausstattung
- 2
Baukosten aus Fläche und Quadratmeterpreis ermitteln
- 3
Baunebenkosten für Architekt, Statik und Genehmigung ergänzen
- 4
Eigenleistung bei Malerarbeiten und Bodenbelägen gegenrechnen
Der Rechner nimmt Fläche, Ausstattung, Region und Architektenhonorar auf und zeigt die Spanne, in der sich die Gesamtkosten bewegen.
Typische Fehler
errorNur die reinen Baukosten kalkuliert
Planung, Statik, Genehmigungsgebühren, Vermessung und Bauleitung schlagen zusammen häufig mit fünfzehn bis zwanzig Prozent der Bausumme zu Buche. Wer nur mit dem Quadratmeterpreis rechnet, unterschätzt das Budget systematisch.
errorEigenleistung zu hoch angesetzt
Realistisch sind Malerarbeiten, Bodenbeläge und einfache Montagen, zusammen etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Gesamtkosten. Wer Gewerke einplant, für die eine Fachunternehmererklärung nötig ist, riskiert Probleme bei Abnahme und Versicherung.
errorAnschluss an den Bestand unterschätzt
Der Übergang zwischen Alt- und Neubau ist der teuerste Quadratmeter des Projekts. Durchbrüche, Anpassung der Statik, Erweiterung von Heizung und Elektrik sowie die Abdichtung an der Nahtstelle verursachen Kosten, die im Quadratmeterpreis nicht enthalten sind.
Woran die Kosten wirklich hängen
Der Quadratmeterpreis ist die Größe, nach der jeder zuerst fragt, und zugleich die mit der größten Spannweite. Zwischen einem einfachen Anbau in Holzrahmenbauweise und einem massiv gemauerten Erweiterungsbau mit aufwendiger Ausstattung liegt leicht der Faktor zwei.
Drei Faktoren bestimmen die Spanne. Die Bauweise entscheidet über Material- und Arbeitskosten. Die Ausstattung wirkt vor allem im Innenausbau, also bei Böden, Sanitär und Elektrik. Und die Region schlägt über die Handwerkerstundensätze durch, die zwischen Ballungsraum und ländlicher Gegend deutlich auseinanderliegen.
Was in keinem Quadratmeterpreis steckt, ist der Anschluss an das bestehende Gebäude. Wanddurchbrüche, statische Ertüchtigung, die Erweiterung von Heizung und Elektrik sowie die Abdichtung an der Nahtstelle zwischen Alt und Neu sind Einzelposten, die je nach Bestand stark variieren.
Vom Baupreis zum Gesamtbudget
Über die reinen Baukosten legen sich die Baunebenkosten. Dazu zählen Architektenhonorar, Statik, Genehmigungsgebühren, Vermessung, Bodengutachten und Bauleitung. Zusammen erreichen sie regelmäßig fünfzehn bis zwanzig Prozent der Bausumme — bei kleinen Projekten anteilig eher mehr, weil viele Posten kaum mit der Größe skalieren.
Die Genehmigung ist dabei nicht nur ein Kostenfaktor, sondern auch ein Zeitfaktor. Ein Anbau ist fast immer genehmigungspflichtig, weil er die überbaute Fläche und meist auch die Abstandsflächen berührt. Die Bearbeitungsdauer bei der Bauaufsicht bestimmt oft den Starttermin.
Wer Eigenleistung einplant, sollte konservativ rechnen. Malerarbeiten, Bodenbeläge und einfache Montagen sind realistisch und sparen zehn bis fünfzehn Prozent. Alles, was Fachunternehmererklärungen, Abnahmen oder Gewährleistung berührt, gehört in professionelle Hände — die vermeintliche Ersparnis wird sonst schnell zum Problem bei Versicherung und Wiederverkauf.
Passende Rechner
Häufige Fragen: Kostenrechner Anbau
Lohnt sich ein Anbau gegenüber einem Umzug? expand_more
Erhöht ein Anbau den Wert der Immobilie? expand_more
Welche Förderungen gibt es für einen Anbau? expand_more