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Kurzarbeitergeld-Rechner — Leistung und Gesamteinkommen bei Kurzarbeit abschätzen

Mit dem Kurzarbeitergeld-Rechner schätzen Sie ab, wie viel Kurzarbeitergeld Sie ungefähr erhalten und wie sich Ihr Gesamteinkommen während der Kurzarbeit verändert. Sie geben Ihr reguläres Nettoeinkommen, Ihr reduziertes Netto bei Kurzarbeit und den Leistungssatz ein und sehen sofort, wie groß die Lücke ist und welcher Anteil davon ausgeglichen wird. Das Ergebnis ist eine vereinfachte Orientierung, keine amtliche Berechnung.

60 %

Kurzarbeitergeld

480 €

Gesamteinkommen

1.680 €

Netto-Verlust

320 €

Netto-Differenz

800 €

Vereinfachte Schätzung. Das offizielle Kurzarbeitergeld basiert auf der pauschalierten Nettoentgeltdifferenz nach Tabelle der Bundesagentur für Arbeit.

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So nutzen Sie den Kurzarbeitergeld-Rechner

  1. Reguläres Netto eingeben — Tragen Sie das monatliche Nettoeinkommen ein, das Sie ohne Kurzarbeit normalerweise erhalten. Dieser Wert bildet die Ausgangsbasis für die Berechnung der Lücke.

  2. Netto bei Kurzarbeit eingeben — Geben Sie an, wie viel Netto Ihnen während der Kurzarbeit aus der tatsächlich geleisteten Arbeit verbleibt. Je stärker die Arbeitszeit reduziert ist, desto kleiner ist dieser Wert.

  3. Leistungssatz wählen — Standardmäßig sind 60 Prozent eingestellt. Mit einem Kind im Sinne der Lohnsteuer können in der Regel 67 Prozent angesetzt werden. Über die Schnellauswahl wechseln Sie zwischen beiden Werten.

Was der Kurzarbeitergeld-Rechner berechnet

Der Rechner ermittelt zunächst die Nettoentgeltdifferenz, also die Lücke zwischen Ihrem regulären Netto und dem reduzierten Netto bei Kurzarbeit. Auf diese Differenz wird der gewählte Leistungssatz angewendet. Daraus ergibt sich das geschätzte Kurzarbeitergeld. Anschließend zeigt der Rechner Ihr voraussichtliches Gesamteinkommen, indem er das reduzierte Netto und das Kurzarbeitergeld addiert.

Zusätzlich weist der Rechner den verbleibenden Netto-Verlust aus. Denn Kurzarbeitergeld gleicht die Einkommenslücke nur teilweise aus: Bei 60 oder 67 Prozent der Nettoentgeltdifferenz bleibt rechnerisch immer ein Teil der Differenz bei Ihnen hängen. So erkennen Sie schnell, wie stark sich Kurzarbeit auf Ihr verfügbares Einkommen auswirkt und ob Ihre laufenden Ausgaben weiterhin gedeckt sind.

Gerade in einer Phase der Kurzarbeit ist diese Gesamtsicht wichtig. Viele Beschäftigte schauen nur auf das reduzierte Gehalt oder nur auf das Kurzarbeitergeld. Erst die Kombination aus beidem zeigt das tatsächlich verfügbare Einkommen. Mit dieser Orientierung lässt sich der Haushalt für die Dauer der Kurzarbeit planen und ein möglicher Engpass frühzeitig erkennen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Rechner liefert eine vereinfachte Schätzung. Das offizielle Kurzarbeitergeld basiert auf der pauschalierten Nettoentgeltdifferenz nach den Tabellen der Bundesagentur für Arbeit und berücksichtigt weitere Faktoren wie Steuerklasse und individuelle Abzüge. Die hier gezeigten Werte ersetzen keine amtliche Berechnung und keine Beratung durch die Bundesagentur für Arbeit.

60 oder 67 Prozent — wovon eigentlich

Kurzarbeitergeld ersetzt 60 Prozent der Nettoentgeltdifferenz, mit mindestens einem Kind im Haushalt 67 Prozent.

Entscheidend ist das Wort Differenz: Ersetzt wird nicht 60 Prozent des Gehalts, sondern 60 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts. Bei 50 Prozent Arbeitsausfall verlieren Sie also rund 20 Prozent des Nettos, nicht 50.

Die Berechnung läuft über pauschalierte Nettoentgelte

Nicht das tatsächliche Netto ist maßgeblich, sondern ein pauschaliertes, das die Agentur für Arbeit aus Tabellen ermittelt. Es hängt an Steuerklasse und Kinderfreibeträgen.

Deshalb weicht das ausgezahlte Kurzarbeitergeld oft von der eigenen Überschlagsrechnung ab. Ein Steuerklassenwechsel wirkt hier unmittelbar — allerdings nur, wenn er rechtzeitig erfolgt.

Progressionsvorbehalt: die Nachzahlung kommt später

Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Es erhöht den Steuersatz auf das übrige Einkommen.

Wer Kurzarbeitergeld bezogen hat, ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet — und muss häufig nachzahlen. Legen Sie einen Teil zurück, statt sich vom steuerfreien Zufluss täuschen zu lassen.

Sozialversicherung läuft weiter

Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung bestehen fort. Die Beiträge für das ausgefallene Entgelt trägt in der Regel der Arbeitgeber.

Der Rentenanspruch sinkt dadurch weniger stark als das Einkommen. Vollständig unberührt bleibt er allerdings nicht — für die Entgeltpunkte zählt eine reduzierte Bemessungsgrundlage.

Voraussetzungen für den Betrieb

Kurzarbeit setzt einen erheblichen Arbeitsausfall mit Entgeltausfall voraus, der vorübergehend und unvermeidbar ist. Der Betrieb muss die Kurzarbeit vorher anzeigen.

Zusätzlich braucht es eine Rechtsgrundlage im Betrieb — Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder die Zustimmung der betroffenen Arbeitnehmer. Ohne sie kann der Arbeitgeber Kurzarbeit nicht einseitig anordnen.

Nebenverdienst während der Kurzarbeit

Einkommen aus einer Nebentätigkeit, die schon vor der Kurzarbeit bestand, bleibt anrechnungsfrei. Neu aufgenommene Nebentätigkeiten werden dagegen grundsätzlich angerechnet.

Melden Sie jede Aufnahme oder Änderung. Nicht gemeldete Einkünfte führen zu Rückforderungen — und die kommen oft erst nach Monaten.

Kurzarbeitergeld einordnen

  1. 01 Leistungssatz prüfen: 60 Prozent gelten für Beschäftigte ohne Kind, 67 Prozent für Beschäftigte mit mindestens einem Kind im Sinne der Lohnsteuerregeln.
  2. 02 Reduziertes Netto realistisch ansetzen: Je weniger Sie tatsächlich noch arbeiten, desto größer ist die Nettoentgeltdifferenz und damit das Kurzarbeitergeld.
  3. 03 Fixkosten gegenrechnen: Schauen Sie sich das geschätzte Gesamteinkommen im Vergleich zu Miete, Krediten und laufenden Ausgaben an, um frühzeitig einen Engpass zu erkennen.

Häufige Fragen zu Kurzarbeit und Entgeltausfall

Wie wird Kurzarbeitergeld berechnet? expand_more
Das Kurzarbeitergeld gleicht einen Teil der Nettoentgeltdifferenz aus, also die Lücke zwischen dem regulären Nettoeinkommen und dem reduzierten Netto bei Kurzarbeit. Üblich sind 60 Prozent dieser Differenz, in bestimmten Fällen 67 Prozent.
Was bedeuten 60 und 67 Prozent Leistungssatz? expand_more
Der Leistungssatz von 60 Prozent gilt für Beschäftigte ohne Kind. Wer mindestens ein Kind im Sinne der Lohnsteuer hat, erhält in der Regel 67 Prozent der Nettoentgeltdifferenz.
Bekomme ich Kurzarbeitergeld, wenn mein Netto gleich bleibt? expand_more
Nein. Kurzarbeitergeld setzt eine Nettoentgeltdifferenz voraus. Wenn Ihr Netto bei Kurzarbeit genauso hoch oder höher ist als regulär, gibt es nach diesem Modell kein Kurzarbeitergeld.
Ist dieser Rechner amtlich verbindlich? expand_more
Nein. Es handelt sich um eine vereinfachte Schätzung. Das offizielle Kurzarbeitergeld richtet sich nach der pauschalierten Nettoentgeltdifferenz aus der Tabelle der Bundesagentur für Arbeit und kann abweichen.
Was ist der Netto-Verlust trotz Kurzarbeitergeld? expand_more
Auch mit Kurzarbeitergeld bleibt meist eine Lücke zum regulären Netto, weil nur ein Teil der Differenz ausgeglichen wird. Diese verbleibende Lücke zeigt der Rechner als Netto-Verlust an.

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