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Leasingfaktor berechnen: Rate, Listenpreis und Gesamtkostenfaktor im Vergleich

Stand: Rechenweg mit automatischen Tests geprüftMethodik

Der Leasingfaktor ist die monatliche Rate geteilt durch den Bruttolistenpreis, mal 100: 299 Euro Rate bei 40.000 Euro Listenpreis ergeben 0,75. Werte unter 1,0 gelten als gut, unter 0,6 als Schnäppchen. Der Rechner ermittelt den Faktor und zusätzlich den Gesamtkostenfaktor, der Sonderzahlung und Überführungskosten auf die Laufzeit verteilt. So sehen Sie, ob eine niedrige Rate nur durch eine hohe Anzahlung zustande kommt, und können zwei Angebote direkt gegeneinander stellen.

menu_book Ausführlicher Ratgeber: Leasingfaktor-Rechner erklärt

Angebot A

Leasingfaktor

0,75

Sehr gut

Gesamtkostenfaktor

0,82

Gut

Gesamtkosten

11.754 €

Effektive Monatsrate

327 €

Sehr günstig (Schnäppchen)unter 0,60
Sehr gutunter 0,80
Gutunter 1,00
Durchschnittlichunter 1,20
Teuerab 1,20

Leasingfaktor = Rate / Listenpreis × 100; der Gesamtkostenfaktor verteilt Sonderzahlung und Überführung auf die Laufzeit. Die Bewertungsstufen sind eine gängige Faustregel, ohne Kilometerleistung, Versicherung und Wartung. Kilometerabrechnung: Leasing-Kilometer-Rechner.

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Der Leasingfaktor setzt die Monatsrate ins Verhältnis zum Listenpreis

Die Formel ist kurz: Leasingfaktor gleich Bruttorate geteilt durch Bruttolistenpreis mal 100. Ein Auto für 40.000 Euro mit 299 Euro Rate hat den Faktor 0,75. Der Wert macht Angebote für unterschiedlich teure Fahrzeuge vergleichbar, weil er die Rate auf den Preis bezieht. Er sagt aber nur etwas über die Rate aus, nicht über Sonderzahlung, Überführung oder die Bedingungen bei der Rückgabe.

Leasingfaktor-Tabelle: was ist gut, was ist teuer?

In Leasingportalen hat sich eine Faustregel für privates Kilometerleasing etabliert. Die Grenzen sind Erfahrungswerte und keine feste Norm. Zur Orientierung zeigt die Tabelle, welche Rate bei 40.000 Euro Listenpreis zu welcher Stufe gehört.

LeasingfaktorBewertungRate bei 40.000 € Listenpreis
unter 0,6Schnäppchenunter 240 €
0,6 bis unter 0,8sehr gut240 € bis unter 320 €
0,8 bis unter 1,0gut320 € bis unter 400 €
1,0 bis unter 1,2durchschnittlich400 € bis unter 480 €
ab 1,2teuerab 480 €

Wer umgekehrt fragt, wie hoch die Leasingrate bei einem Zielfaktor sein darf, stellt die Formel um: Rate gleich Faktor mal Listenpreis durch 100.

Leasingfaktor bei 299, 399 und 499 Euro Rate

Die gleiche Rate wirkt je nach Fahrzeugpreis völlig unterschiedlich. Die Tabelle zeigt Leasingfaktor und Gesamtkostenfaktor für 36 Monate. In der rechten Hälfte sind jeweils 3.000 Euro Sonderzahlung und 990 Euro Überführung eingerechnet.

RateListenpreisLeasingfaktorBewertungGesamtkosten mit SonderzahlungGesamtkostenfaktorBewertung gesamt
299 €35.000 €0,85gut14.754 €1,17durchschnittlich
399 €35.000 €1,14durchschnittlich18.354 €1,46teuer
499 €35.000 €1,43teuer21.954 €1,74teuer
299 €45.000 €0,66sehr gut14.754 €0,91gut
399 €45.000 €0,89gut18.354 €1,13durchschnittlich
499 €45.000 €1,11durchschnittlich21.954 €1,36teuer

Ohne Nebenkosten zahlen Sie über 36 Monate 10.764 Euro bei 299 Euro Rate, 14.364 Euro bei 399 Euro und 17.964 Euro bei 499 Euro. Die Sonderzahlung und Überführung heben die effektive Monatsbelastung jeweils um knapp 111 Euro an, auf 409,83, 509,83 und 609,83 Euro.

Gesamtkostenfaktor: wie die Sonderzahlung den Leasingfaktor verfälscht

Eine hohe Anzahlung senkt die Rate und damit den klassischen Faktor. An der Summe ändert sie nichts, sie wird nur vorgezogen. Deshalb rechnet der Gesamtkostenfaktor so: alle Raten plus Sonderzahlung plus Überführung, geteilt durch die Laufzeit, geteilt durch den Listenpreis, mal 100. Bei 329 Euro Rate, 40.000 Euro Listenpreis, 990 Euro Überführung und 36 Monaten sieht das so aus:

SonderzahlungGesamtkostenEffektive MonatsrateGesamtkostenfaktorBewertung
0 €12.834 €356,50 €0,89gut
2.000 €14.834 €412,06 €1,03durchschnittlich
4.000 €16.834 €467,61 €1,17durchschnittlich
6.000 €18.834 €523,17 €1,31teuer

Der reine Leasingfaktor bleibt in allen vier Zeilen bei 0,82. Erst der Gesamtkostenfaktor zeigt, dass aus einem guten Angebot mit 6.000 Euro Anzahlung ein teures wird.

Praxisbeispiel: zwei Leasingangebote für dasselbe Auto

Für ein Fahrzeug mit 40.000 Euro Listenpreis liegen zwei Angebote über 36 Monate vor, beide mit 990 Euro Überführung.

  • Angebot A: 249 Euro Rate, 5.000 Euro Sonderzahlung. Leasingfaktor 0,62, also sehr gut. Gesamtkosten 14.954 Euro, effektive Rate 415,39 Euro, Gesamtkostenfaktor 1,04.
  • Angebot B: 379 Euro Rate, keine Sonderzahlung. Leasingfaktor 0,95, also nur gut. Gesamtkosten 14.634 Euro, effektive Rate 406,50 Euro, Gesamtkostenfaktor 1,02.

Das Angebot mit der auffällig niedrigen Rate ist über die Laufzeit 320 Euro teurer. Zusätzlich bindet es 5.000 Euro Kapital am ersten Tag. Wer eine Finanzierung als Alternative prüft, vergleicht die Summe mit dem Autokredit-Rechner.

Leasingfaktor und Laufzeit: 24, 36 oder 48 Monate

Einmalkosten verteilen sich über eine längere Laufzeit auf mehr Monate. Der Gesamtkostenfaktor sinkt deshalb mit der Laufzeit, auch wenn die Rate gleich bleibt. Beispiel: 349 Euro Rate bei 42.000 Euro Listenpreis, 2.500 Euro Sonderzahlung und 1.090 Euro Überführung, Leasingfaktor jeweils 0,83.

LaufzeitGesamtkostenEffektive MonatsrateGesamtkostenfaktor
24 Monate11.966 €498,58 €1,19
36 Monate16.154 €448,72 €1,07
48 Monate20.342 €423,79 €1,01

In der Praxis steigt die Rate bei kurzer Laufzeit meist, weil der Leasinggeber einen höheren Wertverlust in kürzerer Zeit abdecken muss. Den typischen Verlauf zeigt der Wertverlust-Rechner.

Leasingfaktor im Kopf prüfen: die Merkhilfe

Ein Prozent des Listenpreises als Rate entspricht dem Faktor 1,0. Bei 40.000 Euro sind das 400 Euro, bei 30.000 Euro 300 Euro. Liegt die Rate darunter, ist der Faktor kleiner als 1. Für die Nebenkosten gilt: Teilen Sie Sonderzahlung plus Überführung durch die Monate und schlagen Sie das Ergebnis auf die Rate auf. 3.990 Euro auf 36 Monate sind knapp 111 Euro im Monat. Damit haben Sie den Gesamtkostenfaktor ohne Rechner auf eine Nachkommastelle genau.

Typische Fehler beim Leasingfaktor berechnen

  • Nettopreise und Bruttoraten mischen: Privatangebote nennen Bruttoraten, Gewerbeangebote Nettoraten. Beide Werte müssen im gleichen Format stehen, sonst weicht der Faktor um 19 Prozent ab.
  • Grundpreis statt Konfiguration: Mit dem nackten Grundpreis erscheint der Faktor höher, als er ist. Maßgeblich ist der Listenpreis inklusive Sonderausstattung.
  • Laufleistung ignorieren: Ein Angebot mit 5.000 km im Jahr hat fast immer einen besseren Faktor als eines mit 15.000 km. Ob die Kilometer reichen, prüft der Leasing km Rechner.
  • Überführung vergessen: Sie wird oft erst im Kleingedruckten genannt. In den Beispielen dieser Seite sind 990 und 1.090 Euro angesetzt, das hebt den Faktor bei 36 Monaten um mehrere Hundertstel.

Leasingrate berechnen statt nur bewerten

Der Faktor bewertet eine vorhandene Rate. Wie sich eine Leasingrate aus Restwert, Zins und Anzahlung zusammensetzt, zeigt der Leasing-Rechner. Beide Rechner ergänzen sich: Erst die Rate kalkulieren, dann mit dem Faktor gegen Marktangebote prüfen.

Für die Suche nach einem passenden Fahrzeug funktioniert der Faktor auch rückwärts als Budgetgrenze. Legen Sie fest, welche Bewertung Sie mindestens erreichen wollen, und rechnen Sie die höchste akzeptable Rate für den Listenpreis aus:

  • 35.000 Euro Listenpreis: höchstens 280 Euro für einen Faktor von 0,8, höchstens 350 Euro für 1,0.
  • 45.000 Euro Listenpreis: höchstens 360 Euro für einen Faktor von 0,8, höchstens 450 Euro für 1,0.

Liegt ein Angebot über dieser Grenze, lohnt es sich, nach einer anderen Laufzeit, einer anderen Ausstattung oder einem anderen Modell zu fragen. Denken Sie daran, dass diese Grenzen für die reine Rate gelten. Kommen Sonderzahlung und Überführung hinzu, muss die Rate entsprechend niedriger liegen, damit der Gesamtkostenfaktor dieselbe Stufe erreicht.

Leasingfaktor: drei Regeln für einen fairen Vergleich

  1. 01 Rechnen Sie immer mit dem Gesamtkostenfaktor. Eine Rate von 299 Euro wirkt bei 40.000 Euro Listenpreis sehr gut, mit 3.000 Euro Sonderzahlung und 990 Euro Überführung ist das Angebot nur noch durchschnittlich.
  2. 02 Setzen Sie den Listenpreis inklusive Sonderausstattung an, nicht den Grundpreis. Der Leasinggeber kalkuliert mit dem konfigurierten Fahrzeug, und nur so werden Faktoren verschiedener Angebote vergleichbar.
  3. 03 Vergleichen Sie Angebote nur bei gleicher Laufzeit und Laufleistung. Ein Faktor mit 5.000 km im Jahr ist nicht mit einem Faktor für 15.000 km vergleichbar, weil Kilometer den Restwert bestimmen.

Häufige Fragen zum Leasingfaktor und zur Leasingrate

Wie berechnet man den Leasingfaktor? expand_more
Teilen Sie die monatliche Bruttorate durch den Bruttolistenpreis des Fahrzeugs und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100. Bei 399 Euro Rate und 45.000 Euro Listenpreis ergibt das 0,89. Für den Gesamtkostenfaktor addieren Sie vorher Sonderzahlung und Überführung zu allen Raten, teilen durch die Laufzeit und rechnen dann genauso weiter.
Welcher Leasingfaktor ist gut? expand_more
Als Faustregel für privates Kilometerleasing gilt: unter 0,6 ist ein Schnäppchen, 0,6 bis unter 0,8 sehr gut, 0,8 bis unter 1,0 gut, 1,0 bis unter 1,2 durchschnittlich, ab 1,2 teuer. Bei 40.000 Euro Listenpreis entspricht ein Faktor von 1,0 einer Rate von 400 Euro. Die Grenzen sind Erfahrungswerte, keine festen Normen.
Wie berechne ich die Leasingrate aus dem Leasingfaktor? expand_more
Stellen Sie die Formel um: Rate gleich Leasingfaktor mal Listenpreis geteilt durch 100. Suchen Sie ein Fahrzeug für 40.000 Euro und wollen höchstens einen Faktor von 0,8 zahlen, darf die Rate 320 Euro betragen. Die tatsächliche Leasingrate hängt vom Restwert, Zins, Laufzeit und Laufleistung ab, die der Leasinggeber intern ansetzt.
Was ist der Unterschied zwischen Leasingfaktor und Gesamtkostenfaktor? expand_more
Der Leasingfaktor betrachtet nur die Monatsrate. Der Gesamtkostenfaktor rechnet Sonderzahlung und Überführungskosten ein und verteilt sie gleichmäßig auf alle Monate. Bei 299 Euro Rate, 3.000 Euro Sonderzahlung, 990 Euro Überführung und 36 Monaten steigt die effektive Monatsbelastung auf 409,83 Euro, der Faktor von 0,75 auf 1,02.
Gibt es eine Leasingfaktor-Tabelle für verschiedene Raten? expand_more
Ja, weiter unten auf dieser Seite finden Sie eine Tabelle mit Raten von 299, 399 und 499 Euro bei 35.000 und 45.000 Euro Listenpreis, jeweils mit und ohne Sonderzahlung. Für eigene Werte geben Sie Rate und Listenpreis in den Rechner ein, er liefert Faktor, Gesamtkostenfaktor und Bewertung sofort.
Ist ein niedriger Leasingfaktor immer ein gutes Angebot? expand_more
Nicht unbedingt. Der Faktor enthält weder Versicherung noch Wartung, Reifen oder die Kosten für Mehrkilometer. Eine sehr niedrige Laufleistung drückt die Rate, kann bei der Rückgabe aber teuer werden. Prüfen Sie deshalb auch Cent-Satz für Mehrkilometer, Laufzeit und die Rückgabebedingungen, bevor Sie unterschreiben.
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